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ASSINGHAUSEN. Bei einem schweren Arbeitsunfall auf einer Baustelle im Olsberger Stadtteil Assinghausen sind am Dienstagmorgen drei Menschen teils schwer verletzt worden.

Wie vor Ort berichtet wurde, sollte in der Straße „Auf dem Kampe“ ein Fertighaus aufgestellt werden. Dazu standen unter anderem ein Lkw Anhänger mit den Bauteilen und ein Baukran bereit. Die Fertigelemente, die auf dem Lkw Anhänger bereit standen, sollten mit dem Kran über eine Wiesenfläche auf die Baustelle gehoben und dort verbaut werden. Als der Kran eine der Wände anhob, stürzte die Ladung auf dem Lkw Anhänger um. Dabei stürzte ein Mann von einer Leiter und wurde verletzt. Zwei weitere Arbeiter wurden schwer verletzt, als die Holzteile umstürzten. Die Arbeiter vor Ort sicherten sofort geistesgegenwärtig den Rest der Ladung auf dem Anhänger mit schweren und stabilen Kanthölzern gegen weiteres Umstürzen ab. Die verletzten Arbeiter, die neben dem Anhänger lagen, und auf einer Bank saßen, wurden vor Ort zunächst von ihren Kollegen und kurze Zeit später von Feuerwehr und Rettungsdienst versorgt. Die Feuerwehren aus Assinghausen, Wiemeringhausen und Bigge-Olsberg waren vor Ort unter der Einsatzleitung von Florian Stratmann im Einsatz. Die Kameraden sicherten die Ladung zunächst noch einmal gegen weiteres Umstürzten, sperrten den Gefahrenbereich ab und kümmerten sich um die Einweisung des aus Lünen angeforderten ADAC Rettungshubschraubers „Christoph 8“, der auf dem Sportplatz in Assinghausen landete. Einer der Männer wurde nach der Erstversorgung mit dem Rettungswagen zum Hubschrauber gefahren und dort nach kurzer, weiterer Versorgung mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Die beiden anderen Arbeiter wurden jeweils mit einem weiteren Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Insgesamt waren drei Rettungswagen des Hochsauerlandkreises, sowie der Olsberger Notarzt im Einsatz.

Das Amt für Arbeitsschutz hat vor Ort noch an der Unglücksstelle die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Abhängig davon, was das Amt für Arbeitsschutz heraus findet, wird die Polizei möglicherweise später noch weitere Ermittlungen führen.

Die Straße „Auf dem Kampe“ blieb während der Rettungs- und Bergungsarbeiten gesperrt.

Besonders aufmerksam zeigten sich die Anwohner in unmittelbarer Nähe der Unglücksstelle: Sie versorgten die Einsatzkräfte mit frischem Kaffee und Süßigkeiten, öffneten ihre Garage und boten den Einsatzkräften an, bei Bedarf die Toilette im Wohnhaus nutzen zu können.

Publiziert in HSK Feuerwehr

BAD LAASPHE. Großeinsatz am Sonntagmorgen im Bad Laaspher Sozialwerk Sankt Georg: „Feuer im Haupthaus“ lautete die Alarmierung, die die Einsatzkräfte gegen 08:50 Uhr erreichte. Zuvor, so erklärte Einsatzleiter Dirk Höbener, seien die Kräfte aus Bad Laasphe zur Auslösung der Brandmeldeanlage zur Einrichtung alarmiert worden. „Die Kameraden stellten bei Eintreffen bereits Rauchentwicklung aus dem Fenster fest“, erklärt Höbener. Aufgrund der Art der Einrichtung – eine Wohneinrichtung für geistig Behinderte Menschen – wurden weitere Einsatzkräfte durch Dirk Höbener mit dem Einsatzstichwort „Feuer 6“ und mit „MANV2“ nachalarmiert. Dabei steht die Abkürzung MANV für „Massenanfall von Verletzten“ und die Zahl 2 gibt je nach Landkreis an, mit wie vielen Verletzten oder Betroffenen Menschen zu rechnen ist. In Siegen-Wittgenstein bedeutet MANV 2, dass mit 11 – 25 Verletzten oder Betroffenen zu rechnen ist. Entsprechend stark rückten auch die Rettungskräfte nach Bad Laasphe an: Rettungswagen und Notarzt aus Bad Laasphe, Rettungswagen und Notarzt aus Bad Berleburg, mehrere Rettungswagen aus Erndtebrück,  mehrere Rettungswagen aus Netphen, der Notarzt aus Netphen, der Siegener Rettungshubschrauber „Christoph 25“, der DRK Ortsverein Bad Laasphe mit Rettungswagen, Krankentransportwagen und Gerätewagen Sanitätsdienst, ein Rettungswagen aus Kaan-Marienborn, der Leitende Notarzt des Kreises Siegen-Wittgenstein und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst des Kreises Siegen-Wittgenstein waren neben zahlreichen Feuerwehrkräften aus ganz Bad Laasphe und den umliegenden Gemeinden, sowie dem ELW 2 aus Arfeld im Einsatz. Glücklicherweise bestätigte sich nicht, dass tatsächlich so viele Menschen verletzt worden waren. Zwar waren insgesamt 41 Bewohner der Einrichtung von dem Brand betroffen, waren aber nicht verletzt worden. „Die Evakuierung der Bewohner hatte super geklappt, ein Großteil der Leute war bereits draußen, als wir ankamen“, erklärte Dirk Höbener. Die restlichen Bewohner seien dann auch umgehend von den Mitarbeitern ins Freie gebracht worden. Besonders lobend erwähnte der Leiter der Bad Laaspher Feuerwehr den Notfallseelsorger Steffen Post: „Der Seelsorger wohnte in der Nachbarschaft und hat sich sofort seine Weste geschnappt und ist los gelaufen und hat die Bewohner betreut“.

Die ersteintreffenden Kräfte der Bad Laaspher Feuerwehr gingen unter schwerem Atemschutz in das vom Brand betroffene Zimmer vor und löschten das Feuer, dass im Bereich eines Bettes und eines Schranks lokalisiert war. „Das Feuer war schnell abgelöscht. Es kam durch den Rauch aber auch zu Beeinträchtigung der gesamten Station, sodass fünf Leute Hausintern anders unterkommen müssen, weil die Zimmer nicht mehr bewohnbar sind“. Beim Einsatz wurden zwei Feuerwehrleute verletzt: Einer durch Rauchvergiftung eine weitere Kameradin erlitt Kreislaufprobleme. Beide mussten stationär im Krankenhaus verbleiben.

Das vom Brand betroffene Zimmer sei vermutlich komplett zerstört worden. Die Bewohnerin sei zum Zeitpunkt des Brandausbruchs beim Frühstück gewesen und habe sich nicht im Zimmer aufgehalten, hieß es. Zur Ursache des Brandes konnte die Polizei am Sonntag noch keine Angaben machen. Möglicherweise müsse die Kriminalpolizei noch Ermittlungen aufnehmen, dies stehe aber noch nicht fest. Ebenso konnten zur Schadenshöhe keine näheren Angaben gemacht werden. Der Max-Präger-Weg, in dem sich die Einrichtung befindet, war während des Einsatzes komplett gesperrt werden.

Parallel zum Einsatz in Bad Laasphe kam es zu einem medizinischen Notfall in Raumland: Hier wurde der Notarzt mit „Christoph Gießen“ eingeflogen, der bei der Firma Berwillit landete. Eine Polizeistreife brachte die Hubschrauberbesatzung schnell zum Notfallort und unterstützte die Mediziner dann vor Ort gemeinsam mit einem Rettungswagen aus Hatzfeld-Holzhausen.    

Publiziert in SI Feuerwehr
Dienstag, 30 August 2022 15:36

Pkw kracht in Betonmischer

NEERDAR. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich heute am späten Vormittag auf der B251 zwischen Neerdar und Bömighausen. Dabei ist ein Pkw Fahrer aus Willingen schwer verletzt worden, und musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Kasseler Klinik geflogen werden.

Zuvor, so berichtete die Polizei vor Ort, sei der 55 jährige Mann mit seinem VW Fox von Korbach kommend in Richtung Willingen unterwegs gewesen. Kurz vor dem Abzweig Schweinsbühl kam er aus bislang noch ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidierte er halb frontal mit einem entgegen kommenden, vierachsigen Betonmischer. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Pkw in einen angrenzenden Graben katapultiert. Der Fahrer des Fox wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr mit hydraulischem Gerät befreit werden. Dazu hatten die Kameraden die Fahrertür und das Dach abgetrennt und den Wagen dann vorne abgeknickt. Dadurch konnte der eingeklemmte Patient befreit und anschließend an den Rettungsdienst übergeben werden. Vor Ort waren Rettungswagen aus Korbach und Willingen, sowie der Bad Arolser Notarzt und der Kasseler Rettungshubschrauber „Christoph7“ im Einsatz.

Die rund 25 Wehrleute an der Einsatzstelle kamen aus Willingen, Neerdar, Usseln, Bömighausen, Alleringhausen und Welleringhausen. Neben der Befreiung des Verletzten sperrten die Kameraden die Straße ab der Kreuzung nach Schweinsbühl und Alleringhausen, um den Verkehr umzuleiten. Außerdem waren sie beim Umladen des Verletzten in den Hubschrauber behilflich und streuten Flüssigkeiten mit Ölbindemittel ab.

Während der Rettungs´- und Bergungsarbeiten war die Bundesstraße voll gesperrt.  

Publiziert in Feuerwehr
Montag, 29 August 2022 22:47

Fußgängerin von Lkw erfasst

BAD BERLEBURG. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich heute am frühen Abend auf der B480 zwischen Bad Berleburg und Wemlighausen. Eine 49-jährige Frau wurde von einem Lkw erfasst und erlitt schwerste, lebensgefährliche Verletzungen. Sie musste mit dem Rettungshubschrauber in die Marburger Uniklinik geflogen werden.

Die Frau war unvermittelt auf die Bundesstraße getreten und dort von dem Laster, der in Richtung Schüllar unterwegs war, erfasst. Der Lkw-Fahrer, der mit seinem Gespann nach Brilon wollte, leitete sofort eine Vollbremsung ein, konnte einen Zusammenprall aber nicht mehr verhindern. Wichtig für den Mann: Die Polizei und eine Besatzung des Verkehrsdienstes der Polizei haben neben der Spurensicherung vor Ort auch den Unfalldatenschreiber und weitere Dokumente des Lastwagens ausgelesen. „Diese Daten zeigen: Sowohl in der Vorphase des Unfalles, als auch in der Unfallphase perfekt reagiert. Besser wäre es nicht gegangen“, wandten sich die Polizeibeamten vor Ort an den Lkw-Fahrer. Diese akribische Spurensuche und Beweissicherung vor Ort, die auch in diesem Fall einige Zeit in Anspruch nahm, in der die Bundesstraße voll gesperrt werden musste, ist letztlich nicht nur wichtig, um das Unfallgeschehen aufzuklären. Hier geht es auch ganz oft darum, Menschen, die unverschuldet in einen Unfall verwickelt werden und nicht anders reagieren konnten, zu entlasten. Ihnen einen Teil des oftmals zermürbenden Drucks nehmen zu können und ihnen dann auch zu vermitteln, dass sie tatsächlich nichts für einen folgenschweren Unfall können.

Die Rettungswagenbesatzung des DRK Rettungsdienstes aus Bad Berleburg und das Team des Siegener Rettungshubschraubers „Christoph 25“, der direkt in unmittelbarer Nähe zur Unfallstelle auf der Straße landete, versorgten die schwer verletzte Frau vor Ort, bevor sie schließlich nach Marburg geflogen wurde. Nach derzeitigen Erkenntnissen besteht Lebensgefahr für die Frau. Der Fahrer des Lastwagens blieb körperlich unverletzt.

Publiziert in SI Retter

BAD BERLEBURG. Aufgrund gesundheitlicher Probleme einer jungen Pkw-Fahrerin, die am Montagmittag von einem Parkplatz in der Limburgstraße los fahren wollte, ist es zu einer gefährlichen Situation und einem Unfall gekommen, bei dem glücklicherweise niemand verletzt wurde. Die Frau hat eine Parkbox im Bereich einer Gaststätte an der Limburgstraße verlassen und dann nach Auskunft der Polizei vor Ort gesundheitliche Probleme erlitten, wobei sie scheinbar ihren Wagen nicht mehr richtig kontrollieren konnte. Die Frau fuhr rückwärts auf den Gehweg und ein Hausgrundstück, wobei sie in zwei dort geparkte Audis krachte und beide beschädigte. Ihr eigener Pkw wurde ebenfalls beschädigt. Glücklicherweise befanden sich zum Unfallzeitpunkt gegen 12:40 Uhr keine Schulkinder oder Passanten auf dem Gehweg, oder an den Fahrzeugen. Die Unfallverursacherin blieb glücklicherweise ebenfalls unverletzt. Sie musste dennoch mit ins Krankenhaus, da das Gesundheitsproblem, was die Ursache des Unfalls war, behandelt werden soll. Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, ist derzeit noch nicht bekannt, die Fahrzeuge dürften aber noch fahrbereit in die Werkstatt sein. Während der Rettungsarbeiten durch den DRK Rettungsdienst und den Bad Berleburger Notarzt war die Straße an der Einsatzstelle halbseitig blockiert.

Publiziert in SI Retter

ZÜSCHEN. Schwere Verletzungen erlitt ein Autofahrer aus dem Hochsauerlandkreis bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B 236 zwischen Züschen und Hallenberg. Der Mann war mit einem Lkw frontal zusammen gestoßen und in seinem Auto eingeklemmt worden.

Wie die Polizeipressestelle in Meschede berichtete, sei der Mann, aus Richtung Züschen kommend, auf die Gegenfahrbahn geraten und mit dem Lkw zusammengeprallt. Die Polizei ermittelt derzeit noch den genauen Grund für den Zusammenstoß.

Auf der Bundesstraße waren am frühen Nachmittag die Feuerwehren aus Züschen und Winterberg unter der Einsatzleitung von Michael Kappen im Einsatz, um den schwer verletzten Fahrer aus dem Wrack zu schneiden und den Brandschutz sicherzustellen. Außerdem streuten die Kameraden auslaufende Betriebsstoffe ab. Zwei Feuerwehrleute aus Winterberg, die beide im Rettungsdienst arbeiten konnten die Besatzungen von Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug aus Winterberg, sowie des Dortmunder Intensivtransporthubschraubers „Christoph Dortmund“ vor Ort unterstützen und waren bei der Versorgung des Verletzten behilflich. Der Hubschrauber, den Pilot Markus Sandmann in unmittelbarer Nähe der Unfallstelle auf einem Firmenhof gelandet hatte, brachte den schwer verletzten Mann in eine Bochumer Klinik. Sein Audi wurde vollkommen zerstört, auch am 16,5 Tonnen schweren Müllwagen, der zum Unfallzeitpunkt frisch geleert war, entstand beträchtlicher Schaden. Der Laster war nach dem Zusammenstoß noch in die Leitplanke geprallt. Der Fahrer des Müllfahrzeuges wurde glücklicherweise nur leicht verletzt.

Die Bundesstraße 236 blieb für die Beweissicherung lange Zeit noch voll gesperrt. Neben der örtlichen Polizei aus Winterberg und Brilon kam ein Unfallaufnahmeteam aus Dortmund kam zum Einsatz.

Publiziert in HSK Feuerwehr
Dienstag, 02 August 2022 23:13

Schwerer Unfall fordert acht Verletzte

COBBENRODE. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Dienstagabend auf der B55 kurz hinter dem Cobbenroder Ortsausgang. Dabei wurden acht Menschen verletzt, einer von ihnen schwer.

Wie die Polizei vor Ort mitteilte, waren nach jetzigem Ermittlungsstand zwei Pkw, ein Opel und ein Golf auf der Olper Straße aus Richtung Cobbenrode kommend unterwegs und wollten beide nach links in Richtung Bracht abbiegen. Vermutlich hatte der voran fahrende Opelfahrer dabei einen Passat aus dem Kreis Paderborn übersehen, der die B 55 in Gegenrichtung befuhr und Vorfahrt gehabt hätte. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit dem Passat aus dem Kreis Paderborn und dem Opel aus dem Kreis Olpe. Der Opel drehte sich beim Aufprall um 180 Grad und stieß dabei gegen den Golf, der zuvor hinter ihm gefahren war und ebenfalls nach links in Richtung Bracht abbiegen wollte. Der Passat kam einige Meter weiter in Richtung Cobbenrode zum Stehen. In mehreren Pkw wurden Insassen verletzt, eine Frau schwer. Sie musste mit dem Siegener Rettungshubschrauber „Christoph 25“, der in einer nahen Wiese gelandet war, ins Siegener Jung-Stilling-Krankenhaus geflogen werden. Die Feuerwehren aus Cobbenrode und Eslohe waren vor Ort, um Trümmerfelder zu beseitigen und die Rettungsdienste zu unterstützen.

Aufgrund der Vielzahl an verletzten Personen löste die Leitstelle des Hochsauerlandkreises einen MANV Alarm aus, dieses Kürzel steht für Massenanfall von Verletzten oder Erkrankten und zeigt an, dass der reguläre Rettungsdienst mit seinen Mitteln diese Anzahl an Patienten alleine nicht mehr zeitgerecht versorgen oder transportieren kann. Dies hat zur Folge, dass weitere Kräfte alarmiert werden müssen, die den eigentlich zuständigen Rettungsdienst unterstützen müssen. In diesem Fall wurden neben den Rettungs- und Notarztwagens des hauptamtlichen Rettungsdienstes aus dem HSK auch Rettungswagen aus dem Kreis Olpe, der Siegener Rettungshubschrauber „Christoph 25“, sowie ehrenamtliche Kräfte und Fahrzeuge des DRK alarmiert. Vom Deutschen Roten Kreuz rückten neben Rettungswagen und Krankentransportwagen auch ein Gerätewagen Sanitätsdienst aus. Aus diesem Gerätewagen stehen dann vor Ort neben entsprechendem Personal auch Gerätschaften und Material für die Versorgung mehrerer Verletzter in kürzester Zeit zur Verfügung. Bei Bedarf wäre es möglich, hier einen extra Behandlungsplatz zu errichten, von dem Verletzte nach der Erstversorgung abtransportiert werden können und anfangs nicht genügend Fahrzeuge dazu zur Verfügung stehen. Dann wird nach Dringlichkeit entschieden, wer zuerst transportiert wird. Diese Einschätzung übernehmen im Erstangriff erste Einsatzkräfte vor Ort, später wird dies durch speziell geschultes Personal verifiziert. Die Verletzten werden dazu mit entsprechend farblich markierten Anhängekarten kenntlich gemacht. Hierüber kann auch später nachgehalten werden, wer in welches Krankenhaus transportiert worden ist.

Zur Unterstützung des Organisatorischen Leiter Rettungsdienst und des Leitenden Notarztes, die unter anderem solche organisatorischen Aufgaben bei größerer Verletztenzahl vor Ort durchführen, war in Cobbenrode ein Einsatzleitwagen der Feuerwehr Meschede im Einsatz, der mit einem Disponenten der Leitstelle besetzt war.

Glücklicherweise, so berichtete die Polizei, ist bei keinem der Verletzten von Lebensgefahr auszugehen. Die Olper Straße blieb im Bereich der Kreuzung nach Bracht während der Rettungs- und Bergungsarbeiten gesperrt. Alle drei Pkw mussten abgeschleppt werden.

Publiziert in HSK Feuerwehr
Freitag, 22 Juli 2022 13:28

Paketfahrer entsorgt Chemikalien im Wald

BAD LAASPHE. Gefahrguteinsatz am Freitagvormittag aufr der K36 zwischen Bad Laasphe und Hesselbach: Dort, so war die Meldung, trete Schwefelsäure und Natriumhydroxidlösung aus.

Es war dort nicht etwa zu einem Verkehrsunfall mit einem Gefahrguttransporter gekommen – der Anlass des Feuerwehreinsatzes war viel dreister: Ein Mitarbeiter der Firma Wittgenstein Wind war am Morgen über die K 36 kurz oberhalb der Zufahrt zum Forsthaus unterwegs, als er in einem abgeholzten Waldstück mehrere Kartons und Flaschen entdeckte. Der Mann alarmierte daraufhin die Polizei, und es wurden dann Pakete gefunden, die unter anderem insgesamt vier Liter Schwefelsäure und siebeneinhalb Liter Natriumhydroxidlösung enthalten. Da nicht klar war, ob die Behälter beschädigt worden waren, wurde die Feuerwehr alarmiert, damit die Bergung mit entschprechender Schutzkleidung, Löschbereitschaft und schwerem Atemschutz erfolgen konnte. Glücklicherweise waren die Behälter aber unbeschädigt und niemand der 19 Feuerwehrleute wurde durch die Chemikalien verletzt. Vorsorglich war auch der Rettungswagen der DRK Rettungswache Bad Laasphe zum Einsatzort alarmiert worden: Die Beatzung brauchte aber nicht tätig zu werden.

Die Pakete wurden mittels so genannter Schuttmulden aus dem Wald geborgen und auf den Weg gebracht und anschließend mit einem Feuerwehrfahrzeug abtransportiert.

Neben den Chemikalien fanden sich auch noch andere Artikel im Hang verstreut: Seife in Spendern, Coronatests, Haarfarbe und weitere unterschiedliche Utensilien wurden gefunden. Die übrigen Waren wurden in große Säcke gepackt und ebenfalls der Polizeiwache zugeführt. Wie die Ermittlungen vor Ort ergaben, sollten die Artikel von einem Paketdienst ausgeliefert werden, zumeist an Adressen in den Märkischen Kreis. Die Chemikalien sollten eine Kläranlage in Finnentrop erreichen. Auch eine Tierarztpraxis oder ein Friseursalon warten nun noch auf die in Bad Laasphe entsorgten Pakete. Pech für den Fahrer des Paketdienstes ist allerdings, dass über das Label sowohl seine Firma, als auch der Wagen und die Besatzung nachvollzogen werden können. Nun wird er sich wegen Unterschlagung und einem Umweltdelikt verantworten müssen, möglicherweise muss er auch den Einsatz selbst zahlen.

Die Feuerwehr und der Rettungsdienst konnten den Einsatz nach etwa einer Stunde beenden, den Löschangriff zurück bauen, die Absperrung beenden und den Atemschutz ablegen. Für die Polizei beginnt nun noch aufwendige Schreibarbeit, Dokumentation und Beweissicherung.

Publiziert in SI Feuerwehr

BAD BERLEBURG. Bei einem Unfall mit einem Roller ist der 16-jährige Fahrer am Montagnachmittag schwer verletzt worden. Er wurde mit dem Notarztwagen in ein Krankenhaus gebracht. Der junge Mann war auf der L717 gestürzt.

Der Mann befuhr die L717 von Laibach in Richtung Diedenshausen, als er nach rechts in die Böschung fuhr, zu Fall kam und einige Meter weiter rutschte. Vor Ort wurde er vom Bad Berleburger Notarzt und dem DRK Rettungsdienst aus Erndtebrück versorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Während der Rettungsmaßnahmen kam es zu leichten Verkehrsbehinderungen an der Unfallstelle, für kurze Zeit musste die Straße dort auch komplett gesperrt werden.

Publiziert in SI Retter

FRANKENBERG. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich heute Nachmittag auf der L3076 bei Frankenberg in Höhe der Anschlussstelle Rosenthal von der B253. Dabei wurden zwei Menschen möglicherweise schwer verletzt.

Ein silberfarbener Polo war von der B253 aus auf die B252 zugefahren, und wollte nach links in Richtung Rosenthal abbiegen. Dabei übersah der Polofahrer nach ersten Erkenntnissen den blauen Opel Zafira, der aus Richtung Rosenthal herannahte und Vorfahrt gehabt hätte. Im Kreuzungsbereich kollidierten die beiden Fahrzeuge schließlich miteinander. Der Polo wurde dabei auf der Fahrerseite getroffen, der Zafira im Bereich der Front.

Die Feuerwehr Frankenberg musste ausrücken, um die Fahrertür des Polos abzutrennen, um so eine Öffnung zum Patienten zu schaffen. Sowohl der Fahrer des VW, als auch die Fahrerin des Zafira wurden verletzt und vor Ort von zwei RTW Besatzungen und dem Frankenberger Notarzt versorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Die beiden Unfallfahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und wurden von der Firma Avas abgeschleppt. Bis zur Bergung war die Kreuzung für den Verkehr gesperrt.

Publiziert in Feuerwehr
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