KASSEL. Mit einer groß angelegten Kontrolle des Güterverkehrs auf der Autobahn 7 haben zahlreiche Behörden an der Tank- und Rastanlage Kassel Ost die Verkehrssicherheit in den Blick genommen. Im Fokus standen dabei insbesondere Gefahrgut-, Abfall- und Tiertransporte sowie die Einhaltung der Sozialvorschriften im Straßenverkehr.
Die Beamte der Verkehrsinspektion des Polizeipräsidiums Nordhessen führten die Großkontrolle am Mittwoch, 22. April, in der Zeit von 9 bis 16 Uhr durch. An den Maßnahmen waren zahlreiche Fachbehörden und Kontrollinstitutionen beteiligt. Neben Einsatzkräften der Polizei aus fast allen hessischen Polizeipräsidien sowie aus Niedersachsen nahmen unter anderem auch mit der Gefahrgutüberwachung betraute Vertreter der Bundeswehr, des Landkreises Kassel und des Ordnungsamts der Stadt Kassel teil. Ebenfalls eingebunden waren das Bundesamt für Logistik und Mobilität, BALM, sowie der Zoll.
Das Technische Hilfswerk unterstützte die Kontrollstelle in erheblichem Umfang bei der gesamten Logistik und sorgte für die notwendige infrastrukturelle Unterstützung, um die umfangreiche Kontrollmaßnahme professionell durchführen zu können. Insgesamt waren über 100 Personen an den Kontrollen beteiligt, die der Steigerung der Verkehrssicherheit dienen.
Bei 129 kontrollierten Fahrzeugen 52 Verstöße festgestellt
Im Verlauf der Kontrolle wurden insgesamt 129 Fahrzeuge sowie eine annähernd gleiche Anzahl an Personen überprüft. Bei 15 Fahrzeugen musste die Weiterfahrt untersagt werden. Gründe hierfür waren unter anderem verkehrsgefährdend beschädigte Reifen, erhebliche Mängel bei der Ladungssicherung, fehlerhaft gekennzeichnetes oder mangelhaft gesichertes Gefahrgut, erhebliche Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten sowie Manipulationen im Zusammenhang mit Kontrollgeräten.
Darunter befanden sich auch Fälle des Fahrens mit fremder Fahrerkarte. Hierbei handelt es sich nicht nur um schwerwiegende Verstöße gegen die Sozialvorschriften, gleichzeitig besteht der Verdacht des Benutzens falscher Ausweise sowie des Fälschens technischer Aufzeichnungen.
In einem Fall wurde einem Fahrzeugführer die Weiterfahrt untersagt, da dieser ohne die erforderliche Fahrerlaubnis unterwegs war. Ein weiterer Fall betraf einen Fahrzeugführer aus einem Drittstaat, der für ein polnisches Unternehmen innerhalb der Europäischen Union tätig war, ohne über die hierfür erforderliche Arbeitserlaubnis zu verfügen. Auch hier wurde die Weiterfahrt unmittelbar untersagt.
Insgesamt wurden 52 Ordnungswidrigkeitsanzeigen im Bereich der Sozialvorschriften sowie des Gefahrgut- und Abfallrechts gefertigt. Dabei mussten die Kraftfahrer insgesamt rund 7.500 Euro an Sicherheitsleistungen und Ordnungsgeldern zahlen.
Kontrollen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit werden fortgesetzt
Das Fazit der Beamten der Kasseler Verkehrsinspektion fällt sehr positiv aus, sodass ähnliche Schwerverkehrskontrollen auch in Zukunft zur Erhöhung der Verkehrssicherheit durchgeführt werden. Die Vielzahl der festgestellten Verstöße zeigt deutlich die Notwendigkeit solcher spezialisierten Kontrollmaßnahmen.
Gleichzeitig unterstreicht die enge Zusammenarbeit der unterschiedlichen Behörden den hohen Stellenwert einer vernetzten Kontrollstrategie zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur wirksamen Bekämpfung von Rechtsverstößen im gewerblichen Straßenverkehr. (ots/r)
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