Großkontrolle deckt zahlreiche Verstöße auf

Samstag, 26. September 2026 07:36 geschrieben von  Michael Fränkel
Rund 130 Fahrzeuge wurden am 24. September 2026 bei einer gemeinsamen Großkontrolle überprüft. Rund 130 Fahrzeuge wurden am 24. September 2026 bei einer gemeinsamen Großkontrolle überprüft. Foto: Polizeipräsidium Bielefeld

BIELEFELD. Zahlreiche Verstöße sind bei einer groß angelegten Kontrolle des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs festgestellt worden. Rund 130 Fahrzeuge nahmen die beteiligten Behörden ins Visier, insgesamt zählten die Kontrolleure 87 Verstöße.

Gemeinsam mit mehreren Kooperationspartnern führte die Autobahnpolizei Bielefeld die Aktion am Donnerstag, 24. September 2026, auf den Autobahnraststätten Lipperland-Süd und Lipperland-Nord durch.

Beteiligt waren Mitarbeiter verschiedener Polizeibehörden, des Zolls, der Bezirksregierung Detmold, des Bundesamtes für Logistik und Mobilität sowie des Eichamtes Bielefeld. Durch den direkten Austausch der unterschiedlichen Fachbereiche konnten die Spezialisten zahlreiche Mängel und Regelverstöße aufdecken.

Allein 35 Fälle betrafen das Fahrpersonalgesetz. Zahlreiche Fahrer hatten die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten nicht eingehalten. Nach Angaben der Polizei stehen dabei insbesondere die Unternehmen in der Pflicht, auf die Einhaltung der Vorschriften zu achten. Ihnen drohen daher deutlich höhere Geldstrafen als den Fahrern selbst.

Bei acht Fahrzeugen war die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert, zwei weitere waren überladen. An fünf mit Gefahrgut beladenen Lastwagen stellten die Beamten Mängel fest und damit Verstöße gegen die Gefahrgutverordnung.

Zwei Lastwagenfahrer waren zudem nicht angeschnallt.

Bei einem mit Flüssigerdgas (LNG) betriebenen Lastwagen ergab sich der Verdacht, dass dieser nicht ordnungsgemäß geeicht war.

Im Nachgang prüft der Zoll unter anderem, ob in zwei Fällen Leistungsbetrug vorlag. Bei zwei Fahrern besteht zudem der Verdacht auf Verstöße gegen den Mindestlohn. In drei weiteren Fällen wird wegen des Verdachts der illegalen Beschäftigung geprüft. Bei zwei Fahrern ist außerdem zu klären, ob sie berechtigt waren, Ladungen innerhalb Deutschlands aufzunehmen und zu transportieren.

Wegen eines Verstoßes gegen das Abfallrecht wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige gefertigt. Zudem wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 180 Euro erhoben.

Darüber hinaus stellten die Kontrolleure Verstöße gegen die Verordnung über technische Kontrollen von Nutzfahrzeugen auf der Straße, das Güterkraftverkehrsgesetz sowie das Straßenverkehrsgesetz fest.

Polizeidirektor Hendrik Bösch, Leiter des Polizeieinsatzes, zog ein Fazit: „Die Bandbreite der Verstöße unterstreicht noch einmal, wie sinnvoll die kooperativen Kontrollen mit den diversen Netzwerkpartnern sind. Es hat sich erneut gezeigt, dass innerhalb weniger Stunden bei den Kontrollen des gewerblichen Güterverkehrs zahlreiche Verstöße entdeckt und geahndet werden können, so dass auch zukünftig gleichgelagerte Kontrollaktionen geplant und durchgeführt werden.“ (ots/r)

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