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Samstag, 24 November 2018 06:49

Bahnstrecke wieder frei - THW Korbach im Einsatz

WILLINGEN. Die seit Freitagnachmittag nach einem Unfall gesperrte Bahnstrecke zwischen Korbach und Brilon, ist für den Schienenverkehr wieder freigegeben worden. Wie Aufgleisleiter Dirk Gernand noch am Abend mitteilte, war die Strecke Korbach-Brilon um 13.36 Uhr gesperrt worden.

Vorausgegangen war ein Unfall am Bahnübergang auf dem Wakenfeld. Dort war ein ortsansässiger Mann mit seinem Skoda Rapid vom Bauhof Willingen kommend in Richtung der Bundesstraße 251 gefahren. Aus bislang ungeklärter Ursache übersah er das rote Haltesignal der Ampel sowie die Bahnschranke und kollidierte auf den Gleisen mit dem aus Korbach in Fahrtrichtung Brilon fahrenden Zug. Der Skoda wurde vom Zug (wir berichteten, hier klicken) erfasst und etwa 35 Meter mitgerissen, ehe er am Bahngleis zum Stehen kam. Feuerwehr, Polizeikräfte der Bundespolizei und Einsatzkräfte der Polizei Korbach, Notärzte und Rettungssanitäter waren im Einsatz, Verstärkung erhielten die Teams nach Abschluss der Rettungsarbeiten vom Technischen Hilfswerk Korbach.

Der Ortsverband Korbach wurde erstmalig um 15.15 Uhr alarmiert. Die Leitung hatte Dirk Gernand übernommen, der als Aufgleisleiter über die nötigen Erfahrungen bei Zugunfällen verfügt. Nach der ersten Lagebeurteilung alarmierte Gernand  um 15.45 Uhr weitere sechs Kameraden, die mit drei Fahrzeugen am Stryckbahnhof in Willingen eintrafen.

Nach Rücksprache mit dem Notfallmanager der Deutschen Bahn stellte Gernand diverse Beschädigungen am Triebwagen fest. Unter anderem waren Luftleitungen abgerissen, sowie zwei Achslager an der rechten Seite demoliert worden. Um 16. 20 Uhr konnte das Team dann die nötigen Reparaturarbeiten am Triebwagen vornehmen. Die beschädigten Druckluftleitungen wurden vom Spreizer getrennt und abgedichtet. Mit hydraulischem Werkzeug wurden Gleisräumer und Sandrohr abgebaut um anschließend den Triebwagen aufzubocken.Tatkräftig unterstützt wurde das THW von zwei Mitarbeitern der Kurhessenbahn, die eigens mit einem Werkstattwagen aus Kassel angerückt waren. Im Anschluss wurden die Achslager wieder eingerichtet und der Triebwagen auf die Schiene gestellt.

Aus eigener Kraft konnte der Zug den Weg vom Stryckbahnhof nach Korbach zurücklegen, um 19 Uhr war die Strecke für den Verkehr wieder freigegeben worden.

Weitere Informationen zum Unfall lesen Sie bitte unter dem Link: Schwerer Verkehrsunfall am Bahnübergang - Mann außer Lebensgefahr (mit Bildergalerie und Video) vom 23.11.2018.


Publiziert in THW
Mittwoch, 24 Oktober 2018 14:16

THW: Regionalbahn von umgestürzter Buche gestoppt

KORBACH. Um 5.59 Uhr wurde an Mittwochmorgen das THW über die Leitstelle Waldeck-Frankenberg alarmiert. Da es zunächst hieß, ein Regionalzug sei zwischen Korbach und Usseln entgleist, rückten die Einsatzkräfte gegen 6.10 Uhr aus. Die Leitung hatte Dirk Gernand vom THW-Korbach übernommen, ein Vorteil, wie sich später herausstellen sollte, da Gernand als Zugführer und Aufgleisleiter auch über die nötige Sachkenntnis verfügt, um entgleiste Züge wieder in die Spur zu hieven.

Bei Eintreffen des Einsatzleiters am Ort des Geschehens stellte sich schnell heraus, dass der Zug nicht entgleist war, sondern lediglich der Triebwagen des RB 42 beschädigt worden war. Der Triebwagenführer hatte auf der Bahnstrecke zwischen Rhena und Neerdar eine umgestürzte Buche in der Dunkelheit zu spät erkannt und war mit dem Zug in den auf dem Gleis liegenden Baumstamm gefahren, hatte diesen etwa 60 Meter mitgeschleift und war vor einer Brückenunterführung zum Stehen gekommen. Dabei entstand erheblicher Sachschaden. 

Aufgleisleiter Dirk Gernand entschied daher die beiden Einsatzwagen an der Bundesstraße 251 in Warteposition zu belassen, erkundete die Lage vor Ort mit Unterstützung zweier Bahnmitarbeiter vom Regio-Notdienst und ließ einen der Lkws gegen 7.30 Uhr nachrücken. Der zweite, nicht benötigte Lkw mit der Aufgleistechnik wurde unter Bewachung an der B 251 zurückgelassen. Da der Zug keine Fahrgäste transportiert hatte, mussten weder Rettungskräfte noch Polizei verständigt werden.

Mit Motorsagen wurde der massive Baumstamm in Stücke geschnitten und Reste der Baumkrone von den Gleisen gezogen. Erst danach konnte sich Gernand um den Triebwagen kümmern. Massive Beschädigungen an Luftleitungen konnten durch Sperren beseitigt werden, sodass der Zug wieder fahrbereit war. Mit bis zu 25 km/h wurde der Triebwagen zurück nach Korbach in die Instandsetzung gefahren. Zur Unterstützung war ein Trupp vom Technischen Hilfswerk dabei, um bei der Fahrt auf Sicht jederzeit eingreifen zu können. 

Um 8.45 Uhr konnte der Einsatz beendet werden. Verletzt wurde niemand. Insgesamt waren neun Freiwillige des THW Korbach am Einsatz beteiligt. Ursächlich für Zugunfall war eine durch den Sturm entwurzelte Buche gewesen, die über dem Gleis lag. Die Fahrt von Korbach nach Brilon-Wald konnte nicht fortgesetzt werden. (112-magazin)

Ein Video zum Einsatz auf der Bahnstrecke folgt!

Publiziert in THW

Neustes 112-Video

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