Falsche Polizisten scheitern an Mutter und Sohn

Mittwoch, 02. September 2026 23:21 geschrieben von  Michael Fränkel
Eine Frau aus Eslohe durchschaute am 31. August 2026 einen Betrugsversuch durch falsche Polizeibeamte. Eine Frau aus Eslohe durchschaute am 31. August 2026 einen Betrugsversuch durch falsche Polizeibeamte. Foto: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis

ESLOHE. Dank des besonnenen Vorgehens einer Frau aus Eslohe und ihres Sohnes ist ein Betrugsversuch durch falsche Polizeibeamte gescheitert. Einsatzkräfte konnten später zwei Tatverdächtige vorläufig festnehmen.

Gegen 13.55 Uhr erhielt die Frau am Montag, 31. August 2026, den Anruf eines angeblichen Polizeibeamten. Dieser stellte sich als „Herr Becker von der Polizeiwache Eslohe“ vor. Während des rund zweieinhalbstündigen Telefonats sprach die Frau abwechselnd mit ihm und einer vermeintlichen „Dr. Katharina Herbst“ beziehungsweise „Herz“.

Bargeld und Gold sollten in einen Topf

Die Anrufer berichteten von angeblichen Einbrüchen und Messerangriffen in der Umgebung. Anschließend erkundigten sie sich nach Bargeld, Gold und den Bankverbindungen der Frau. Schließlich forderten sie die Angerufene auf, Bargeld und Gold in Alufolie zu verpacken und in einen Topf zu legen.

Die Frau erkannte den Betrugsversuch frühzeitig und verständigte ihren Sohn. Dieser informierte parallel die Polizei.

Gegen 16.05 Uhr hielt ein schwarzer Audi A6 mit Recklinghäuser Kennzeichen rund 150 Meter vom Wohnhaus entfernt. Eine Person stieg aus und ging zu dem Haus. Der Sohn stellte einen Topf mit einem Putzlappen vor die Haustür. Der Abholer nahm ihn an sich und kehrte zu dem inzwischen gewendeten Audi zurück. Anschließend fuhr das Fahrzeug davon.

Polizei verfolgt Audi bis in ein Waldstück

Einsatzkräfte der Polizeiwache Meschede verfolgten den Audi bis in ein Waldstück bei Leckmart. Dort wurden die beiden Insassen vorläufig festgenommen.

Nach erfolgter erkennungsdienstlicher Behandlung wurden beide Beschuldigten wieder entlassen. In einem Fall erfolgte zusätzlich eine DNA-Entnahme. Zum Sachverhalt ließen sich die Beschuldigten nicht ein. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Polizei warnt vor falschen Beamten

Die Polizei weist darauf hin, dass echte Polizeibeamte am Telefon niemals nach Bargeld, Schmuck oder anderen Wertgegenständen fragen und auch nicht dazu auffordern, diese zu übergeben.

Verdächtige Gespräche sollten beendet und anschließend selbst der Polizeinotruf 110 gewählt werden. Dabei sollte nicht die Rückruftaste benutzt werden. Zudem empfiehlt die Polizei, Angehörige oder eine andere Vertrauensperson zu informieren. (ots/r)

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Zuletzt bearbeitet am Mittwoch, 02. September 2026 23:34

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