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Dienstag, 15 Januar 2019 16:40

Drei Täter nach Ladendiebstahl in Haft

KIRCHHAIN. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Marburg erließ ein Richter des Amtsgerichts Marburg am Sonntag gegen drei festgenommene Männer Haftbefehle wegen Fluchtgefahr.

Unter dem Verdacht stehend, gemeinschaftlich und gewerbsmäßig Ladendiebstähle begangen zu haben, wurden die wohnsitzlosen Georgier im Alter von 31, 32 und 36 Jahren von der Polizei am Samstagnachmittag nach vorangegangenen Diebstählen festgenommen. Bei diesen Diebstählen wurden Tabakwaren im Lidl-Markt in Kirchhain entwendet.

Offensichtlich arbeiteten die Männer zusammen. Während einer an der Kasse wenige Waren auf das Kassenband legte und dabei den Kassierer ablenkte, steckte der unmittelbar Folgende noch gedeckt durch den dritten Mann eine Zigarettenpackung nach der anderen ein. Dank der Aufmerksamkeit eines weiteren Mitarbeiters fiel der Diebstahl jedoch auf, sodass die Ware letztlich im Geschäft blieb.

Die Polizei nahm die zunächst flüchtigen Männer durch die Fahndungsmaßnahmen nach und nach fest. Nach dem Erlass der Haftbefehle befinden sich die Männer mittlerweile in Justizvollzugsanstalten. (ots/r)

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Publiziert in MR Polizei

MARBURG. Ein Raubüberfall vom 5. Juli wurde nun aufgeklärt und brachte ein sehr überraschendes Ergebnis ans Tageslicht.

Wir berichteten über den Raubüberfall vom 5. Juli: http://112-magazin.de/meldungen-aus-der-region/polizei/item/26393-unbekannter-attackiert-paketzusteller-mit-pfefferspray-klaut-bargeld

Ein Paketzusteller gab gegenüber der Polizei an, von einem Unbekannten grundlos angepöbelt, daraufhin mit Pfefferspray attackiert und ausgeraubt worden zu sein. Die umfangreichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Marburg und der Kriminalpolizei Marburg-Biedenkopf brachten nun die Wahrheit ans Tageslicht.

Der angezeigte Raub auf den Auslieferungsfahrer war eine abgekartete Sache und genau geplant. Die Beute wurde geteilt und zur Schuldentilgung verwendet. Sowohl der angebliche überfallene Fahrer als auch sein Komplize müssen sich demnächst wegen der Unterschlagung des Geldes und wegen des Vortäuschens einer Straftat verantworten.

Am Dienstag, den 21. August, wurden von der Staatsanwaltschaft Marburg beantragte und vom Amtsgericht Marburg erlassene Durchsuchungsbeschlüsse der Wohnungen vollstreckt und die 25 und 23 Jahre alten Männer aus Wiesbaden vorläufig festgenommen, gegen sie lagen jedoch keine ausreichenden Haftgründe vor. Die Polizei entließ die Männer nach den erkennungsdienstlichen Behandlungen und Vernehmungen.

Bei den Durchsuchungen stellte die Polizei diverse Beweismittel sicher, die das bisherige Ermittlungsergebnis bestätigten. (ots/r)

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Publiziert in MR Polizei
Donnerstag, 25 Oktober 2012 09:21

Vorwurf lautet: Drogenhandel

MARBURG. Vor dem Marburger Amtsgericht muss sich derzeit ein 20-Jähriger aus dem Frankenberger Land wegen Drogenhandels verantworten. Offensichtlich war er Bestandteil eines „Familienunternehmens der nicht wünschenswerten Art“, wie Amtsgerichtsdirektor Cai Adrian Boesken es ausdrückte.

Insgesamt 218 Fälle von Handel mit Kleinmengen wirft die Staatsanwaltschaft dem jungen Mann vor. Die meisten Taten davon gab er über seinen Verteidiger zu, einige der Vorwürfe träfen jedoch nicht zu, auch habe er ausschließlich mit Haschisch und Marihuana gehandelt, nicht wie vorgeworfen, in Einzelfällen mit Kokain oder Amphetaminen.

Nicht eingestehen wollte der Angeklagte den Vorwurf, seinem Vater bei einem Geschäft Beihilfe geleistet zu haben. Staatsanwalt Kurt Sippel zeigte sich verwundert, habe ein Zeuge bei der Polizei doch umfassende Auskünfte über persönliche Beobachtungen gegeben. Demnach hat der Sohn einen „Großhändler“, der dem Vater Drogen mitbrachte, an der Haustür nach Waffen durchsucht und die Drogen in Augenschein genommen. Obwohl Boesken ausdrücklich darauf hinwies, dass so detaillierte Schilderungen nicht ausgedacht sein könnten, blieb der 20-Jährige bei seiner Darstellung, an dem Vorfall nicht beteiligt gewesen zu sein.

Weil es laut Sippel „der einzige Fall mit größeren Mengen und die Schnittstelle zum Familienunternehmen“ sei, soll der Zeuge nun am 7. November gehört werden. Dann soll auch ein Urteil fallen.

Boesken hob hervor, dass egal wie die Aussage ausfalle, die Wertigkeit des ansonsten umfassenden Geständnisses erhalten bleibe. Der Direktor und Sippel äußerten die Vermutung, dass der Angeklagte seinen Vater nicht belasten wolle. Gleichwohl müssten die Zusammenhänge aufgeklärt werden.

Es sei etwas anderes, so Sippel, wenn der Angeklagte die Drogen von seinem Vater zum Weiterverkauf erhalten habe, als wenn er selbst die Strippen gezogen hätte. Er gehe davon aus, dass die Familie das kleine Einkommen mit Drogenhandel aufwerten wollte. Der Angeklagte und sein jüngerer Bruder hätten dabei eben mitgemacht.

Abschließend mahnte Boesken den Angeklagten, keinesfalls weiterzumachen, sollte bis zum nächsten Termin etwas vorfallen, dann sei eine Bewährung ausgeschlossen. Auch wies er darauf hin, dass Drohungen, die laut Sippel im Raum stehen, nicht sein dürften. Untersuchungshaft wegen Verdunklungsgefahr könne die Folge sein.

Publiziert in MR Polizei
Donnerstag, 25 Oktober 2012 09:17

Vorwurf lautet: Drogenhandel

MARBURG/FRANKENBERG. Vor dem Marburger Amtsgericht muss sich derzeit ein 20-Jähriger aus dem Frankenberger Land wegen Drogenhandels verantworten. Offensichtlich war er Bestandteil eines „Familienunternehmens der nicht wünschenswerten Art“, wie Amtsgerichtsdirektor Cai Adrian Boesken es ausdrückte.

Insgesamt 218 Fälle von Handel mit Kleinmengen wirft die Staatsanwaltschaft dem jungen Mann vor. Die meisten Taten davon gab er über seinen Verteidiger zu, einige der Vorwürfe träfen jedoch nicht zu, auch habe er ausschließlich mit Haschisch und Marihuana gehandelt, nicht wie vorgeworfen, in Einzelfällen mit Kokain oder Amphetaminen.

Nicht eingestehen wollte der Angeklagte den Vorwurf, seinem Vater bei einem Geschäft Beihilfe geleistet zu haben. Staatsanwalt Kurt Sippel zeigte sich verwundert, habe ein Zeuge bei der Polizei doch umfassende Auskünfte über persönliche Beobachtungen gegeben. Demnach hat der Sohn einen „Großhändler“, der dem Vater Drogen mitbrachte, an der Haustür nach Waffen durchsucht und die Drogen in Augenschein genommen. Obwohl Boesken ausdrücklich darauf hinwies, dass so detaillierte Schilderungen nicht ausgedacht sein könnten, blieb der 20-Jährige bei seiner Darstellung, an dem Vorfall nicht beteiligt gewesen zu sein.

Weil es laut Sippel „der einzige Fall mit größeren Mengen und die Schnittstelle zum Familienunternehmen“ sei, soll der Zeuge nun am 7. November gehört werden. Dann soll auch ein Urteil fallen.

Boesken hob hervor, dass egal wie die Aussage ausfalle, die Wertigkeit des ansonsten umfassenden Geständnisses erhalten bleibe. Der Direktor und Sippel äußerten die Vermutung, dass der Angeklagte seinen Vater nicht belasten wolle. Gleichwohl müssten die Zusammenhänge aufgeklärt werden.

Es sei etwas anderes, so Sippel, wenn der Angeklagte die Drogen von seinem Vater zum Weiterverkauf erhalten habe, als wenn er selbst die Strippen gezogen hätte. Er gehe davon aus, dass die Familie das kleine Einkommen mit Drogenhandel aufwerten wollte. Der Angeklagte und sein jüngerer Bruder hätten dabei eben mitgemacht.

Abschließend mahnte Boesken den Angeklagten, keinesfalls weiterzumachen, sollte bis zum nächsten Termin etwas vorfallen, dann sei eine Bewährung ausgeschlossen. Auch wies er darauf hin, dass Drohungen, die laut Sippel im Raum stehen, nicht sein dürften. Untersuchungshaft wegen Verdunklungsgefahr könne die Folge sein.

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