Ford nach Tuning-Kontrolle von Polizei sichergestellt

Donnerstag, 10. September 2026 22:53 geschrieben von  Michael Fränkel
Ein technisch veränderter Ford Fiesta wurde am 9. September 2026 bei einer Verkehrskontrolle in Paderborn sichergestellt. Ein technisch veränderter Ford Fiesta wurde am 9. September 2026 bei einer Verkehrskontrolle in Paderborn sichergestellt. Foto: Kreispolizeibehörde Paderborn

PADERBORN. Mehrere erhebliche technische Veränderungen an einem Ford Fiesta haben bei einer Verkehrskontrolle in Paderborn zur Sicherstellung des Fahrzeugs geführt. Dem 23 Jahre alten Fahrer drohen nun ein Bußgeld sowie die Kosten für ein Gutachten.

Beamte des Verkehrsdienstes waren am Mittwoch gegen 16.35 Uhr auf dem Paderwall unterwegs, als ihnen der augenscheinlich technisch veränderte Ford Fiesta auffiel. Sie hielten den 23 Jahre alten Fahrer aus Paderborn daraufhin an und kontrollierten das Fahrzeug.

Bei der Überprüfung stellten die Einsatzkräfte mehrere teilweise erhebliche technische Veränderungen fest. Betroffen waren unter anderem die Räder, das Fahrwerk und die Hinterachse sowie die Abgasanlage und der Luftfilter.

Betriebserlaubnis möglicherweise erloschen

Beim Tuning gilt grundsätzlich: Veränderungen müssen zugelassen, fachgerecht eingebaut und ordnungsgemäß eingetragen sein. Nicht zulässige Umbauten können dazu führen, dass die Betriebserlaubnis eines Fahrzeugs erlischt. In einem solchen Fall darf das Fahrzeug nicht mehr im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden und kann bei einer Kontrolle stillgelegt werden.

Da die Polizeibeamten bei dem Ford Fiesta vor Ort von einem Erlöschen der Betriebserlaubnis ausgehen mussten, stellten sie das Fahrzeug sicher. Ein Kraftfahrzeugsachverständiger soll nun die technischen Veränderungen beweissicher dokumentieren.

Auf den 23-Jährigen können neben einem Bußgeld auch die Kosten für das zu erstellende Gutachten zukommen.

Polizei kontrolliert regelmäßig die Tuning-Szene

Der Verkehrsdienst der Polizei Paderborn führt regelmäßig Kontrollen gegen aggressives Verhalten im Straßenverkehr durch. Anlass dafür sind unter anderem auch Beschwerden aus der Bevölkerung. Dabei nimmt die Polizei insbesondere die Szene der illegalen Tuner, Poser, Raser und Dater ins Visier.

Besonderes Augenmerk legen die Beamten nach eigenen Angaben auf die Detmolder Straße und deren Umfeld.

Illegales Tuning und rücksichtsloses Fahrverhalten seien keine Kavaliersdelikte. Nach Angaben der Polizei gefährden entsprechende Fahrer nicht nur sich selbst, sondern auch unbeteiligte Verkehrsteilnehmer – teilweise mit fatalen Folgen. Um die Gesundheit und Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten, will die Polizei deshalb auch weiterhin gegen Verkehrssünder vorgehen, Grenzen aufzeigen und Verstöße konsequent ahnden.

Polizei setzt auch auf Beratung

Neben den Kontrollen setzt die Polizei auf Prävention und den Dialog mit Fahrzeughaltern. Wer Fragen zur Zulässigkeit von Veränderungen an seinem Fahrzeug hat oder sich bei Umbauten unsicher ist, kann sich an die Kreispolizeibehörde Paderborn unter der Telefonnummer 05251/306-0 wenden. (ots/r)

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