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Donnerstag, 09 Februar 2017 15:20

Vorsicht, Trojaner! Genauer Blick vor Doppelklick

WALDECK-FRANKENBERG. Mit angeblich offenen Forderungen werden derzeit Nutzer des Online-Auktionshauses eBay konfrontiert - doch den als Verfasser genannten Rechtsanwalt gibt es gar nicht, vielmehr sind hier Betrüger am Werk. Ihr Ziel ist es, einen Trojaner auf dem Rechner des Mailemfängers zu platzieren.

Als Absender der Mail erscheint beim Empfänger die Zeile "Rechtsanwalt DirectPay GmbH". Um Seriosität vorzugaukeln, wird in Klammern die Mailadresse "service(at)ebay.com" angezeigt. Im Anschreiben erfährt der Empfänger, dass er eine Zahlungserinnerung habe verstreichen lassen. Man habe nun letztmalig die Gelegenheit, die geforderte Summe zu begleichen. Zusätzlich zum offenen Betrag seien jedoch Gebühren von 46,63 Euro fällig. Eine genaue Aufstellung der Kosten sowie der weiteren Angaben seien im Anhang zu finden.

Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Denn wer die angehängte Datei doppelklickt, öffnet nicht die Rechnungsaufstellung, sondern installiert einen Trojaner auf dem Computer. Damit sind die Absender der gefälschten Mails zum Beispiel in der Lage, Passwörter und andere sensible Daten auszulesen, den PC fernzusteuern oder gar zu sperren - um eventuell Lösegeld für die Wiederfreigabe zu erpressen. Ob diese nach Zahlung auch tatsächlich erfolgt, ist eher fraglich.

Welche Anzeichen können auf eine betrügerische Absicht hindeuten?

  • Man erhält eine Rechnung oder Mahnung, obwohl man gar nichts bestellt oder ersteigert hat
  • Ein Anschreiben enthält Fehler in Rechtschreibung und Zeichensetzung
  • Adressangaben des Absenders sind unvollständig oder fehlen ganz
  • Im angeblichen Mahnschreiben wird zeitlicher Druck aufgebaut, um den Empfänger zum Handeln zu drängen
  • Die Absender warnen vor drastischen Konsequenzen und Kosten
  • Vorsicht bei Mailanhängen, insbesondere mit der Endung .zip

Generell ist man gut beraten, vor dem Öffnen von Mailanhängen genau hinzusehen. Wer sich versehentlich auf die oben beschriebene Weise einen Trojaner "eingefangen" hat, sollte umgehend seinen Rechner physisch vom Internet trennen. Sollte der Trojaner jedoch den Rechner gesperrt haben, nützt dieses Vorgehen nichts mehr.

Tipp: Neben einem Virenscanner auf dem PC als Basisschutz sollte für eine gute Datensicherung gesorgt sein. Das gilt sowohl für Firmensysteme als auch für Privathaushalte. Wichtige Dateien gehen so im Falle eines Falles nicht verloren. (pfa)


Weitere Artikel zu den Themen Internet- und Cyberkriminalität, Phishing und Trojaner erhält man hier:
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Publiziert in Polizei

KASSEL. Die neuen Medien machen es möglich: Junge Menschen sind bei Betrügereien nicht so leicht hereinzulegen. Diese Erfahrung musste am Dienstag auch eine etwa 45 Jahre alte Frau machen. Sie hatte sich als Mitarbeiterin eines Inkasso-Unternehmens ausgegeben und wollte an der Haustür einer 27-Jährigen in der Kellermannstraße in Kassel 200 Euro für eine angeblich nicht bezahlte Rechung der Telekom kassieren. Diese Rechnung hatte die Inkasso-Frau aber offensichtlich ohne die 27-Jährige gemacht...

Die junge Frau ließ die angebliche Inkasso-Mitarbeiterin noch an der Haustür abblitzen: Mit einer App auf ihrem Smartphone konnte sie ganz schnell nachweisen, dass alle Rechnungen bezahlt waren. Daraufhin zog die angebliche Inkasso-Mitarbeiterin weiter.

Anfangs hatte die Tatverdächtige, die dunkel gekleidet war und einen schwarzen Hut trug, sogar noch einen Ausweis gezeigt: Darauf war das Wort "Inkasso" zu lesen, das Dokument war aber offenbar selbst angefertigt worden. Vor allem ließ die 27-Jährige die angebliche Inkassomitarbeiterin nicht in die Wohnung, sie zeigte der Unbekannten über eine App auf ihrem Smartphone einfach die bezahlten Rechnungen. Damit verschlug es der Unbekannten nicht nur die Sprache, sondern vermasselte ihr auch die Tour: Sie verließ das Wohnhaus in unbekannte Richtung.

Nachdem die anschließende Nachfrage der jungen Frau bei der Deutschen Telekom erwartungsgemäß bestätigt wurde, dass keine Inkassounternehmen beauftragt werden, erstattete die 27-Jährige Anzeige bei der Polizei. Sie beschrieb die Frau mit einem Alter von etwa 45 Jahren, etwa 1,75 Meter groß und dunklen Haaren.

Die Ermittlungen in diesem versuchten Betrugsfall führt das Kommissariat 23/24 der Kasseler Kripo. Die Ermittler bitten Zeugen, die Hinweise auf die Tatverdächtige geben können, sich unter der Telefonnummer 0561/9100 bei der Kasseler Polizei zu melden.

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Publiziert in KS Polizei

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