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MARBURG-BIEDENKOPF. Die Fahrer eines weißen VW Polos und eines grauen Ford Focus' haben sich ein riskantes Rennen einmal quer durch den Landkreis geliefert. Abgesehen von der vermutlich deutlich überhöhten Geschwindigkeit gefährdeten sie durch Überholmanöver und das Fahren "Stoßstange an Stoßstange" andere Verkehrsteilnehmer. Außerdem missachteten sie nach Zeugenaussagen eine Ampel und etliche Sperrflächen. Die Polizei ermittelte zwei Tatverdächtige und sucht Zeugen.

Auf der Kraftfahrstraße kam es am Samstagabend zwischen den Anschlussstellen Niederweimar und Gisselberg zu einem ersten Vorkommnis. Der Fahrer des von hinten mit großer Geschwindigkeit herankommenden weißen Polo zog plötzlich vom linken auf den rechten Fahrstreifen, überholte ein Auto rechts und wechselte sofort wieder auf die linke Spur. Damit quetschte er sich in die Lücke des vorausfahrenden Lastwagens auf dem rechten Fahrstreifen und des überholten Autos. Dessen Fahrer konnte nur durch starkes Abbremsen einen Unfall verhindern.

Im nächsten Moment hatte dieser Autofahrer aber den grauen Ford Focus hinter sich, der sozusagen an seinem Heck klebte und ihn so nötigte, sofort nach dem Überholen des Lastwagens den linken Fahrstreifen zu verlassen. Möglicherweise hat der Lastwagenfahrer diese Vorfälle beobachtet. Er wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Während der Weiterfahrt durch Marburg bis nach Stadtallendorf seien beide Autofahrer über doppelte, durchgezogene Linien und Sperrflächen gefahren, um andere Autofahrer zu überholen. Die Polizei hofft auch hier auf Zeugen unter den überholten Autofahrern, die sich an diese Fahrmanöver von Polo und Focus erinnern. Weitere Zeugen könnten insbesondere Autofahrer sein, die gegen 18.20 bis 18.25 Uhr auf der Bundesstraße 454 an der Ampel zur Kreissstraße 14 (Hof Netz/Abzweig nach Kirchhain/Langenstein) standen. Beide Autofahrer passierten diese Ampel wohl bei Rotlicht und mussten dazu sogar durch den Gegenverkehr fahren, um bereits wartende Autos zu umfahren. Zudem musste der Gegenverkehr deswegen abbremsen.

Die Polizei ermittelte zwei Tatverdächtige im Alter von 21 und 22 Jahren. Zeugen der geschilderten Vorfälle und Zeugen, die Angaben zum Fahrverhalten der beiden Tatverdächtigen in dem Polo und dem Focus machen können, werden gebeten, sich mit der Polizei Stadtallendorf in Verbindung zu setzen. Die Telefonnummer lautet 06428/93050. (ots/pfa) 

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Publiziert in MR Polizei

BURGWALD/BAD WILDUNGEN. Im Dienst macht er Jagd auf Raser, in seiner Freizeit tritt Rüdiger Kraus selbst gern das Gaspedal bis zum Bodenblech durch: Der Polizist aus Burgwald liebt den Rausch der Geschwindigkeit und fährt mit seinem 260 PS starken Opel sogenannte Bergrennen.

Der Motor röhrt, wenn der 47-Jährige den rechten Fuß leicht nach unten bewegt. "Alles klar, los geht's", ruft der mit Helm und Rennoverall geschützte Mann am Steuer seinem neben dem Wagen stehenden Bruder zu. Der hebt den Daumen. Ein letzter Blick auf die Instrumente und Rüdiger Kraus legt den ersten Gang ein, gibt Gas und lässt die Kupplung kommen. Augenblicke später bereits ist der 840 Kilogramm leichte Wagen bereits auf Tempo 160. Runde für Runde dreht der Hobby-Rennfahrer aus Burgwald auf dem Verkehrsübungsplatz bei Mengeringhausen, immer wieder "fliegt" das Auto an den Zuschauern vorbei.

Nach fünf, sechs schnellen Platzrunden stoppt der mit einem gigantischen Heckspoiler ausgestattete Opel C-Kadett, der mit sattem Sound brodelnde Motor wird zum Schweigen gebracht, und Kraus befreit sich aus der festen Umklammerung des Schalensitzes. Draußen setzt er den Helm ab, zieht die feuerfeste Haube ab - und gibt den Umstehenden den Blick auf ein angestrengtes, aber zufriedenes Gesicht frei: Der erste Testlauf mit dem "neuen" über 30 Jahre alten Auto ist geglückt. Rüdiger Kraus, sein Bruder Hans-Jürgen und Vater Johann - selbst eingefleischter Motorsportler und ehemaliger Slalomrennfahrer - sind erleichtert.

Drei Jahre harte Arbeit liegen hinter den Männern aus Burgwald. 1800 Stunden haben der 47-Jährige, der Dienst als Polizist auf der Wache in Bad Wildungen versieht, sein Bruder und der Vater in den "Kraus-Kadett RK1-16V" investiert. Aus einem beschädigten Gebrauchtwagen in schlechtem Zustand ist ein Rennwagen geworden, "an dem eigentlich nichts mehr im Originalzustand ist", erzählt der Besitzer, "ich wollte ein absolutes Unikat". So haben Kraus und seine Mitstreiter zahlreiche Teile wie Türen und Hauben, Stoßfänger und Spoiler selbst aus leichtem Kunststoff nachgebaut und ersetzt. Insgesamt sind in dem Kadett rund 500 individuell gefertigte Teile verbaut. Im Motorraum liegt ein 2,0 Liter großes und 260 PS starkes Spezialtriebwerk, riesige Ansaugstutzen sorgen dafür, dass das Aggregat ausreichend Luft für die gewünschte Höchstleistung bekommt. Bei höchster Beanspruchung gibt sich der 16-Ventiler nicht mit weniger als 60 Litern Sprit auf 100 Kilometern zufrieden.

"Tempo ist meine Leidenschaft, ich liebe den Rausch der Geschwindigkeit"
Der Innenraum ist nackt, lediglich der Fahrersitz, Rennlenkrad, Überrollbügel, ein spezieller Schalthebel für das Sechsganggetriebe und futuristisch anmutende Instrumente haben hier ihren Platz gefunden. Wer Wert auf Komfort legt, ist mit diesem Wagen falsch beraten. Rüdiger Kraus geht es auch um etwas ganz anderes: "Tempo ist meine Leidenschaft, ich liebe den Rausch der Geschwindigkeit", sagte der Rennfahrer. In sogenannten Bergrennen will sich der 47-Jährige ab dem Frühjahr mit Gleichgesinnten messen.

Nach einem weiteren Testlauf auf einer Rennstrecke in Frankreich Ende März und einem Proberennen am 10. und 11. Mai beginnt Ende Mai die eigentliche Saison mit einem Rennen an der Mosel. Im Abstand von 30 Sekunden gehen die Teilnehmer mit ihren PS-starken Autos an den Start auf eine rund anderthalb Kilometer lange Strecke, die aus dem Tal auf einen Berg führt. "Man fährt nur gegen die Uhr", erklärt Kraus den Wettkampfmodus. Am Schluss werden die mit Lichtschranken gemessenen Zeiten der einzelnen Fahrer verglichen, der schnellste ist der Tagessieger. Am Ende der Saison, die zehn Läufe an sechs Wochenenden umfasst, wird der Gesamtsieger gekürt.

"Ich wünsche mir vor allem, dass der Wagen hält und mir nichts passiert", sagt Rüdiger Kraus auf die Frage danach, welches Ziel er sich für die Saison gesteckt hat, "die Ergebnisse sind sekundär". Der 47-Jährige spricht dabei aus Erfahrung: Sein früherer Rennwagen, ebenfalls ein Opel, fand 2010 sein jähes Ende an der Leitplanke der Rennstrecke in Jura. "So etwas kann immer passieren", sagt Kraus, wenngleich die Veranstalter sehr auf Sicherheit achten. So finden alle Rennläufe ausschließlich auf abgesperrten Strecken statt. Auch sämtliche Tests führen Rüdiger und Hans-Jürgen auf Verkehrsübungsplätzen wie auf dem Hagen bei Mengeringhausen oder Rennstrecken wie im französischen Chambley durch.

Obwohl er selbst seinen Wagen bis aufs Äußerste fordert und nach maximaler Beschleunigung lechzt, drückt er im Dienst bei Rasern kein Auge zu: "Wer sich im öffentlichen Straßenverkehr nicht an die Geschwindigkeitsbeschränkungen hält, gefährdet sich und andere", sagt der Polizist, "und da hört der Spaß eindeutig auf". Wer "Tempo liebt, soll wie ich auf die Rennstrecke gehen".


Mehr Informationen über Rüdiger Kraus und seinen Renn-Opel gibt es hier:
Kraus Motorsport - Bergrennen auf Opel Kadett C Coupe

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Publiziert in Polizei
Sonntag, 16 September 2007 11:11

Motorradrennen: Krad rast in Zuschauer

BATTENBERG. Ein Krad ist beim historischen Motorradrennen in die Zuschauer gerast. Ein Streckenposten wurde schwer verletzt.

Der Absperrposten, bei dem es sich um einen 53 Jahre alten Feuerwehrmann aus Battenberg handelt, zog sich einen Beinbruch zu. Er war mit voller Wucht von einer Ducati getroffen worden, die nach dem Sturz ihres 43 Jahre alten Fahrers aus Marburg von der Fahrbahn abgekommen und in die Zuschauer gerast war.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Frankenberger Polizei gegen 16.15 Uhr im Bereich der Landesstraße 3478 und dem Abzweig zur Straße Am Bahnhof. Der Marburger habe sich vermutlich entgegen der Rennregeln zurückfallen lassen. Auf einem Gefällstück habe er dann wieder beschleunigt, um auf die vorausfahrende und von einem Polizeimotorrad angeführte Gruppe aufzuschließen, teilte ein Beamter der Frankenberger Polizei am Sonntagabend mit. Als der 43-Jährige die Gruppe erreicht und abgebremst habe, passierte es: Der Ducati-Fahrer verbremste sich und kam zu Fall. Sein Krad schleuderte weiter und traf den hinter der Absperrung stehenden Feuerwehrmann mit voller Wucht. Ein 25 Jahre alter Zuschauer aus Frankenberg kam mit einer Prellung am Arm davon. Der Kradfahrer blieb unverletzt.

Nach der Erstversorgung des 53-Jährigen durch den Frankenberger Notarzt und die Besatzung eines Rettungswagens lieferten die Helfer den Mann ins Frankenberger Krankenhaus ein. Von hier aus wurde er am Abend nach Marburg verlegt, teilte der Battenberger Wehrführer Dirk Bienhaus mit. Seine Wehr und die Kameraden aus Battenfeld hatten gemeinsam mit der Polizei die Verkehrsregelung während der historischen Veranstaltung des Motorsportclubs Battenberg inne.

Nach dem Zwischenfall, der sich in der sogenannten offenen Klasse ereignete, wurde das Rennen abgebrochen. Bereits am frühen Sonntagnachmittag gegen 13.30 Uhr war in der Marktstraße am Ortsrand von Battenfeld ein Teilnehmer des Rennens mit einer NSU Max aus ungeklärter Ursache gestürzt. Der 51-Jährige aus Eschborn zog sich leichte Verletzungen zu und wurde ambulant behandelt, an seiner 1955 gebauten Maschine entstand ein Schaden an der Stecklenker-Achse, wie die Polizei berichtete.

Publiziert in Retter

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