BAD AROLSEN. Zum 1. Oktober übernimmt Vera Paradnia die chefärztliche Leitung der Geriatrie am Krankenhaus Bad Arolsen. Die Fachärztin für Innere Medizin verfügt über die Zusatzbezeichnungen Geriatrie und Palliativmedizin sowie ein Diplom in Ernährungsmedizin. Zuletzt war sie als Leitende Oberärztin der Geriatrie am St. Ansgar Krankenhaus Höxter tätig.
„Wir freuen uns sehr, mit Vera Paradnia eine Chefärztin für das Krankenhaus Bad Arolsen gewonnen zu haben, die Erfahrung im Aufbau einer Geriatrie mit einer hohen Komplexbehandlungsquote mitbringt und unsere Klinik auf dem eingeschlagenen Weg sehr unterstützen wird“, sagt Geschäftsführer Nikolai Dippel.
Erfahrung im Aufbau geriatrischer Strukturen
Vera Paradnia absolvierte ihr Medizinstudium in Belarus und kam unmittelbar nach dem Studium nach Deutschland, um hier ihre ärztliche Weiterbildung zu beginnen.
Ihre gesamte weitere ärztliche Laufbahn und Facharztweiterbildung fand in Deutschland statt.
Berufliche Stationen führten sie unter anderem an die Krankenhäuser in Holzminden und Steinheim. Dabei entwickelte sich die Altersmedizin früh zu einem Schwerpunkt ihrer ärztlichen Tätigkeit. Neben ihrer Facharztqualifikation für Innere Medizin erwarb sie die Zusatzbezeichnungen Geriatrie und Palliativmedizin sowie ein Diplom in Ernährungsmedizin.
Zuletzt war Vera Paradnia als Leitende Oberärztin am St. Ansgar Krankenhaus Höxter tätig. Dort war sie maßgeblich am Aufbau und an der Weiterentwicklung der geriatrischen Abteilung beteiligt und sammelte umfangreiche Erfahrungen sowohl in der medizinischen Versorgung älterer und multimorbider Patient*innen als auch in der Organisation und Führung eines multiprofessionellen geriatrischen Teams.
Deutschland kennt die neue Chefärztin bereits seit ihrer Kindheit. Seit ihrem neunten Lebensjahr verbrachte sie regelmäßig ihre Sommerferien bei einer deutschen Gastfamilie. „Deutschland war deshalb für mich schon lange vor Beginn meiner ärztlichen Tätigkeit sehr vertraut. Für mich stand früh fest, dass ich nach meinem Medizinstudium hier meine berufliche Zukunft aufbauen möchte“, sagt die Mutter zweier Kinder, die heute mit ihrer Familie in Paderborn lebt.
Breites internistisches und geriatrisches Fachwissen
Neben ihrer klinischen Tätigkeit engagiert sich Paradnia für die ärztliche Weiterbildung. Sie verfügt über Weiterbildungserfahrung und möchte auch am Krankenhaus Bad Arolsen einen besonderen Schwerpunkt auf die Förderung und fachliche Entwicklung junger Ärzt*innen legen.
Ihr fachliches Profil wird durch umfangreiche Fortbildungen unter anderem in der internistischen Intensivmedizin, Sonographie und Echokardiographie ergänzt.
„Geriatrie ist eine der zentralen Aufgaben der kommenden Jahre“
Die neue Aufgabe in Bad Arolsen sieht Paradnia als Chance, ihre bisherigen Erfahrungen einzubringen und gleichzeitig die geriatrische Versorgung gemeinsam mit dem bestehenden Team weiterzuentwickeln. „Die Geriatrie wird angesichts der demografischen Entwicklung eine immer größere Bedeutung bekommen. Gerade ältere Patientinnen und Patienten benötigen eine Medizin, die nicht nur einzelne Erkrankungen betrachtet, sondern den Menschen in seiner Gesamtheit – mit seiner Mobilität, Selbstständigkeit, Lebensqualität und seinem persönlichen Umfeld“, sagt Vera Paradnia.
„Die Position in Bad Arolsen bietet mir die große Chance, meine bisherigen Erfahrungen beim Aufbau geriatrischer Strukturen einzubringen und gleichzeitig selbst den nächsten beruflichen Schritt zu gehen. Diese Verantwortung und die damit verbundenen Herausforderungen reizen mich sehr.“
Ziel der neuen Chefärztin ist es, die Geriatrie am Krankenhaus Bad Arolsen gemeinsam mit einem starken multiprofessionellen Team weiterzuentwickeln, bestehende Strukturen auszubauen und eine qualitativ hochwertige geriatrische Versorgung langfristig zu sichern. „Besonders wichtig ist mir dabei ein gutes Miteinander – zwischen Ärzten, Pflege, Therapeuten und allen weiteren Berufsgruppen. Eine erfolgreiche Geriatrie kann nur als Team funktionieren“, so Vera Paradnia. „Ich freue mich sehr darauf, diese Aufgabe in Bad Arolsen zu übernehmen und gemeinsam mit meinen neuen Kolleginnen und Kollegen die weitere Entwicklung des Krankenhauses mitzugestalten.“







