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Donnerstag, 13 Dezember 2012 15:25

Winterjagd auf Sauen - Nachts in der Eschenseite

DIEMELSEE. Seit Tagen hat es kräftig in der Region Sauerland und Diemelsee geschneit. Das Thermometer zeigte in den vergangenen Nächten zwischen - 8 und -11 Grad Celsius. Nun ist meine Zeit gekommen, den Sauen in der Eschenseite nachzustellen und die Bestände zu dezimieren. Ich hole meine Bundeswehr - Winterbekleidung aus der Kiste und werfe mich in "Schale ". Auch die Wachtelhündin Kira wird mit einer weißen Weste ausstaffiert, die Mauser in den Jimmny gebracht und so machen wir uns auf in das Jagdrevier. Die Straße zwischen Stormbruch und Bontkirchen ist auf Grund von Schneeverwehungen gesperrt, ich wähle daher den Weg entlang des Diemelsees und fahre den Schlangenweg hoch . Nur mühsam -und trotz Untersetzung - kommt der Geländewagen die Steigung empor und nach 400 Metern ist Schluss, nichts geht mehr. Hund raus aus dem Auto, Rucksack geschultert und die Waffe in Vorhalte, quäle ich mich durch den Schnee. Teilweise sind die Verwehungen 1,20 Meter hoch, die erfahrene Hündin geht immer hinter mir in der Spur, so hat sie es leichter mir zu folgen. Bei erreichen der Baumgrenze wird auch die Schneedecke immer geringer, hier haben wir teilweise nur 20 cm Schnee.

Die Pirsch durch die Eschenseite beginnt gegen den Wind, mein Ziel ist der Holzplatz an der Gemeindestraße nach Bontkirchen. Geräuschlos pirschen wir durch das Revier, die Sicht ist hervorragend und die Landschaft glänzt durch den gefallenen Neuschnee. Es fängt an dunkel zu werden, ich sehe hier und da Rehwild, welches mich allerdings nicht bemerkt. Auch Meister Reineke  schnürt an mir vorbei ohne mich spitz zu kriegen. Ich kenne die alten Sauwechsel und nach 40 Minuten erreiche  ich eine ehemalige Kyrillfläche mit viel Wildwuchs. Hier positioniere ich mich, lege mich in den Schnee und benutze den Jagdrucksach als Auflage. Der Hündin räume ich den Schnee beiseite, so dass sie nicht in der Kälte liegen muss. Nach ca. 50 Minute höre ich aus westlicher Richtung das knacken eines Astes, in 20 Meter Entfernung zieht ein starker Keiler an meiner "Stellung" vorbei, der Wind steht günstig und so zieht er ohne von meiner Existenz zu wissen an mir vorbei. Auf einen rauschigen Keiler habe ich nun gar keine Lust, auch den Bassen von gut 90 Kilo aus dem Revier zu ziehen, dazu fehlt mir der Sinn. Nein, mein Ziel ist die Rotte mit den 11 Frischlingen, die jede Nacht die Kirrung leer räumt. 

Die Kälte kriecht uns nun doch durch die Glieder und so machen wir uns auf den Weg Richtung Holzplatz. Immer auf dem Wechsel der Sauen entlang, das ist am einfachsten. Im schlimmsten Fall laufen wir in uns entgegenkommendes Wild hinein. Ein Rehbock schreckt vorwurfsvoll und flüchtet in eine angrenzende Dickung. Unbeirrt gehen wir unseres Weges als wir heftiges Klagen eines Frischlings hören. Die Sauen sind also schon an der Kirrung und streiten sich um die paar Maiskörner.

Ich umschlage noch einmal den Platz um den Sauen keinen Witterung von uns zukommen zu lassen. Meine weisse Tarnung und die der Hündin ist perfekt, die Frischlinge und auch die Bachen erahnen nicht, was auf sie zukommt. Immer näher krieche ich an die Rotte heran. Ab und zu sichert eines der älteren Stücke in verschiedene Richtungen. Die Sicht bei dem Schnee ist hervorragend als ich mich an eine Buche gelehnt zum Schuss fertig mache. Ich lege den Sicherungsflügel der M 03  um, der Rotpunkt sucht sich ein Ziel, einen etwa 35 Kilo  schweren Frischling in 30 Meter Entfernung. Ich spüre die Kälte nicht mehr, der Kujel dreht sich noch ein wenig nach links und schon ist die 9,3 aus dem Lauf. Die Rotte teilt sich und dummerweise laufen 3 Frischlinge direkt auf mich zu, ich repetiere die Büchse und  wieder ist der Rotpunkt auf dem Teller der Sau gerichtet, 10 Meter an mir vorbei-schlägt der Frischling nach dem Schuss in den Schnee und rolliert.

Die Bühne ist nun leer, Totenstille herrscht in der Eschenseite. Die Hünding beutelt  die zuletzt gestreckte Sau und nachdem ich die beiden Frischlinge aufgebrochen habe mache ich die Hündin durch  das Herz der Sau genossen.

Eine erfolgreiche Winterpirsch liegt nun hinter uns, der schwere Teil - das Bergen des Wildes - folgt.

Nach Stunden haben wir die Sauen geborgen, es ist 02:30 als wir in Heringhausen ankommen. Ich schiebe mich bei meiner Frau unter die Bettdecke, nehme das noch warme Dinkelkissen in Besitz und schlafe ein...

 

 

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Donnerstag, 11 Oktober 2012 18:28

Mein erster Bock

RHEINBACH. Manchmal muss man nicht weit fahren um wunderschöne Landschaftszüge zu bewundern.
Die Eifel, das Siebengebirge, der Westerwald oder die Zülpicher Börde sind alles lohnenswerte Ausflugsziele, die von Rheinbach aus bequem zu erreichen sind.
Manchmal hat man aber das Bedürfnis etwas anderes kennen zu lernen, andere Menschen, andere Landschaften, andere Städte. Dafür muss man allerdings nicht in ein anderes Land reisen, denn Deutschland unterscheidet sich in allen vier Himmelsrichtungen in Kultur und Landschaft.
Das Ziel unserer Reise war der Teil Deutschlands, der zuerst einen neuen Tag begrüßen darf.
Wir fuhren in den Osten von Deutschland, genauer gesagt nach Südbrandenburg in die Oberlausitz.

 

Der Hegering Rheinbach hatte im Jahre 2005 das erste Mal Kontakt zu dem dortigen Forstamt in Prösa Kontakt aufgenommen und die herzliche Art der Menschen, die großen, nicht von alltäglicher Besucherflut heimgesuchten Wälder und die hohe Wilddichte  waren Grund genug wiederzukommen.
Nach knapp fünfstündiger Fahrt durch Hessen, Thüringen und Sachsen und 650 zurückgelegten Kilometern kamen wir geschafft aber glücklich in dem kleinen Örtchen Zaischa an.


Wir, dass waren 12 Jäger aus dem Hegering Rheinbach, darunter einige Jungjäger, die ihren ersten Rehbock in Brandenburg strecken wollten.
Ich gehörte auch zu diesen Jungjägern. Ich hatte 2005 in der Kreisjägerschaft Bonn/Rhein-Sieg meinen Jagdschein gemacht.Mein erstes Stück Wild war ein Fuchs, im Herbst kamen einige Tauben und Enten hinzu und mein bis dahin größtes Jagderlebnis war die Erlegung eines Rehkitzes.
Nun wollte ich meinen ersten Bock schießen. Die Hegemonate März und April waren vorbei, die Natur zeigte zaghaft ihr erstes Grün und der Tag auf den alle Jäger in Deutschland warten rückte näher.
Doch noch war es der 30.April, wir Jäger saßen bei der Wirtin Astrid in der Wirtschaft „im Elstertal“ und erholten uns mit einem Bier oder Kaffee von der langen Fahrt. Wir warteten auf den Förster und dieser ließ auch nicht allzu lange auf sich warten. Herr Schütze ist ein netter, sympathischer junger Mann, der seine Aufgabe im Wald mit voller Begeisterung und Hingabe ausübt. Er freute sich sehr uns wiederzusehen, denn nun begann ja auch für ihn die neue Jagdsaison, auf die Herr Schütze wohl genauso sehr fieberte wie wir.


Es gab eine kurze Unterweisung wie wir die nächsten Tage vorgehen wollten, welche Autos für den Wald genutzt werden sollten und um wie viel Uhr unsere Jagdtouren starten sollten. Wir ließen den Abend in einer gemütlichen Runde ausklingen, Herr Schütze aß noch mit uns, man plauderte über Jagd, Politik oder Privates.
Sehr spät wurde es allerdings nicht, jeder wollte am nächsten Morgen fit sein.
Viel geschlafen hatte ich jedoch nicht, zu groß war die Aufregung die mich im Bett von links nach rechts wälzen ließ. Ich teilte mir ein Zimmer mit Mario, er ist in meinem Alter und ich kannte ihn aus der Rheinbacher Schieß-Juniorenmannschaft. Ihm erging es ähnlich wie mir und wir waren beide froh als uns der Wecke um halb vier endlich erlöste.


Am Sammelpunkt blickte man dann in verschlafene, aber hochmotivierte Gesichter, man verteilte sich auf die Autos und los ging die Fahrt ins Revier.
3000ha ist der Bundesforst groß, 2000ha davon gehören zum Tätigkeitsbereich von Herrn Schütze. Ich hatte irgendwann aufgehört mir den Weg zu merken, im Dunkeln hatte man gar keine Chance und selbst im Hellen wurde man aus den vielen Kreuzungen und Weggabelungen nicht schlau.
Nach und nach wurden wir aus den Autos entlassen und Herr Schütze teilte uns die Sitze zu.
Es war noch stockduster als ich mich auf meinem Sitz einrichtete. Ich saß an einer breiten Brandschutzschneise, doch noch konnte man nicht viel erkennen.

Es schummerte leicht als urplötzlich ein Reh über die Forststraße wechselte, schnell wanderte das Glas an die Augen, doch genau so schnell wie das Stück Rehwild gekommen war, war es auch schon wieder im gegenüberliegenden Bestand verschwunden. Die Entfernung betrug zwar nur knappe 50 Meter, doch das wenige Licht ließ es mich nicht erkennen ob es sich um eine Ricke oder einen Bock handelte.


Es wurde heller und ein wunderschöner erster Maimorgen brach in den Bundesforst hinein. Ich hatte noch ein geringes Rudel Rotwild und eine einzelne Ricke vor, ein Bock hatte sich leider nicht blicken lassen. Aber vielleicht bei meinem Nachbarschützen, denn ich hatte in gar nicht allzu weiter Entfernung einen Schuss vernommen. Und richtig, Udo hatte an einem Wildacker einen jungen Gabler geschossen. Ein weiterer Jagdgast aus unserer Runde hatte Waidmannsheil auf einen Jährling und so konnten wir am ersten Morgen zwei Böcke ins Kühlhaus hängen, ein passender Beginn.
Den Abendansitz verbrachte ich mitten im Bestand. Böcke ließen sich auch dieses Mal nicht blicken, dafür hatte ich lange Zeit ein kleines Rudel Rotwild vor. Zwei Alttiere und drei Schmaltiere wechselten im Bestand bis auf 50m auf meine Kanzel zu, es war ein toller Anblick, konnte ich Rotwild noch nie so gut beobachten wie an diesem Abend.


Auch beim Abendansitz schaffte es die Jagdgruppe zwei Böcke zur Strecke zu legen. Mein Jagdherr schoss einen Gabler und Udo krönte seinen perfekten Start in die Bockjagdsaison mit der Erlegung eines starken Sechsers. Ein Bock wie aus dem Bilderbuch. Starke Stangen, dicke Rosen und gute Perlung. Dieser Bock sollte auch bis zum Ende unserer Jagdreise der stärkste Bock der Woche bleiben.
Der erste Jagdtag war vorüber und konnte ich auch nicht meinen ersten Rehbock strecken, so genoss ich doch wunderschöne Momente und machte interessante Beobachtungen.


Der zweite Jagdtag begann wie der Erste. In aller Herrgotts Frühe riss uns auch dieses Mal der Wecker  aus unseren Träumen, doch spätestens als man im Geländewagen über die hügeligen Forststraßen fuhr war auch die letzte Müdigkeit verschwunden.
Vor zwei Jahren hatte ich genau an diesem Tag die Jägerprüfung bestanden, eigentlich der perfekte Tag um meinen ersten Bock im Leben zu schießen.
Der Morgenansitz am Wildacker brachte aber außer zwei Hasen nichts ein. Es war ein sehr kalter Morgen, das Wild schien  nicht auf den Läufen zu sein, nur ein Jäger aus unserer Gruppe konnte einen Jährlingsspießer strecken. Doch im Laufe des Tages kam die Sonne raus, es wurde angenehm warm und der Abendansitz stand unter besten Vorzeichen.


Mein Jagdherr meinte ich solle doch an die große Wiese gehen wo er am Vorabend den Bock gestreckt hatte, er hatte dort noch einen anderen Bock ausgemacht.
Mir erschien der Plan gut und so saß  ich an diesem lauen Maiabend an einer großen Wiese. Schon beim Angehen strichen drei Seeadler ab, sie hatten sich wahrscheinlich über den Aufbruch hergemacht. Ein imposanter Anblick. Von dem Sitz aus konnte man eine große Wiese einsehen, links und rechts um meinen Sitz herum standen einige Büsche, in der Mitte der Wiese war ein Graben.
Der gegenüberliegende Waldrand war gute 130 Meter entfernt, dort wo der Wald einen Knick macht stand ein Leckstein. Ein schöner Sitz, ich richtete mich ein und lies mir die warme Abendsonne ins Gesicht scheinen. Doch lange musste ich nicht auf meinen ersten Wildkontakt warten.

Im besten Licht trat am gegenüberliegenden Waldrand ein starker Fuchs aus, blieb aber im Wald und wurde von später noch einmal auf 300m linker Hand an der Feldgrenze gesehen. 
Es wurde schon leicht schummrig, da trat gute 100m entfernt an der rechts liegenden Waldkante ein Stück Rehwild aus. Der Puls wurde schneller, die Hände zitterten leicht als das Glas zu den Augen wanderte, doch so schnell die Aufregung kam so schnell ging sie auch wieder. Es war eine Ricke, die dort äste und langsam Richtung Leckstein zog.


Das Licht wurde schlechter und schlechter und ich rechnete ehrlich gesagt nicht mehr damit meinen ersten Bock an diesem passenden Datum zu erlegen. Die Sicht zum gegenüberliegenden Waldrand wurde schon sehr schlecht, da vernahm ich schon ein leichtes Tippeln. Ich dachte an einen Hasen der gar nicht weit von der Kanzel entfernt  über das trockene Laub vorbei  hoppelte. Ich schenkte dem Geräusch nicht weiter Beachtung und guckte eher beiläufig aus dem linken Kanzelfenster.
Mir stockte der Atem, da stand, hinter dem Haselnussstrauch, ein Reh auf der Wiese.
Mehr konnte ich nicht sehen, da  sprang das Reh auch schon laut schreckend ab.


„Schöne Scheiße“, dachte ich mir. Laut ertönte das regelmäßige Schrecken hinter den Büschen und Sträuchern, ich ärgerte mich schon über die vertane Chance, als ich meinte das Schrecken näher kommen zu hören. Und wirklich, da erschien auf einmal das Reh wieder auf der Bildfläche. Ich hatte das Glas noch nicht an den Augen da trat ein weiteres Reh auf die Wiese aus. Es war schon so duster, dass ich trotz der geringen Entfernung von geschätzten 30m nicht erkennen konnte was Bock oder Ricke war, oder waren es vielleicht sogar zwei weibliche Stücke? Ich wusste nicht so recht weiter, ich ging vorsichtshalber mit der Waffe in Anschlag, erstens  um gegebenenfalls schnell handeln zu können und zweitens und die Reher durchs Glas genauer ansprechen zu können.

 Das erste Reh schreckte nun weiter, ein dunkles Schrecken, und es bewegte sich immer weiter auf mich zu, als wenn es die Holzkiste aus der der eigenartige Geruch auf die Wiese drang nicht recht einordnen konnte. Mutig zog das Reh Schritt um Schritt auf mich zu, das andere Reh blieb schüchtern dahinter. Für mich war die Sache klar, ein junger, temperamentvoller Bock wollte seiner weiblichen Begleitung, wahrscheinlich ein Schmalreh, mit seinem Mut imponieren. Aber nur aus Verdacht wollte ich nicht schießen. Ich blickte scharf durch das Glas und erkannte nun zwei eng stehende, helle Stangen. Ein Bock!
Ich drückte den Spannschieber nach vorne, der Puls jagte im Hals, doch der Bock drehte sich wieder und zog etwas zurück, immer noch schreckend. „Stell dich breit“, dachte ich mir und dann, gute 25m entfernt tat er mir dann den Gefallen und drehte sich leicht nach links, der Zielstachel fand das Blatt und der Finger krümmte sich.


 Das Mündungsfeuer blendete, doch ich konnte erkennen, wie der Bock sich drehte, mit den Hinterläufen ausschlug und dann im höchsten Tempo übern den Graben zum gegenüberliegenden Waldrand flüchtete. Das Schmalreh war dorthin geflüchtet woher es gekommen war. Meine Hände zitterten. Der Bock war weg. Ich brach die Bockbüchsflinte und fingerte die leere Patronenhülse raus. Völlig aufgedreht und vom Jagdfieber geschüttelt packte ich meine Sachen und verließ die Kanzel. Meine Aufregung war so groß, dass ich beinahe von der Leiter gestürzt wäre.
Ich ging zu der Stelle wo ich den Anschuss vermutete und tatsächlich, ich fand Schweiß und Panseninhalt. Der Verdacht, dass ich den Bock weich getroffen hatte, hatte sich bestätigt.


Schnell erinnerte ich mich an das, was mir im Jungjägerkursus über das Verhalten am Anschuss gelehrt wurde. Ich wollte für die Nachsuche nichts vertreten, deswegen nahm ich ein Signalband aus meinem Rucksack, markierte die Stelle des Anschusses und ging zur Forststraße zurück.
Als der Förster mit einigen anderen Jägern eintraf untersuchten wir gemeinsam den Anschuss.
„Den kriegen wir, ansonsten holen wir den Hund noch zur Hilfe“, so die aufmunternden Worte des Försters. Wir verfolgten die Schweißspur, bis zum Graben konnte man diese mit dem bloßen Auge gut erkennen, dann war plötzlich gar kein Schweiß mehr zu finden. Ich wies die anderen Jäger ein wo der Bock ungefähr in den Wald geflüchtet war. „Etwas weiter links“, rief ich den Jägern zu, die mir bei der Suche nach meinem Bock halfen. Ich ging selber in den Wald und ich war keinen Meter gegangen da rief der Förster mir zu, „Da liegt der Bock, Waidmannsheil!“


Mir fiel ein Stein vom Herzen, da lag er, mein erster Rehbock, ein zweijähriger, lauscherhoher Gabler!
Der Schuss saß, wie vermutet, etwas weit hinten, hatte Pansen und Leber schräg von hinten zerstört und war kurz vor der Kammer wieder ausgetreten. Die Kugel hatte sogar noch den rechten Vorderlauf erwischt, ein Wunder, dass er noch so weit geflüchtet war. Es war wohl eine Mischung aus zittrigen Händen, schlechtem Licht und die etwas schräge Stellung des Bockes bei der Schussabgabe die zu dem suboptimalen Schuss führten. Doch war ich froh, dass der Bock nun lag und uns eine lange Nachsuche erspart blieb.


Ich versorgte den Bock notdürftig und trug ihn zum Auto. Ein weiterer Mitjäger konnte an diesem Abend auch seinen ersten Rehbock strecken und so saßen wir an diesem Abend etwas länger als sonst in der Dorfkneipe und erzählten wieder und wieder die Geschichten der Erlegung unserer Böcke.
Den dritten Jagdtag konnte ich nun ganz entspannt angehen. Ich war mit mir und meinem Rehbock höchst zufrieden und so genoss ich einen wunderschönen sonnigen Maimorgen. Dass sich nur ein Hase an diesem Morgen zu mir gesellte machte mir überhaupt nichts.
Nicht weit von meinem Sitz entfernt fiel an diesem Morgen ein Schuss, ich wusste, dass Mario in meiner Nähe saß und tatsächlich, auch er konnte an diesem Morgen seinen ersten Rehbock in seinem Leben strecken.

Die Jagdreise nach Brandenburg  hatte meine Erwartungen  mehr als erfüllt. Fantastisches Wetter, nette Leute und ein super Revier mit einem sehr guten Wildbestand sprachen für sich.
Am Ende unserer Reise konnten wir 12 Stück Wild zur Strecke legen. Elf Böcke und eine Sau, ein Überläuferkeiler. Jeder Jäger war zu Schuss gekommen und hatte auch Waidmannsheil, Jägerherz was willst du mehr und so fuhren wir am 5.Mai glücklich aber auch etwas geschafft zurück nach Rheinbach.


Quelle: Christian Michalski / Hegering Rheinbach

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Sonntag, 07 Oktober 2012 07:53

Jagd in Schweden - Teil 9

SCHWEDEN/DEUTSCHLAND. In dieser Nacht verführt mich Sestrid und ich bin trotz aller guten Vorsätze -meiner Frau die Treue zu halten -  nicht in der Lage, mich gegen dieses blonde Gift zu wehren. Erschöpft schlafen wir nach vielen Stunden auf dem Bärenfell ein. Wir merken nicht einmal, das der Kamin erlischt denn unsere nackten Körper wärmen sich gegenseitig.

Fast gleichzeitig wachen wir - das Bärenfell bis an den Hals gezogen - auf. Mir ist die Situation sichtlich peinlich, Sestrid allerdings überhaupt nicht. Als wäre bis vor wenigen Stunden nichts passiert, wirft sie den Kamin mit Birkenholz an, entfacht das Feuer im Herd und nachdem ich in meine Hose gestiegen bin, frühstücken wir ausgiebig. Zu allem Überfluss erhalte ich einen Guten Morgen Gruß aus einer Entfernung von fast 2600 Kilometern von meiner Frau.  Seestrid fragt, wem ich schreibe und als ich ihr die Mail vorlese sagt sie, dass Frauen so etwas merken. Wenn ich Zuhause ankomme, soll ich meiner Frau alles beichten meint Sestrid. Dann wird alles halb so schlimm!!!  Nun verschlägt es mir die Sprache. Ich werfe ihr vor, dass sie die Initiative ergriffen habe, vorauf Sie ganz kühl antwortet, dass ich 51 und sie erst 23 wäre. Sie grinst und gern würde ich ihr jetzt den süssen Hals umdrehen.

Wir packen unsere Sachen, treten den Rückweg zum Vehikel an, fahren den Weg ins Bergdorf zurück und verladen die Ausrüstung und  mein Gewehr in meinen Geländewagen. Aus ihren Wagen erklingt Dr. Schiwagos "Schicksalsmelodie" und mir wird schwermütig ums Herz. Die tollen Tage mit Per-Anders und Tobjoerne, die Jagd mit den Elchhunden die verzaubernden Landschaften, die Seen und Wälder, Elch -und Bärenjagd, die Nacht mit Sestrid und nun der Abschied. Sestrid hantiert noch in ihrem Wagen und abrupt dreht sie sich um. Wir müssen Abschied nehmen sagt sie. Sie küsst mich auf die rechte Wange und steigt in ihr Auto. Ohne den Blick noch einmal auf mich zu richten fährt sie davon. Ich werde sie nicht wiedersehen denke ich mir...

Vom Norden in den Süden fahre ich auf der Autobahn entlang der Küste um in der Mitte die Bundesstraße 26 zu erreichen. Håkan Bengtsson erwartet mich im Jagdhaus in Kinnared. Ich bedanke mich bei ihm für die grandiosen Jagdtage  und berichte ihm bei einem gemütlichen Abendessen ausführlich von  den Ereignissen. Am Ende des Gespräches stellt Håkan süffisant die Frage nach Sestrid und ob es mir mit ihr gefallen habe...??!! Oh dieses gemeine Miststück, dieses Luder°°° denke ich mir, sie hat alles erzählt. Håkan sichert mir allerdings größte Loyalität und Verschwiegenheit zu. Die Trophäen und das Bärenfell werden im November nach Deutschland gebracht, dort sind die Bengtssons bei der Familie von Dalwigk zur Jagd eingeladen.

Fazit: Wer in Schweden unbeschwerte Jagd -und Naturtage genießen möchte hat mit Sicherheit bei Håkan und Per Anders Bengtsson die größtmöglichen Chancen auf Elch, Bär, Sau und Muffel zu waidwerken. Dieses Jagderlebnis ist mit all denen der Vergangenheit - Russland, Ukraine, Ungarn, Rumänien, Kanada...- nicht zu vergleichen. Die Preise bei den Bengtssons müssen selbst verhandelt werden. Mit Sicherhei sind diese nicht günstig, bleiben aber für den Rest des Lebens in positiver Erinnerung. Ich selbst habe für die Reise nur das Benzingeld und die Fahrt mit der Fähre und die Maut der Öresundbrücke übernehmen müssen. Der Rest war kostenlos.

Wer Interesse an einer Jagd in den Revieren der Bengtssons hat, dem lasse ich gern die Kontaktdaten zukommen. Anfragen bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden mit dem Vermerk: Schwedenjagd. 

Damit endet die Berichterstattung der Schwedenjagd. Ihnen allen viel Waidmannsheil und fette Beute !  

 

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Donnerstag, 04 Oktober 2012 14:58

Die Maiskolbendiebe vom Sauerland

DIEMELSEE. Der Hilferuf meines Freundes aus dem Sauerland erreicht mich in den Morgenstunden des 30. September. Angeblich klauen Diebe die Maiskolben eines Landwirtes aus seinem Jagdrevier. Ich mache mich auf den Weg und treffe mich mit dem Beständer an besagtem Maisfeld. Auf einer Länge von 200 Metern zum Wald liegen abgerissne Maiskolben und Maisstängel, einige schon etwas älter, andere ganz frisch von der letzten Nacht. Für mich ist der Fall klar, Sauen haben sich ihren "Proviant" auf dem Weg vom Maisfeld in den Kessel mitgenommen und das seit einigen Tagen. Es hat sich eine regelrechte Maiskolbenbahn entwickelt.

Der Pächter ist skeptisch und meint, dass Sauen so etwas nicht machen, ich bin aber anderer Meinung, und so verabreden wir uns für den frühen Morgen am Waldrand, um die Sauen auf ihrem Weg in den Einstand abzupassen. Um 5 Uhr treffen wir uns und positionieren uns an den beiden Hauptwechseln. Um 6.30 Uhr zieht eine Bache mit 13 Frischlingen aus dem Maisfeld - mit Maiskolben im Gebräch - auf meinen Stand zu. Ich lasse die schwere Bache die ersten Fichten passieren und strecke zwei Frischlinge von 25 Kilo mit der 8 x 86 S. Der letzte Frischling der Rotte bleibt verdutzt stehen und der Pächter schickt ihm die 8 x 57 IS aus seinem Drilling entgegen. An diesem Morgen haben wir drei Frischlinge zu versorgen, danach geht's zur Brotzeit und einem starken Kaffee zur Gattin des Jagdfreundes.

Die Jagd lehrt uns: Nichts ist unmöglich

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Montag, 01 Oktober 2012 07:23

Mondansitz - Vier auf einen Streich

 

DIEMELSEE/ESCHENSEITE. Es ist immer wieder ein ergreifender Augenblick im Leben eines Jägers, insbesondere des passionierten Schwarzwildjägers wenn er - einmal im Monat - die Büchse schultert und im Mondlicht den Sauen nachstellen kann.

Am 30. September bespreche ich mich mit Karl Brocke, welche Ansitzeinrichtungen  für die Sauenjagd bei Vollmond besonders interessant sind. Karl entscheidet sich für den neuen Drückjagdbock in den Buchenrauschen, ich werde am Holzplatz die neue Leiter besetzen. Wärend Karl bereits um 18:00 Uhr sitzt, besteige ich meine Leiter um 19:15 Uhr. Um 19.30 erblicke ich bereits einen starken Waschbären, den ich mit der M03 auf 40 Meter strecke. Das fängt gut an denke ich mir und erlege 2 weitere Bären bei gutem Mondlicht. Meine Wachtelhündin Emma apportiert die drei Bären und mir ist klar, das ich auf Sauen nicht mehr passen muss. Ich will gerade meine letzte Patrone aus der Waffe nehmen, da höre ich, dass aus Richtung Bontkirchen Sauen anwechseln. 2 Bachen mit 15 Frischlingen suchen in den Mastbäumen nach runtergefallenen Eicheln. Ich nehme den schwächsten in´s Visier und strecke den 25 Kilo Frischling mit der 9,3 x 62. Das Keilerchen wird an Ort und Stelle aufgebrochen, die Hunde erhalten das ( zerschossene ) Herz und die Leber. Karl Brocke hilft mir den Frischling an seinem Hause aufzuhängen und schon bin ich auf dem Weg nach Heringhausen um am  lodernden Kamin die Geschichte mit meiner Frau zu besprechen.

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Samstag, 22 September 2012 09:42

Jagd in Schweden - Teil 6

ORE/ÖSTERSUND/HAMMARSTRAND. Am nächsten Tag verlegen  wir von Ore aus Richtung Östersund, tanken die PKw´s noch einmal voll und fahren die letzten 120 Km nach Hammarstrand, einem Wintersportgebiet mit reichlich Elchen und Bären. In der " Jägarvillar " treffen wir auf  Helmut Anspach mit seiner Tochter und zwei weiteren Jagdbegleitern. Alle vom Wunsch beseelt, einen Elch zu strecken. Ich verheimliche meinen Elchabschuss vom gestrigen Tag um unnötige Spannungen zu vermeiden. Allerdings stellen sich die Vier aus dem Ort Ochtendung im Kreis MYK ( nun weiss ich auch was das Kennzeichen bedeutet )  als taffe Leute heraus, wir freunden uns in den kommenden Tagen recht gut an. Die deutschen haben die Jagdreise auf der " Jagd  und Hund " bei einem Jagdreisevermittler gebucht . Die Lagebesprechung findet direkt um 18:00 Uhr in der Kantine statt, uns wird mitgeteilt, was wir schießen dürfen. Frei sind nichtführende Bären, Elchbulle, Kuh und Kalb . Das Kalb muss unbedingt vor der Kuh erlegt werden, also, so wie in Deutschland bei Reh und Rotwild  auch. Am nächsten Morgen ist um 4:30 wecken, ich schlafe mit Tobjörene und " Diesel " in einem Zimmer und wir schälen uns  aus den Decken um pünktlich das Früstück in der Kantine einzunehmen. Um 06:00 Uhr ist Treffen und Abfahrt in das rund 7000 Ha große private Forstrevier. Dort werden wir angestellt, Luftlinie sind die Stände oder Plätze ca. 500- 800 Meter auseinander. Helmut Anspach kommt eine Elchkuh, die er nicht beschiesst, weil er nicht sicher ist ob das Kalb noch folgt. Ein finnischer Hundeführer nimmt ihm die Arbeit ab und erlegt das kalblose Muttertier. Um 12:00 ist Halbzeit, wir finden uns in einem Jagdcamp zusammen, ich zähle mit Hundeführern 17 Personen. Hmmm... denke ich mir, für 7000 ha, das ist nicht viel, auch die vier  Hunde scheinen mir für die Größe des Reviers nicht genug. Aber, so denke ich mir, die Schweden werden wissen, was sie tun...

In den folgenden Tagen ist einfach der Wurm drin, keine Elche, zu heißes Wetter für Hund und Hundeführer, die sich anstrengen aber so gut wie nichts auf die Läufe bekommen. Die Fährten der Elche sind deutlich zu erkennen, allerdings wissen wir nicht, wo sie stehen. Auch Bären werden gefährtet, sogar Birkwild ist zu beobachten. Der Erfolg  stellt sich aber nicht ein und so kommt der Befehl von den Brüdern Bengtsson, mich in ein benachbartes Revier zu schieben um einen starken Bären zu strecken. Auf dem Rückweg von Hammarstrand rufe ich Helmut noch einmal an um nach dem Jagdverlauf des heutigen Tages zu fragen, die Antwort setzt der erfolglosen Elchjagd noch eins drauf: " Bei der Fahrt in das Revier ist ein Elchbulle angefahren worden, der letzte seiner Art,  wir suchen nach " Oh Gott denke ich, schlimmer kann`s eigentlich nicht kommen. Ich wünsche den vieren aber Waidmannsheil und hoffe, dass zumindest einer meiner Landsmänner zum Schuss kommt. Wie sich später herausstellt, ist das nicht der Fall.

Am Abend halten wir in einem kleinen Bergdorf, dessen Name ich nicht kenne, hier verabschiedet sich Tobjoerne und  " Diesel "  von mir. Die beiden müssen zu PerAnders um an eineranderen Elchjagd teil zu nehmen. Ich bedanke mich bei den beiden und lasse mir von Tobjoerne noch die Telefonnummer geben, wir bleiben in Kontakt, so verschpricht er mir. Ich werde einem neuen Jagdführer anvertraut. Allerdings ist der neue Jagdführer eine Frau...

Aber davon berichte ich im 7 Teil der Jagdreise nach Schweden.

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Mittwoch, 19 September 2012 18:59

Jagd in Schweden - Teil 4

KINNARED/ORE. Den Rest des Tages verbringe ich mit der Vorbereitung zur Fahrt in das ca. 1200 Kilometer entfernte Hammarstrand in der Provinz Jämtland direkt am Fluss Nissan. Zwischenstopp ist in Ore, 120 Kilometer von Hammarstrand entfernt. Hier liegt die neue Jagdhütte der Bengtssons. Ich fahre von Kinnared aus nach Drängsered um Euros gegen Kronen zu tauschen (Kurs 1:8), erwerbe in einem Outletstore günstig ein paar Muckboots und tanke den Jimny voll. Morgen in der Früh um vier holt mich Tobjörne, der Jagdführer, ab um die lange Reise zu beginnen. Es ist 3 Uhr, als der Wecker klingelt und ich verschlafen aus den Federn krieche. Schnell wird der Wasserkocher angeschmissen und ich erfreue mich des köstlichen Kaffees. Waffe, Rucksack usw. habe ich gestern schon gepackt. Tobjörne klingelt an der Tür und im Nu sind wir auf der Route Nr. 26 Richtung Norden unterwegs. Diese Route, mitten durch Schweden ist einmalig und mit nichts zu vergleichen. Einzigartig schön die Natur. Tobjörne hat seinen Elchhund "Diesel" dabei. Ich muss noch dreimal tanken. Ein Problem, mit dem, ich nicht gerechnet habe, sind die Tankstellen, die zu 80 % nur mit Karte bedient werden können. Aber auch hier hat Tobjörne wie immer einen Ausweg parat. Ich gebe ihm das Geld, er lässt mich auf seine Karte tanken. Die Fahrt endet nach 12 Stunden direkt an einem großen See. Die Jagdhütte ist wirklich ganz neu, die Inneneinrichtung mit moderner Küche ausgestattet, dazu fließendes Wasser und endlich die langersehnte Dusche. Morgen soll ich in diesem Gebiet noch einen Elch strecken, bevor wir ins 120 Kilometer entfernte Hammarstrand aufbrechen.

Davon berichte ich morgen ausführlich im 5 Teil der Jagdreise nach Schweden.

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Montag, 23 Juli 2012 18:25

Diemelsee in Flammen

DIEMELSEE. Endlich ist die Regenzeit vorbei, ich stelle mir um 03:15 den Wecker und habe mir die Eschenseite am Rand des Naturschutzgebietes ausgesucht um dem Schwarzwild nach zu stellen. Einen Schluck vom kräftigen Kaffe und schon bin ich mit meiner Hündin im Jimmny verschwunden . Ich habe mich heute für die Mauser M03 im Kaliber 9,3 x 62 entschieden. Die Saufährten aus dem NSG in mein Jagdrevier sind  mir noch deutlich erkennbar in Erinnerung. Eine starke einzelne Sau zieht seit langer Zeit ihre Fährten abseits der üblichen Wechsel, es könnte sich um einen starken Keiler handeln. Ich entschließe, mich am Rand des NSG zu positionieren, Komorane, Enten, Nil und Kanadagänse zelebrieren ihre morgentlichen Rituale. Von Osten her kommen die ersten Sonnestrahlen über den Eisenberg. Faszinierend schaue ich dem Naturschauspiel zu. Der Diemelsee steht in Flammen so könnte man meinen...Ich lasse die Jagd ruhen und gebe mich den Impressionen hin. Hahn in Ruh !!

 

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Sonntag, 13 Mai 2012 16:42

Waidmannsheil am 13.05.2012

DIEMELSEE. Am heutigen Muttertag stehe ich um 03:50 Uhr auf um im Revier " Eschenseite " auf Sauen zu jagen. Um 05.00 Uhr strecke ich einen 3 - 4 Jährigen kapitalen sechser  Bock  mit einem sauberen Schuss mit einer Mauser M 03 im Kaliber 300 WSM . Dieses Bild entstand um 05:30 Uhr auf der Brücke von Stormbruch nach Heringhausen.

Einfach herrlich unsere Landschaft...

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Freitag, 11 Mai 2012 09:41

Der erste Bock in diesem Jahr

DIEMELSEE - STORMBRUCH. Nun hat mich das Bockfieber doch erwischt. Seit dem 1 Mai hat der Rehbock  Jagdzeit und nun habe ich ein wenig Zeit mich meinem Hobby zu widmen.

Meine beiden Hunde verstaue ich im Jimny, die Fahrt verläuft über die Seebrücke und  das Jagdrevier ist in wenigen Minuten erreicht . Ich habe mich für die versteckte Kanzel entschieden, dort hatte ich im letzten Jahr auch meinen ersten Bock gestreckt. Die Mauser 66 geschultert, die beiden Hunde an der Seite und den Feldstecher um den Träger besteige ich die Kanzel.

Nach nur wenigen Minuten erreicht mich ein Knacken aus Richtung Westen. Die beiden bekannten Sauen sind auf der Suche nach Futter unter den alten Eichen.  Ein seltsames Gespann, die eine schwarz und groß, die andere braun und klein. Nach einigen Miuten bekommt die schwarze Sau Wind von mir und schon ist die Bildfläche leer.

Nun heisst es warten, um 20:00 Uhr erscheint ein Schmalreh, ich lasse es durchziehen und 10 Minuten später  erscheint ein Jährlingsbock . Der  Bock steht etwas spitz zu mir, ich muss nun schießen um den Winkel nicht weiter zu schließen. Die Kugel erreicht den Bock im Kaliber 8 x 68 S auf nur 30 Meter und lässt den Bock noch im stehen sterben.

Meine beiden Hunde sind gespannt auf das Ergebnis und finden den Bock natürlich sofort im Eichen -und Buchenlaub. Das Aufbrechen ist reine Formsache, Herz und Leber werden gleichsam durch drei geteilt. Es ist immer wieder ein Genuss die frische Leber im Mund zergehen zu lassen.

Ich erreiche meinen Jagdfreund  Karl Brocke und präsentiere ihm den Bock. Ein Waidmannsheil von Ulla und Karl und zur Belohnung gibt es ein Radler..

Bild© und Text: Klaus Rohde

Publiziert in Archiv - Sammlung
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