LKW geht in Flammen auf: Fahrer bringt ihn noch aus dem Ort

Mittwoch, 25. Juli 2012 07:44 geschrieben von  Migration

WEIMAR-NIEDERWEIMAR. Ein LKW-Brand hat heute Morgen gegen 5.20 Uhr 45 Einsatzkräfte der Weimarer Feuerwehren auf den Plan gerufen: Die Fahrzeugkabine eines Entsorgungsfahrzeugs stand in Vollbrand, verletzt wurde niemand.

Schon von Weitem war die dichte Rauchsäule zu sehen: Der LKW stand auf der B255 in Richtung Oberweimar kurz vor der Abfahrt nach Wenkbach. Der LKW-Fahrer selbst hatte mit einem äußerst besonnenen Vorgehen dafür gesorgt, dass außer an dem Entsorgungsfahrzeug kein weiterer Schaden entstehen konnte.

„Ich bin von der Autobahn abgefahren und habe schon an der Kreuzung bei der Bäckerei gemerkt, dass es im Motorraum brennt“, erzählte er. Doch anstatt einfach dort stehen zu bleiben und direkt die Feuerwehr zu alarmieren, fuhr der Mann noch aus Niederweimar heraus und stellte seinen Laster am Straßenrand ab – somit bestand keine Gefahr für die Anwohner, und auch de Feuerwehr hatte leichtes Spiel.

Wie kann man in einer solch „heißen“ Situation so „cool“ reagieren? „Das war nicht mein erster Fahrzeugbrand“, so der Fahrer. Bereits als Busfahrer habe er zwei Fahrzeugbrände miterlebt – „zum Glück jeweils ohne Passagiere.“

Auch Einsatzleiter Oliver Grün, stellvertretender Gemeindebrandinspektor, zollte dem Fahrer Respekt: „Er hat sehr besonnen reagiert und so einen größeren Schaden verhindert.“ Fünf Weimarer Wehren waren im Einsatz. „Sechs Personen unter Atemschutz sind mit Wasser und Schaum gegen den Brand vorgegangen, das hat alles ohne größere Probleme funktioniert“, so Grün.

Er weiß auch, dass LKW-Brände häufig von vielen unbekannten Faktoren geprägt sind. „Mir geht bei der Alarmierung mit dem Stichwort LKW immer zuerst durch den Kopf, um welche Art Lastwagen es sich handelt. Deswegen war auch meine erste Frage an den Fahrer, womit sein LKW beladen ist.“ Glück für die Feuerwehrleute: Der Lastwagen war noch nicht beladen.

Doch es gibt laut Grün weitere Gefahrenquellen: Die meist großen Mengen an Diesel in den Tanks und das Hydrauliköl. „Diese sind aber hier an der Einsatzstelle nicht ausgetreten.“

Die Bundesstraße wurde während der Löscharbeiten voll gesperrt. Da sich der Brand vor der Hauptverkehrszeit ereignete, hielten sich die Verkehrsbehinderungen im Rahmen. „Wir warten jetzt auf den Abschlepper, der spätestens gegen 7 Uhr eintreffen wird. Und so lange lassen wir die Feuerwehr Niederweimar vor Ort, um gegebenenfalls noch einmal eingreifen zu können – falls noch einmal etwas aufflackert“, erläuterte Grün.

Zuletzt bearbeitet am Mittwoch, 25. Juli 2012 08:28

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