Schweine aus Güllekeller gerettet

Donnerstag, 25. Juni 2026 11:13 geschrieben von  Michael Fränkel
In Meerhof mussten neun Schweine aus einem Güllekeller gerettet werden. In Meerhof mussten neun Schweine aus einem Güllekeller gerettet werden. Foto: Feuerwehr Marsberg

MARSBERG. Mit einer außergewöhnlichen Lage sahen sich knapp 30 Einsatzkräfte aus Meerhof, Oesdorf und Marsberg konfrontiert. In einem Güllekeller mussten neun Schweine gerettet werden.

Alarmiert wurde die Feuerwehr am Dienstag, 23. Juni 2026, gegen 20 Uhr zu einem Landwirt nach Meerhof. Neun seiner Schweine waren in den unteren Teil des Stalls gefallen, nachdem der Spaltenboden ihrer Parzelle zusammengebrochen war.

Der gesamte Stallbereich ist mit solchen Spaltenbodenplatten ausgelegt. Kot und Urin fallen dabei direkt durch die Schlitze in den darunter liegenden Güllekanal oder Güllekeller.

Die Rettung der Tiere gestaltete sich in der mehr als 80 Meter langen Kellerfläche sehr schwierig. Verschiedene Vorgehensweisen wurden mit dem betroffenen Landwirt besprochen.

Schließlich begaben sich Feuerwehrkräfte in Chemikalienschutzanzügen in den dunklen und niedrigen Keller. Dort sollten die Tiere an leichter zugängliche Stellen getrieben und anschließend herausgeholt werden.

Diese Maßnahme hatte Erfolg. Alle neun Schweine konnten lebend aus ihrer misslichen Lage befreit werden.

Insgesamt acht Einsatzkräfte gingen in Chemikalienschutzanzügen (CSA) und unter Atemschutz in den Güllekeller vor. Anschließend durchliefen sie die Einsatzstellenhygiene, die Anzüge wurden gereinigt.

Da die besondere Situation dies erlaubte, konnten Übungsanzüge verwendet werden. Die Lage war ruhig und überschaubar, zum Schutz vor der Gülle waren diese Anzüge ausreichend.

Auch die Einsatzkräfte, die im Stall bei der Rettung der Tiere eingesetzt waren, konnten an der Einsatzstelle ihre Kleidung wechseln und die bereitgestellte Einsatzstellenhygiene durchlaufen.

Die betroffene Landwirtsfamilie unterstützte die Feuerwehr tatkräftig.

Nach etwa vier Stunden beendete die Feuerwehr unter der Leitung von Cyrill Stute ihren Einsatz. Die gebrauchte Ausrüstung wird zur Reinigung nach Meschede gebracht.

Neben den Einheiten aus Meerhof, Oesdorf und Marsberg rückte auch der Abrollbehälter „Rüst“ aus dem Zentrum für Feuerschutz und Rettungsdienst (ZFR) aus Meschede-Enste an. Dieser kam jedoch nicht zum Einsatz.

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