GLADENBACH. Ein Streit zwischen vier Jungen ist in einer Parkanlage eskaliert. Dabei wurde ein 15-Jähriger durch einen Messerangriff lebensbedrohlich verletzt. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts.
Nach bisherigen Erkenntnissen kam es am Dienstag, 3. November 2026, gegen 15.20 Uhr zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen vier Jugendlichen im Alter von 13 bis 16 Jahren. Dabei wurden auch ein Messer und Pfefferspray eingesetzt.
Zunächst soll ein 13-Jähriger mit zwei 15 und 16 Jahre alten Jungen in einen verbalen Streit geraten sein. Anschließend verließ er offenbar die Parkanlage, kehrte jedoch kurze Zeit später gemeinsam mit seinem 15-jährigen Bruder zurück.
Messer und Pfefferspray bei Auseinandersetzung eingesetzt
Im weiteren Verlauf soll der 13-Jährige den anderen 15-Jährigen mit einem Messer angegriffen haben. Sein Bruder soll währenddessen Pfefferspray gegen den 16-Jährigen eingesetzt haben.
Durch den mutmaßlichen Messerangriff erlitt der 15-Jährige lebensbedrohliche Verletzungen. Rettungskräfte brachten ihn zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus. Nach aktuellem Kenntnisstand besteht inzwischen keine Lebensgefahr mehr. Sein Zustand ist stabil.
Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdelikts
Da der 13-jährige Tatverdächtige aufgrund seines Alters strafunmündig ist, wurde er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in die Obhut seiner Eltern übergeben.
Die Staatsanwaltschaft Marburg und das Polizeipräsidium Mittelhessen ermitteln wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Die umfangreichen Untersuchungen zum genauen Tatablauf und zu den Hintergründen der Auseinandersetzung dauern weiterhin an.
Weitere Auskünfte können die Ermittlungsbehörden derzeit nicht erteilen.
(Gemeinsame Pressemeldung der Staatsanwaltschaft Marburg und des Polizeipräsidiums Mittelhessen) (ots/r)
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