EDERTAL. Erneut musste eine Polizeistreife ins Edertal ausrücken, um einen heiklen Fall zu lösen. Einem Motorradfahrer wird vorgeworfen am 5. September gegen 19.45 Uhr den Stichweg der Affolderner Straße in Mehlen mit hoher Geschwindigkeit befahren zu haben. Da es sich um eine Sackgasse handelt, sich zudem hochwertige Rinder in einer nahen Wiese befinden und sich der Motorradfahrer mit heruntergelassener Hose an der Koppel befand, lag der Verdacht nahe, dass sich der Unbekannte in einer Art Rausch befand.
Bei Eintreffen der Polizei lag das Motorrad, eine BMW, auf dem Boden im Nahbereich einer Hecke. Vom Mann hingegen war nichts zu sehen. Wie Zeugen zu berichten wussten, hatte sich der Mann in die Büsche geschlagen. Mit dem Lautsprecher forderten die Beamten den Motorradfahrer auf, aus seinem "Versteck" zu kommen. Dies tat der 46-Jährige auch, der behauptete, seine Notdurft in dem Gebüsch verrichtet zu haben. Bei der Identitätsklärung strömte den Beamten allerdings starker Alkoholgeruch entgegen. Einem freiwilligen Atemtest stimmte der Mann, der aus der Region Hannover stammt, nicht zu. Daher wurde eine Blutentnahme durchgeführt, obwohl der Biker auch an diesem Vorgang nicht teilnehmen wollte. Mehr noch: er beschimpfte einen der Amtsträger als Trottel. Weil der 46-Jährige behauptete er habe Restalkohol im Blut, wurden mit Verzögerungen zwei Blutentnahmen durchgeführt.
Inzwischen liegt das Ergebnis der Blutuntersuchung vor, diese befindet sich im Rahmen einer Straftat.
Link: Tatort bei Mehlen am 5. September 2026
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