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HESSEN. 32 Männer und eine Frau bekamen vergangene Woche unangekündigten Polizeibesuch. Der Grund: Ihnen werden Erwerb und Besitz von Kinder- und Jugendpornografie oder sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen. Insgesamt 157 Polizeibeamtinnen und -beamte der BAO FOKUS waren an fünf Tagen hessenweit im Einsatz, um die Wohnungen von 33 Beschuldigten zu durchsuchen. Neben 19 Computern wurden 23 Laptops, 22 Mobiltelefone, 42 Smartphones und weitere Datenträger - darunter 49 Festplatten, 30 USB-Sticks sowie über 500 CDs und DVDs - sichergestellt.

Bereits 75 Durchsuchungen im vergangenen Jahr

Die BAO FOKUS (Besondere Aufbauorganisation für fallübergreifende Organisationsstruktur gegen Kinderpornografie und sexuellen Missbrauch von Kindern) nahm im Oktober 2020 ihre Arbeit auf. Seither arbeiten die Ermittlerinnen und Ermittler in den Regionalabschnitten der Polizeipräsidien mit Hochdruck: Bereits im November und im Dezember fanden bei Schwerpunktmaßnahmen insgesamt 75 Wohnungsdurchsuchungen statt. Polizeidirektor Markus Sabais, Leiter der BAO FOKUS, erläutert: "Die Bandbreite dessen, was wir vor Ort vorfinden, ist groß: Ein Beschuldigter war gerade dabei, auf einer Plattform im Darknet kinderpornografische Videos hochzuladen, als die Kollegen eintrafen. In einem anderen Fall stand ein Beschuldigter vor uns, der beteuerte, mit Kinderpornografie nichts zu tun zu haben. Letztlich stellte sich im Laufe der Ermittlungen heraus, dass sein damaliger Mitbewohner der von der Polizei Gesuchte ist. Die beiden hatten sich einen Internetanschluss geteilt. Gegen den ehemaligen Mitbewohner wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet."

Kriminalbeamte und IT-Experten arbeiten Hand in Hand

Die BAO FOKUS ist organisatorisch im Hessischen Landeskriminalamt angesiedelt. Der dortige Führungsstab gewährleistet eine landesweite Koordination der Einsatzmaßnahmen. In den Regionalabschnitten der Polizeipräsidien arbeiten Dutzende Kriminalbeamte mit IT-Experten Hand in Hand. Gemeinsam werden die sichergestellten Speichermedien untersucht, müssen Fotos und Videos von Missbräuchen gesichtet und kriminalistisch bewertet werden. "Das ist nicht nur eine emotional hochbelastende Tätigkeit für die Kolleginnen und Kollegen, sondern auch aufwendig", sagt Markus Sabais. "Eine akribische Arbeit, in die wir gerne Zeit investieren, wenn wir dadurch weitere Missbrauchstaten verhindern und bereits begangene Straftaten aufklären können."

Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen ist strafbar

Sexuelle Handlungen an oder vor Kindern unter 14 Jahren sind gemäß § 176 ff. Strafgesetzbuch strafbar. Aber auch Handlungen, die ein Kind an einem Täter beziehungsweise an einer Täterin oder einem Dritten vornehmen muss, werden von Paragraf 176 umfasst. Der Versuch des Sexualkontakts mit einem Kind steht ebenso unter Strafe wie Handlungen, die keinen unmittelbaren Körperkontakt voraussetzen, etwa wenn ein Kind via Video-Stream zu sexuellen Handlungen an sich selbst aufgefordert wird.

Auch der sexuelle Missbrauch von Jugendlichen (14 bis 18 Jahre) ist gemäß § 182 des Strafgesetzbuchs strafbar, wenn ein Täter oder eine Täterin eine Zwangslage des Opfers ausnutzt oder sexuelle Handlungen gegen Bezahlung am Opfer vornimmt oder von diesem an sich vornehmen lässt. Zudem macht sich jeder Mann und jede Frau im Alter von über 21 Jahren strafbar, wenn er oder sie sexuelle Handlungen an einem Jugendlichen unter 16 Jahren vornimmt, wenn das Opfer ihm oder ihr gegenüber nicht zur sexuellen Selbstbestimmung fähig ist. (LKA Hessen)

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Publiziert in MR Polizei

KORBACH. In der Nacht zu Montag (16. November) kam es zu einem Brand in einem mehrgeschossigen Gebäude in der Arolser Landstraße in Korbach. Die bei Brandausbruch gegen 1.40 Uhr anwesenden dreizehn Bewohner konnten unverletzt das Gebäude verlassen. Die Gaststätte im Erdgeschoss brannte nahezu vollständig aus. Der Sachschaden beträgt nach den bisherigen Schätzungen etwa 150.000 Euro.

Die Brandermittler der Kriminalpolizei Korbach und ein Sachverständiger des Hessischen Landeskriminalamtes haben die Brandstelle in den letzten Tagen untersucht. Danach gehen die Ermittler von einer vorsätzlichen Brandstiftung als Brandursache aus und suchen daher Zeugen, die in der Nacht von Sonntag auf Montag im Bereich des Brandobjektes verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben oder sonstige Hinweise geben können.

Hinweise werden bei Kriminalpolizei in Korbach unter der Telefonnummer 05631/9710 entgegengenommen.  (ots/r)

Link: Feuer in Shisha-Bar: 150.000 Euro Schaden, Wehr und DRK im Einsatz (16.11.2020)

Link: Kellerbrand unter Sisha-Bar durch Defekt oder Aschereste (6.04.2016)



Publiziert in Feuerwehr

WIESBADEN. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt führt ein Ermittlungsverfahren wegen Einfuhrschmuggels von Kokain aus Lateinamerika durch.

Folgender Sachverhalt liegt zu Grunde: In der letzten Woche stellten fünf Filialen einer großen Einzelhandelskette fest, dass sich bei der täglichen Bananenlieferung, neben Bananen, auch das Rauschgift Kokain in den Kartons befand. Die betroffenen Filialen liegen alle im Rhein-Main-Gebiet. Die durch das HLKA sichergestellten Menge Kokain beläuft sich auf 87 Kilogramm und hat einen Marktwert von über 3.000.000 Euro.

Nach den bisher geführten Ermittlungen, ist davon auszugehen, dass das Rauschgift durch einen Irrtum nicht den von dem Täter gewünschten Empfänger erreicht hat. Die getarnte Drogenlieferung gelangte höchst wahrscheinlich über den Seeweg von Lateinamerika nach Hamburg. Von dort werden die Bananen in die bundesweit existierenden Reifehallen gefahren. Die Ermittlungen der GER Hessen dauern zurzeit noch an. In jüngster Vergangenheit wurde in Bayern ebenfalls Rauschgift in Bananenkartons sichergestellt. Damals handelte es sich um eine Menge im Tonnenbereich. (ots/r)

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Publiziert in Polizei

EDERSEE. Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei Edersee, die Wehren aus Basdorf und Sachsenhausen, sowie Sprengmeister des Landeskriminalamtes Wiesbaden waren am Sonntag in heikler Mission unterwegs - die Einsatzleitung vor Ort hatte Hauptkommissar Hosse von der Korbacher Polizei.

Camper findet Granate

Nach Angaben der Polizei wurde am Samstag durch einen Camper eine Granate im Bereich Fürstental entdeckt und gegen 13.30 Uhr den Behörden gemeldet. Daraufhin wurden Spezialisten des LKA Wiesbaden hinzugerufen, die am selben Tag nach einer Expertise eine kontrollierte Sprengung der 84 Millimeter-Granate vor Ort favorisierten. Die Sprengung der sogenannten Vorfeldbeleuchtung erfolgte am Sonntag gegen 17 Uhr. Bei dieser Art Munition, die in Grenadiereinheiten als Ilum bekannt ist, wird der Zünder und die Entfernung am Kopf der Granate eingestellt. Verschossen wird diese Munition mit der "Dicken Berta", einer schweren Panzerfaust. Unterlässt der Ladeschütze diese Maßnahme, zündet die Granate nicht und schlägt funktionslos nach einigen hundert Metern im Erdboden ein. Wahrscheinlich war dies der Grund, weshalb die Granate als "Blindgänger" in unwegsamen Gelände am Rande des  Erdersees eingeschlagen war.

Lagebesprechung bei Basdorf

Zur Lagebesprechung versammelte der Einsatzleiter vor Ort gegen 12.45 Uhr den Gemeindebrandinspektor Andreas Przewdzing mit seinem stellvertreter Bernd Schäfer aus Waldeck, sowie den stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Marco Amert für die Gemeide Vöhl. Ebenfalls nahm Gerd Paulus von der Wasserschutzpolizei Waldeck an der Einweisung am Sportplatz bei Basdorf teil. Hier wurden anhand von Kartenmaterial die Einsatzorte festgelegt, die Frequenzen der Funkgeräte überprüft und die Aufgaben verteilt. Den Einsatzkräften der Wehren aus Sachsenhausen und Basdorf oblag die weiträumige Absperrung im Fürstental und der Banfe. Um 13.05 Uhr rückten insgesamt 17 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus, um das Gelände zu sichern. Dies stellte eine Herausfoderung dar, weil viele Radfahrer und Wanderer das gute Wetter ausnutzten und unterwegs waren. Polizeikräfte sperrten mit Pkws und Motorrädern die Zuwegungen auf der gegenüberliegenden Seite des Sees ab.

Keine Weltkriegsmunition

Da es sich um Munition aus Bundeswehrbeständen handelt, darf das Geschoss nicht vom Kampfmittelräumdienst gesprengt werden, sondern nur von Spezialkräften des Landeskriminalamtes, die mit einem Lkw gegen 14 Uhr eintrafen. Gegen 17 Uhr erfolgte die Sprengung kontrolliert, ohne Schäden anzurichten. Um 17.45 Uhr rückten die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr wieder ab. Ein Mitarbeiter von 112-magazin.de war zu diesem Zeitpunkt mit einer Propellermaschine am Edersee unterwegs und "schoss" aus luftiger Höhe einige Fotos vom Einsatzort. (112-magazin)

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