Falscher Bankmitarbeiter bringt 60-Jährigen um größeren Geldbetrag

Montag, 03. August 2026 23:31 geschrieben von  Michael Fränkel
Die Polizei warnt nach dem Vorfall vom 1. August 2026 erneut eindringlich vor falschen Bankmitarbeitern und anderen Telefonbetrügern. Die Polizei warnt nach dem Vorfall vom 1. August 2026 erneut eindringlich vor falschen Bankmitarbeitern und anderen Telefonbetrügern. Foto: Kreispolizeibehörde Paderborn

PADERBORN. Mit der Behauptung, Unbekannte hätten sich Zugang zu seinem WLAN verschafft und versucht, Geld von seinem Konto abzubuchen, hat ein falscher Bankmitarbeiter einen 60-Jährigen um einen größeren Geldbetrag gebracht. Das Opfer überwies das Geld auf ein vermeintlich sicheres Konto.

Der bislang unbekannte Täter rief den Mann am Samstag, 1. August 2026, am Nachmittag im Kreis Paderborn an. Er gab sich als Mitarbeiter einer Bank aus und sprach nach Angaben der Polizei akzentfreies Deutsch.

Im Verlauf des Gesprächs behauptete der Anrufer, unbekannte Personen hätten sich in das WLAN des 60-Jährigen gehackt und versucht, Abbuchungen von dessen Konto vorzunehmen. Um sein Geld zu schützen, solle der Mann über sein Onlinebanking einen größeren Betrag auf ein angeblich „sicheres Konto“ überweisen.

Der Täter drängte den 60-Jährigen zu der Überweisung. Erst später erkannte der Mann, dass er auf Betrüger hereingefallen war. Daraufhin verständigte er die Polizei und informierte sein Kreditinstitut.

Die Polizei warnt eindringlich vor sämtlichen Formen des Telefonbetrugs. Die Täter wenden sich häufig an ältere Menschen, setzen ihre Opfer erheblich unter Druck und halten sie teilweise stundenlang am Telefon fest.

Dabei arbeiten die Betrüger mit zahlreichen psychologischen Tricks. Sie vermitteln ihren Opfern den Eindruck, ein drohendes Unheil könne nur durch die Übergabe oder Überweisung von Geld verhindert werden. Nach Angaben der Polizei stehen die Betroffenen während solcher Gespräche häufig regelrecht unter Schock.

Die Täter geben sich am Telefon nicht nur als Bankmitarbeiter aus. Sie treten unter anderem auch als Sohn, Tochter, Enkel oder Staatsanwalt auf. Die Polizei bittet deshalb insbesondere jüngere Angehörige und Bekannte, mit älteren Menschen über die unterschiedlichen Betrugsmaschen zu sprechen.

Die Paderborner Polizei geht nach eigenen Angaben in mehreren Bereichen gegen das Problem des Telefonbetrugs vor. Dazu gehört die breit angelegte Präventionskampagne „Geschockt am Telefon? – Auflegen!“

Informationen, Verhaltenstipps und Flyer, die neben das Telefon älterer Menschen gelegt werden können, stehen auf der Internetseite der Polizei unter https://paderborn.polizei.nrw/artikel/geschockt-am-telefon-auflegen zur Verfügung.

Wer eine persönliche Beratung wünscht, kann sich unter der Rufnummer 05251/3060 an die Polizei Paderborn wenden.

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