Hunderettungen: Kommunen stellen Rechnungen

Mittwoch, 28. November 2012 15:12 geschrieben von  HNA

SCHEID. Die Rettung von insgesamt drei Hunden am nördlichen Steilufer des Edersees beschäftigte Feuerwehren der Stadt Waldeck und der Gemeinde Vöhl. Die Einsätze an der Kahlen Haardt verursachten Kosten, die den Hundehaltern nun in Rechnung gestellt werden.

„Wenn Tiere in Not geraten sind, rechnen wir satzungsgemäß ab. Wir kochen aber dabei auf kleiner Flamme", sagte Karl Zimmermann von der Waldecker Stadtverwaltung. Vorausgesetzt, 20 Feuerwehreinsatzkräfte würden ausrücken, um ein Tier aus einer lebensbedrohlichen Situation zu retten, könnten die Personalkosten nicht in voller Höhe berechnet werden.

„Es sind erfahrungsgemäß nicht alle Kameraden im unmittelbaren Einsatz. Bei der Rettung eines Dackels einer Edertalerin vor mehreren Wochen waren acht Feuerwehrleute an den Knorreichenstieg ausgerückt. Wir haben aber fairerweise nur zwei Personen berechnet." In diesem Fall, wie auch bei der Rettung von zwei Jagdhunden eines Bad Wildungers am vergangenen Samstag, seien für die Tierhalter Kosten im unteren Hunderter-Bereich entstanden.

„Die Besitzer der Tiere erhalten von uns die Rechnungen, die sie dann bei ihrer Haftpflichtversicherung einreichen können. Sofern sie eine haben", sagte Zimmermann. Auch von der Gemeinde Vöhl werden die Halter der Hunde demnächst Post bekommen. „Die Einsätze waren kostenpflichtig", bestätigte Bernd Weber von der Gemeindeverwaltung. Es würde jedoch nur die Arbeit der Leute, die feuerwehrtaktisch nötig gewesen sei, in Rechnung gestellt. „Diese Vorgehensweise ist gerichtlich so festgelegt worden", sagte Bernd Weber. Über die Kostenhöhe der Tierrettung konnte er noch keine Angaben machen.

Zuletzt bearbeitet am Donnerstag, 29. November 2012 10:36

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