Falsche Bankmitarbeiter erbeuten mehrere Tausend Euro

Montag, 28. September 2026 14:46 geschrieben von  Redaktion 112-Magazin
Mehrere Menschen im Landkreis wurden am 23. September 2026 von falschen Bankmitarbeitern angerufen. Mehrere Menschen im Landkreis wurden am 23. September 2026 von falschen Bankmitarbeitern angerufen. Symbolbild: Michael Fränkel / 112-magazin.de

LANDKREIS WALDECK-FRANKENBERG. Falsche Bankmitarbeiter haben in den vergangenen Tagen mehrfach versucht, Menschen am Telefon um ihr Geld zu bringen. In mehreren Fällen waren die Betrüger erfolgreich und verursachten einen Schaden von mehreren Tausend Euro.

Am Mittwoch, 23. September 2026, erhielt eine Rentnerin aus Allendorf einen Anruf von einer Frau, die sich als Mitarbeiterin ihrer Hausbank ausgab. Dabei nutzten die Täter das sogenannte Telefon-Spoofing. Mit dieser Technik kann auf dem Display des Angerufenen eine beliebige und scheinbar offizielle Telefonnummer angezeigt werden. Dadurch entsteht der Eindruck, dass der Anruf tatsächlich von dem entsprechenden Kreditinstitut stammt.

Häufig verfügen die Betrüger zudem bereits über persönliche Daten ihrer Opfer. Auch im Fall der Seniorin waren den Tätern entsprechende Informationen bekannt. Die vermeintliche Bankmitarbeiterin erklärte, dass aus Sicherheitsgründen hinterlegte Daten bestätigt werden müssten.

Auf geschickte Weise gelangten die Kriminellen dabei auch an die Zugangsdaten für das Onlinebanking der Frau. Diese nutzten sie anschließend für unberechtigte Abbuchungen.

Zwei weitere Rentnerinnen aus Twistetal und Waldeck wurden am selben Tag auf die gleiche Weise Opfer der Betrugsmasche.

Ein Senior aus Korbach entging dagegen einem finanziellen Schaden. Der Betrug wurde rechtzeitig erkannt, sodass seine Bank eine Abbuchung in Höhe von 2400 Euro noch stoppen konnte.

Insgesamt registrierte die Polizei damit vier entsprechende Fälle. Die Ermittlungen der Korbacher Kriminalpolizei zu den bislang unbekannten Tätern dauern an.

Um sich vor falschen Bankmitarbeitern zu schützen, gibt die Polizei folgende Hinweise:

• Geben Sie am Telefon, per E-Mail oder SMS niemals persönliche Daten wie Bankdaten, Zugangsdaten, Passwörter oder TANs preis.

• Betrüger setzen ihre Opfer häufig unter Druck, um sie zu verängstigen und zu überrumpeln. Bleiben Sie ruhig und lassen Sie sich nicht zu überstürzten Entscheidungen drängen.

• Vergewissern Sie sich im Zweifel bei Ihrer Bank, ob ein Anruf tatsächlich von dort stammt. Nutzen Sie bei einem Rückruf ausschließlich die Ihnen bekannte Telefonnummer der Bank oder suchen Sie diese selbst in einem öffentlichen Telefonverzeichnis heraus.

• Beenden Sie das Gespräch, sobald Sie Zweifel an der Echtheit des Anrufs haben, und verständigen Sie unverzüglich Ihre Bank.

• Wer Opfer einer solchen Betrugsmasche geworden ist, sollte Anzeige bei der Polizei erstatten. (ots/r)

 -Anzeige-

Neustes 112-Video

Werbeprospekte

Anzeige
Anzeige