KASSEL. Zwei Motorradfahrer sollen sich am frühen Sonntagabend (24. Mai) auf der Friedrich-Ebert-Straße ein illegales Rennen geliefert haben. Einer der Männer versuchte vor einer Kontrolle zu flüchten und leistete anschließend Widerstand.
Beamte der Ermittlungsgruppe Tuner der Polizeidirektion Verkehrssicherheit und Sonderdienste wurden nach 18 Uhr wegen sehr lauter Motorengeräusche auf die beiden Zweiräder aufmerksam. Die Motorräder waren auf der Friedrich-Ebert-Straße in Richtung Stadtmitte unterwegs.
Etwa in Höhe der Westendstraße beschleunigten die Fahrer ihre hochmotorisierten Maschinen stark und fuhren mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit über mehrere Kreuzungen. An der Bürgermeister-Brunner-Straße verlangsamten sie ihre Fahrt und stoppten schließlich an einer Rot zeigenden Ampel. Die Beamten stellten daraufhin ihr Zivilfahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht quer vor die Motorräder, um die Weiterfahrt zu verhindern und die Fahrer zu kontrollieren.
Ein 26-jähriger Mann aus Schwalmstadt versuchte daraufhin, zwischen dem Polizeiauto und den Polizisten hindurch davonzufahren. Einer der Beamten konnte ihn jedoch festhalten und schließlich den Motor des Kraftrads ausschalten. Auch danach wehrte sich der Fahrer noch gegen seine Festnahme.
Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass dem 26-Jährigen der Führerschein bereits im Jahr 2024 entzogen worden war. Zudem war die Zulassungsplakette auf dem Kennzeichen des Motorrads gefälscht, sodass das Kraftrad nicht zugelassen war.
Der 26-Jährige musste die Beamten für die weiteren Maßnahmen auf das Revier begleiten. Er muss sich nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, illegalen Kraftfahrzeugrennens, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie das Kraftfahrzeugsteuergesetz verantworten.
Auch gegen den anderen Motorradfahrer, einen 22 Jahre alten Mann aus Kassel, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des illegalen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.
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