WALDECK-FRANKENBERG. Wenn Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam aufwachsen, Menschen ihr Zuhause nach eigenen Wünschen gestalten und andere ihre Stärken im Arbeitsleben einbringen, wird Teilhabe im Alltag sichtbar. Dafür setzt sich das Lebenshilfe-Werk Kreis Waldeck-Frankenberg mit seiner Arbeit Tag für Tag ein. Seine Mitarbeitenden begleiten Menschen und Familien in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen. Was sie verbindet, ist die Überzeugung, dass jeder Mensch mit seinen Fähigkeiten und Wünschen ernst genommen werden muss und Teil des gesellschaftlichen Miteinanders sein soll.
Diese Haltung hat eine Geschichte. Das Lebenshilfe-Werk entstand 1975 aus zwei Elternvereinen, die Kindern mit Behinderung neue Möglichkeiten eröffnen wollten. Heute reichen die Angebote von der frühen Förderung bis zum Wohnen und zur Teilhabe am Arbeitsleben. Besonders deutlich wird der Anspruch im Leitbild des Werks: Heim- und Werkstatträte waren an seiner Entwicklung beteiligt. Die Wünsche und Erfahrungen der Menschen aus Wohnbereichen und Werkstätten sollten sich darin wiederfinden.
In den Familienzentren und Frühförderstellen beginnt diese Arbeit früh. Kinder mit und ohne Behinderung spielen und lernen gemeinsam. Mitarbeitende begleiten sie dabei, eigene Fähigkeiten zu entdecken, Beziehungen aufzubauen und ihren Platz in der Gruppe zu finden. Zugleich beraten sie Familien und arbeiten mit den Eltern zusammen. Es geht darum, jedes Kind als eigene Persönlichkeit wahrzunehmen und ihm Entwicklung zu ermöglichen.
Im Bereich Wohnen und Freizeit steht die Frage im Mittelpunkt, wie Menschen leben möchten. Manche wohnen in der eigenen Wohnung, andere in einer Wohngemeinschaft. Mitarbeitende unterstützen dort, wo Hilfe gebraucht wird – etwa im Haushalt, bei Behördengängen oder bei der Gestaltung der Freizeit. Ein Zuhause bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. Die Begleitung soll deshalb zum Leben der jeweiligen Person passen und ihre Selbstbestimmung stärken.
Auch im Bereich Arbeit und Bildung geht es darum, Möglichkeiten zu eröffnen. Im StellWerk lernen Menschen mit Behinderung ihre beruflichen Stärken kennen. Weitere Tätigkeiten gibt es etwa in Werkstätten, in der Gastronomie oder auf dem Hofgut Rocklinghausen. Mitarbeitende fördern Fähigkeiten, begleiten Lernschritte und unterstützen Menschen dabei, ihren Platz im Arbeitsleben zu finden.
Diese Arbeit braucht Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und beruflichen Hintergründen. Das Lebenshilfe-Werk bietet unter anderem pädagogischen und pflegerischen Fachkräften sowie Mitarbeitenden in der Assistenz, Hauswirtschaft, Küche und Verwaltung eine berufliche Heimat. Für passende Tätigkeiten sind auch Quereinsteiger willkommen. Wer die Arbeit zunächst kennenlernen möchte, kann im Freiwilligen Sozialen Jahr oder im Bundesfreiwilligendienst Erfahrungen sammeln. Ausbildungsmöglichkeiten eröffnen weitere Wege für den beruflichen Einstieg. Welche Voraussetzungen gelten, hängt von der jeweiligen Aufgabe ab.
Hier lohnt sich ein Blick in das Karriereportal des Arbeitgebers ganz besonders.
Für neue Mitarbeitende beschreibt das veröffentlichte Personalmanagementkonzept einen Einführungstag, einen Einarbeitungsplan und Begleitung beim Einstieg.







