MARSBERG. Wie in jedem Jahr stand bei der Feuerwehr Marsberg nach den Karnevalstagen die Grundausbildung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute an. In diesem Jahr konnten in Marsberg 36 junge Frauen und Männer, darunter drei aus der Feuerwehr Brilon, mit dem erfolgreichen Besuch des Truppmann-2-Lehrgangs ihre Grundausbildung abschließen.
An vier Wochenenden, jeweils von Donnerstag bis Samstag, wurden die Wehrleute theoretisch und praktisch ausgebildet, in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt auf die technische Hilfeleistung. So ging es in den theoretischen Unterrichtseinheiten um die Grundlagen der Mechanik, Einheiten im Hilfeleistungseinsatz, die Gefahren der Einsatzstelle, aber auch um Rechtsgrundlagen der Feuerwehr, Katastrophenschutz und Psycho-Soziale Notfallversorgung.
In der Praxis wurden die Grundlagen der Ersten Hilfe, die Vornahme von tragbaren Leitern, der Einsatz von hydraulischen Rettungsgeräten, Abstützsystemen und Hebekissen geschult. Auch das Sichern einer Einsatzstelle sowie die Vornahme einfacher Rettungsgeräte wurde geübt. Ebenso wurde an einem Samstag der neue Abrollbehälter Hochwasser vom ZfR Enste vorgeführt.
Die praktische Ausbildung wurde in mehreren Stationen durchgeführt. An jeder Station hatten die Teilnehmenden dabei bestimmte Kompetenzen nachzuweisen. Dies wurde durch die Ausbilder in einem Kompetenzheft bescheinigt. Diese Vorgehensweise ersetzte erstmalig eine praktische Prüfung.
Der letzte Lehrgangstag am 21. März 2026 begann mit dem schriftlichen Leistungsnachweis, den der stellvertretende Kreisbrandmeister Uwe Schwarz abnahm.
In einer gemeinsamen Abschlussübung, an der auch Wehrleiter Cyrill Stute und der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Brilon, Andreas Becker, teilnahmen, konnten die Frauen und Männer ihre neu erworbenen Kompetenzen an einer herausfordernden Einsatzlage einsetzen.
Die Übungslage, mit der die Einsatzkräfte konfrontiert wurden, sah einen Verkehrsunfall mit drei Pkw vor. Zwei Personen waren in ihren Fahrzeugen eingeklemmt, zwei weitere unter einem Fahrzeug. Durch den Einsatz von hydraulischem Rettungsgerät und Hebekissen konnten die Einsatzkräfte dieses Szenario schnell bewältigen. Wie im echten Einsatz auch mussten neben der technischen Rettung auch eine umfangreiche Einsatzstellensicherung, Brandschutz und Maßnahmen der Ersten Hilfe bedacht werden.
Am Ende des letzten Lehrgangstages konnten schließlich alle Teilnehmenden die Urkunde für den bestandenen Abschluss der Feuerwehr-Grundausbildung entgegennehmen. Dies berechtigt nun unter anderem zum Besuch weiterer Lehrgänge am ZfR in Enste, etwa des Maschinisten-, ABC- oder Truppführer-Lehrgangs. Viele der jetzt ausgebildeten Kameradinnen und Kameraden werden schon in diesem Jahr weitere Lehrgänge besuchen und sich für den Feuerwehrdienst weiter qualifizieren.
Insgesamt 15 Ausbilderinnen und Ausbilder aus dem gesamten Stadtgebiet waren an dem Lehrgang beteiligt, den die Leiterin des Arbeitskreises Ausbildung, Nicole Vorneweg aus Obermarsberg, organisierte.
Besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Firma Mula Autoverwertung, die insgesamt sieben Pkw für den Lehrgangsbetrieb zur Verfügung stellte. Dies ermöglichte die zielführende Ausbildung mit hydraulischen Rettungsgeräten, deren Einsatz zu den Grundtätigkeiten einer jeden Feuerwehrkraft gehört.
Ebenso zu danken ist den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, die während des Lehrgangs Teilnehmende von der Arbeit freistellten und ihnen so die Teilnahme an diesem wichtigen Lehrgang ermöglichten.








