PADERBORN. Eine groß angelegte Übung bei der Firma Diebold Nixdorf hat die Jugendfeuerwehren aus mehreren Paderborner Stadtteilen gefordert. Im Mittelpunkt standen die Brandbekämpfung im Außenbereich sowie die Versorgung von Verletzten nach einem angenommenen Explosionsereignis.
Am Sonntag (26. April) trafen sich die Jugendfeuerwehren aus Elsen, Marienloh, Sande, Schloß Neuhaus, Stadtmitte und Wewer zu der Übung auf dem Gelände des Unternehmens. Angenommen wurde eine Explosion im Gebäude im Bereich der Gasübergabe. Daraufhin breitete sich das Feuer im und außerhalb des Gebäudes aus, außerdem wurden durch die Explosion zehn Personen verletzt.
Die Übung beschränkte sich auf die Brandbekämpfung außerhalb des Gebäudes und die Verletztenversorgung. Die insgesamt 87 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und Angehörige der Löschzüge brachten zunächst die Verletzten zu einer Patientenablage und mussten dort die angegebenen Verletzungsmuster bei den Übungspuppen unter fachkundiger Anleitung versorgen.
Gleichzeitig wurde damit begonnen, Wasser aus der nahegelegenen Alme zu entnehmen, um damit im Außenbereich das Feuer zunächst einzudämmen und im weiteren Verlauf zu löschen. Nachdem die Verletzten versorgt waren und dem Rettungsdienst zum Transport ins Krankenhaus übergeben wurden, konnten immer mehr Strahlrohre vorgenommen werden, sodass zum Schluss 18 Strahlrohre die Flammen bekämpften.
Im Nachgang der Übung zollten Michael Beivers, stellvertretender Leiter der Feuerwehr, und Jürgen Kersting, Kreisjugendfeuerwehrwart, den Jugendlichen ihren Respekt für die guten Leistungen und bedankten sich für das Engagement, an einem Sonntag so früh freiwillig aufzustehen. Weiterhin bedankten sie sich für die Vorbereitung der Übung und für die Bereitstellung des Geländes.
Vor Übungsbeginn hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich die Produktion der Firma Diebold Nixdorf anzuschauen. Seit über 40 Jahren werden dort die verschiedensten Geldautomaten, KI-gestützte Selbstbedienungskassen und Kassensysteme, Software sowie damit verbundene Dienstleistungen entwickelt und produziert, und das von rund 1500 Beschäftigten allein an diesem Standort. Weltweit gibt es 20.000 Mitarbeiter, die in mehr als 100 Ländern vertreten sind. Viele waren überrascht, was für eine Produktionsstätte in dem von außen unscheinbaren Gebäude steckt.
Während der Führung durfte ein Hinweis auf die vielfältigen Ausbildungsberufe, darunter Industriemechaniker, Elektroniker, Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik, IT-Systemelektroniker und Industriekaufmann beziehungsweise Industriekauffrau, sowie die Möglichkeit, ein duales Studium im Bereich Wirtschaftsinformatik oder Mechatronik zu absolvieren, nicht fehlen. Der Leiter der Montage, Tobias Schulte, betonte in seiner Ansprache auch die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements und stellte heraus, dass Diebold Nixdorf seine Angestellten dazu ermutige, sich ehrenamtlich zu engagieren. (ots/r)








