KASSEL. Nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 49 (wir berichteten) ist ein Autofahrer im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Inzwischen liegen der Polizei weitere Erkenntnisse zum Unfallhergang vor.
Nach Angaben der Polizeiautobahnstation Baunatal ereignete sich der Unfall am Sonntag, 1. November 2026, gegen 20.40 Uhr zwischen den Anschlussstellen Kassel-Waldau und Kassel-Auestadion in Fahrtrichtung Marburg.
Auf dem rechten Fahrstreifen war ein 20-jähriger Mann aus dem Schwalm-Eder-Kreis mit seinem VW unterwegs. Links neben ihm fuhr ein 40-Jähriger aus Kassel mit einem Seat. Aus bislang ungeklärter Ursache kam es zwischen beiden Fahrzeugen zu einem seitlichen Zusammenstoß.
Durch die Kollision geriet der Seat ins Schleudern, prallte gegen die Mittelschutzplanke und kam entgegen der ursprünglichen Fahrtrichtung zum Stehen.
Autofahrer nach dem Aussteigen erfasst
Wenige Augenblicke später näherte sich eine 52-jährige Frau aus Göttingen mit ihrem Skoda der Unfallstelle. Als sie die Situation erkannte, versuchte sie noch zu bremsen und auszuweichen. Dennoch erfasste sie den 40-Jährigen, der offenbar unmittelbar zuvor aus seinem Seat ausgestiegen war.
Der Mann wurde schwerstverletzt in ein Krankenhaus gebracht, wo er später verstarb.
Auch der 20-jährige VW-Fahrer wurde bei dem Unfall schwer, jedoch nicht lebensbedrohlich verletzt. Die 52-jährige Skoda-Fahrerin erlitt leichte Verletzungen. Beide wurden ebenfalls durch den Rettungsdienst in Kasseler Krankenhäuser gebracht.
Feuerwehr unterstützt Gutachter
Die Berufsfeuerwehr Kassel sicherte die Unfallstelle, unterstützte den Rettungsdienst bei der Versorgung der Verletzten und streute ausgelaufene Betriebsstoffe ab.
Zur Rekonstruktion des Unfallhergangs wurde ein Gutachter hinzugezogen. Die Feuerwehr unterstützte dessen Arbeit und leuchtete die Unfallstelle großflächig aus.
Sämtliche beteiligten Fahrzeuge wurden sichergestellt und abgeschleppt. Den entstandenen Gesamtsachschaden beziffert die Polizei auf rund 30.000 Euro.
Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie der Unfallaufnahme blieb die A 49 in Fahrtrichtung Marburg bis Montag, 2. November 2026, gegen 0.45 Uhr vollständig gesperrt.
Polizei sucht weitere Zeugen
Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern weiterhin an. Zeugen, die den Unfall beobachtet haben und deren Personalien bislang nicht aufgenommen wurden, werden gebeten, sich bei der Polizeiautobahnstation Baunatal unter der Telefonnummer 0561/9101920 zu melden.
- Anzeige-







