Schweinetransport kippt auf Feldweg um

Montag, 16. Februar 2026 01:55 geschrieben von  Michael Fränkel
Ein dreistöckiger Anhänger mit Schweinen kippte am 14. Februar 2026 um, die Feuerwehr öffnete das Fahrzeug und belüftete den Innenraum. Ein dreistöckiger Anhänger mit Schweinen kippte am 14. Februar 2026 um, die Feuerwehr öffnete das Fahrzeug und belüftete den Innenraum. Foto: Feuerwehr Brilon

BRILON. Auf einem schmalen Feldweg im Bereich „Loh“ im Ortsteil Alme verunglückte ein dreistöckiger Lastkraftwagenanhänger, der mit 80 Schweinen beladen war.

Am Samstag erfolgte um 10.58 Uhr die Alarmierung der Löschgruppe Madfeld zu der Unfallstelle. Nach dem Eintreffen stellte sich heraus, dass der Anhänger vollständig umgekippt war und sich nicht mehr öffnen ließ, wodurch alle Tiere im Inneren eingeschlossen waren. Kräfte der Feuerwehr sicherten die Örtlichkeit ab und streuten die Fahrbahn aufgrund von Glatteis mit Salz. Zur Vermeidung weiterer Gefahren wurde das Gespann stabilisiert. Während Rettungsdienst und Polizei den unter Schock stehenden Fahrer versorgten, forderte die Einsatzleitung die Löschgruppe Alme zur Unterstützung nach. Ein Landwirt unterstützte die Maßnahmen mit einem Traktor sowie mobilen Zäunen.

Im weiteren Verlauf errichteten die Beteiligten ein Zaungehege und belüfteten den umgekippten Anhänger. Um die Tiere zu retten, wurde das Fahrzeug von mehreren Seiten geöffnet und Teile des Daches aufgeschnitten. Insgesamt konnten 70 Schweine lebend befreit und im Zaunbereich betreut werden. Ein Schwein verendete an der Einsatzstelle, während ein Teil der Tiere später eingeschläfert werden musste, da diese nicht mehr transportfähig waren. Auf Veranlassung der Polizei wurde das Veterinäramt in die Maßnahmen eingebunden.

Schwierig gestaltete sich die Bergung des Lastkraftwagens aufgrund des schmalen Weges und stark durchnässter Wiesen. Die Feuerwehr unterstützte zudem bei der Bergung der Zugmaschine, in der sich weitere 80 lebende Schweine befanden. Abschließend wurde die Straße gereinigt und kontaminierte Schutzkleidung ausgetauscht. Gegen 16.47 Uhr endete die Tätigkeit für die insgesamt 20 Kräfte der Feuerwehr. Angaben zur Schadenshöhe oder zur Ursache liegen derzeit nicht vor.

Neustes 112-Video

Werbeprospekte

Anzeige
Anzeige