Autotransporter mit E-Autos in Flammen

Dienstag, 06. Januar 2026 14:53 geschrieben von  Michael Fränkel
Ein mit Elektrofahrzeugen beladener Autotransporter geriet am 5. Januar 2026 auf der A7 bei Lohfelden in Brand und löste einen nächtlichen Großeinsatz aus. Ein mit Elektrofahrzeugen beladener Autotransporter geriet am 5. Januar 2026 auf der A7 bei Lohfelden in Brand und löste einen nächtlichen Großeinsatz aus. Fotos: Feuerwehr Kassel

KASSEL. Auf der Autobahn 7 bei Lohfelden hat am Montagabend ein mit Elektroautos beladener Sattelzug gebrannt und einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst.

Der aus Litauen stammende Autotransporter war am 5. Januar gegen 19.50 Uhr in Fahrtrichtung Süden unterwegs, als laut Berichten der Polizeiautobahnstation Baunatal ein Reifen des Anhängers in Brand geriet. Als Ursache wird ein technischer Defekt vermutet. Das Feuer breitete sich rasend schnell auf den gesamten Anhänger sowie auf vier der insgesamt sechs geladenen Elektro-Pkw aus. Der Fahrer konnte das Gespann glücklicherweise rechtzeitig verlassen und blieb unverletzt.

Beim Eintreffen des Löschzugs der Berufsfeuerwehr Kassel (Feuerwache 1) brannte der Anhänger bereits in voller Ausdehnung. Die Flammen drohten unmittelbar auf die Zugmaschine und zwei weitere Elektroautos überzugreifen. Zudem hatte das Feuer bereits die angrenzende Lärmschutzwand sowie die Vegetation in Richtung einer Bahnstrecke erfasst. Durch einen massiven Löschangriff aus mehreren Strahlrohren konnte die Feuerwehr ein weiteres Übergreifen erfolgreich verhindern.

Aufgrund des enormen Löschwasserbedarfs unterstützte die Freiwillige Feuerwehr Baunatal mit einem Tanklöschfahrzeug. Insgesamt brachten drei Tanklöschfahrzeuge über 20.000 Liter Wasser an die Einsatzstelle. Da der Akku eines Elektroautos durch den Brand stark beschädigt wurde, mussten die Einsatzkräfte diesen von der Karosserie trennen und dauerhaft mit Wasser kühlen, bis keine Gefahr mehr bestand. Unterstützt wurde die Berufsfeuerwehr zudem durch die Freiwillige Feuerwehr Waldau.

Der entstandene Sachschaden an dem Transporter, der Ladung und der Lärmschutzwand wird nach ersten Schätzungen auf rund 250.000 Euro beziffert. Während der Lösch- und aufwendigen Bergungsarbeiten blieb die Überleitung von der A7 auf die A49 in Richtung Marburg bis etwa 6 Uhr am Dienstagmorgen voll gesperrt.

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