PADERBORN. Feuer in einer Souterrainwohnung eines Bungalows am Archenholdweg hat einen größeren Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Ein 24 Jahre alter Bewohner wurde verletzt, die betroffene Wohnung ist bis auf Weiteres nicht mehr bewohnbar.
Bewohner verlassen Gebäude
Der 24 Jahre alte Mieter alarmierte am Mittwoch, 9. September 2026, gegen 17 Uhr die Feuerwehr, nachdem er im Wohnzimmer seiner Wohnung ein brennendes Sofa entdeckt hatte. Zu diesem Zeitpunkt stand der Mann unter Alkoholeinfluss. Zunächst versuchte er selbst, die Flammen zu löschen. Nachdem dies nicht gelang, verließ er die im Souterrain gelegene Wohnung.
Auch eine 87 Jahre alte Frau und ein 79 Jahre alter Mann, die in der darüber liegenden Wohnung des Bungalows leben, hatten den Brand bemerkt. Mit Unterstützung einer weiteren Anwohnerin aus dem Archenholdweg konnten auch sie das Gebäude verlassen.
Mit dem Einsatzstichwort „Zimmerbrand mit Menschenleben in Gefahr“ rückten Feuerwehr und Rettungsdienst zum Archenholdweg aus. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatten bereits alle betroffenen Bewohner das Gebäude verlassen. In der Souterrainwohnung hatte sich zu diesem Zeitpunkt ein fortgeschrittener Zimmerbrand entwickelt.
Während seiner eigenen Löschversuche hatte sich der 24-Jährige leichte Brandverletzungen im Gesicht zugezogen und Rauchgas eingeatmet. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde er mit einem Rettungswagen in ein Paderborner Krankenhaus gebracht.
Feuer zügig gelöscht
Um eine weitere Ausbreitung von Feuer und Rauch auf andere Teile des Gebäudes zu verhindern, leitete die Feuerwehr unmittelbar einen Löschangriff ein. Ein Angriffstrupp ging gegen die Flammen vor und konnte den Brand zügig löschen.
Im weiteren Einsatzverlauf wurde die betroffene Wohnung maschinell belüftet und vom Brandrauch befreit. Anschließend kontrollierten die Einsatzkräfte die darüber liegende Wohnung mit einem Mehrgasmessgerät auf mögliche Rückstände von Rauchgasen. Dort waren weder Brand- noch Rauchschäden entstanden, auch die Messungen zeigten keine Auffälligkeiten.
Nach Abschluss der Maßnahmen konnten die 87 Jahre alte Bewohnerin und der 79 Jahre alte Bewohner wieder in ihre Wohnung zurückkehren. Die Souterrainwohnung des 24-Jährigen bleibt dagegen bis auf Weiteres unbewohnbar.
Zigarettenasche könnte Brand ausgelöst haben
Nach Angaben der Polizei entstand durch das Feuer ein Gesamtschaden im sechsstelligen Bereich. Brandsachverständige der Polizei untersuchten anschließend die Brandursache. Nach deren Ermittlungen ist das Feuer vermutlich auf fahrlässige Brandstiftung zurückzuführen. Als möglicher Auslöser kommt die Asche einer Zigarette infrage.
84-Jähriger widersetzt sich Polizei
Während der Löscharbeiten kam es außerdem zu einem Zwischenfall mit einem 84 Jahre alten Mann. Er weigerte sich zunächst, den Anweisungen der Polizei zu folgen und den Einsatzbereich zu verlassen, um die Löscharbeiten nicht zu behindern. Gegen ihn läuft nun eine Strafanzeige wegen Beleidigung und Widerstands gegenüber Polizeibeamten.
Rund 40 Einsatzkräfte vor Ort
Am Einsatz beteiligt waren die hauptamtlichen Kräfte der Feuer- und Rettungswachen Süd und Nord sowie die ehrenamtlichen Einheiten der Löschzüge Stadtmitte, Stadtheide und Benhausen. Insgesamt waren rund 40 Einsatzkräfte vor Ort. Eingesetzt wurden fünf Löschfahrzeuge, zwei Drehleitern und zwei Rettungswagen. Außerdem waren ein Notarzt sowie der Führungsdienst mit B- und C-Dienst im Einsatz. (ots/r)
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