Küchenbrand: 30-Jähriger stirbt

Samstag, 21. Juni 2008 10:18 geschrieben von  Migration

HELSEN. Nach einem Küchenbrand ist ein 30 Jahre alter Bewohner am frühen Samstagmorgen an einer Rauchgasvergiftung gestorben.

Ein 41 Jahre alter Bewohner eines Mehfamilienhauses in der Professor-Bier-Straße war um kurz nach 3 Uhr durch einen Rauchmelder auf den Brand aufmerksam geworden und hatte die Rettungskräfte verständigt. Der 41-Jährige, dem der Brand den Fluchtweg aus dem zweiten Stock durchs Treppenhaus versperrt hatte, wurde über die Drehleiter gerettet. Er kam mit dem Schrecken davon. Tragische Folgen hatte der Brand allerdings für den 30 Jahre alten Mann, in dessen Wohnung im ersten Stock der Brand ausgebrochen war: Er starb an einer Rauchgasvergiftung.

Feuerwehrleute unter Atemschutz hatten den am Boden liegenden und bewusstlosen Mann im Wohnzimmer gefunden und ins Freie getragen. Hier behandelten Rettungsassistenten und der Notarzt den Mann, den sie ins Bad Arolser Krankenhaus einlieferten. Doch auch dort kam jede Hilfe zu spät.

Nach ersten Erkenntnissen war das Feuer aus bislang noch unbekannter Ursache in der Küche im ersten Stock ausgebrochen. Nach Angaben von Stadtbrandinspektor Ludger Brinkmann beschränkte sich der eigentliche Brand auf die Küche, Rauch und Ruß zogen jedoch in die gesamte Wohnung. Dies sei vermutlich auch dem allein in der Wohnung lebenden 30-Jährigen zum Verhängnis geworden. Die Kriminalpolizei nahm noch am frühen Morgen die Ermittlungen am Brandort auf. Die Schadenshöhe an dem vor einigen Jahren zu einem Mehrfamilienhaus umgebauten ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäude geht in die Zehntausende. Im Erdgeschoss war niemand vom Brand betroffen - die Wohnung ist derzeit unbewohnt.

Die Leitstelle hatte erst die Feuerwehr Helsen und wenig später die Kameraden aus der Kernstadt alarmiert. Laut Brinkmann stand der 41-Jährige bei Eintreffen der ersten Brandschützer an einem Fenster im zweiten Stock. Rauch drang aus den Fenstern des Gebäudes. Die Helser Kräfte brachten eine Steckleiter an der Hauswand in Stellung, über die der Mann jedoch nicht nach unten klettern wollte. Daraufhin sei der Eingeschlossene über die Drehleiter gerettet worden. Gerettet haben die Feuerwehrleute auch eine Katze, eine weitere starb aber durch Feuer oder Rauch.

Im Einsatz waren insgesamt fast 40 Feuerwehrleute, die Besatzungen zweier Rettungswagen, Notarzt sowie Schutz- und später Kriminalpolizei. Die Professor-Bier-Straße blieb während der Löscharbeiten voll gesperrt. Gegen 5.30 Uhr rückten die letzten Feuerwehrleute und die Ermittler der Kripo ab.

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