Potenziell radioaktiver Behälter gefunden - Feuerwehren im Einsatz

Samstag, 01. August 2026 19:39 geschrieben von  Michael Fränkel
Der Fund eines potenziell radioaktiven Behälters löste am 1. August 2026 einen Gefahrguteinsatz im Felsberger Ortsteil Lohre aus. Der Fund eines potenziell radioaktiven Behälters löste am 1. August 2026 einen Gefahrguteinsatz im Felsberger Ortsteil Lohre aus. Fotos: Feuerwehr Fritzlar

FELSBERG. Der Fund eines potenziell radioaktiven Behälters hat zahlreiche Einsatzkräfte im Stadtteil Lohre auf den Plan gerufen. Vorsorglich wurde die Umgebung der Fundstelle weiträumig abgesperrt.

Die Feuerwehr Felsberg wurde am Samstag um 11.27 Uhr unter dem Stichwort „H Gefahr 0“ alarmiert. Um 11.31 Uhr erhöhte die Leitstelle das Einsatzstichwort auf „H Gefahr 1 – Fund eines radioaktiven Behälters“. Vor Ort wies Einsatzleiter Michael Blossey die nachrückenden Kräfte in die Lage ein. Bereits zuvor hatte die Feuerwehr Felsberg den Bereich in einem Umkreis von 100 Metern um die Fundstelle abgesperrt.

Während die Messtechnik vorbereitet und kalibriert wurde, überprüften die Einsatzkräfte die eingesetzten Polizeibeamten vorsorglich auf eine mögliche Kontamination. Dabei konnte glücklicherweise keine Verunreinigung festgestellt werden.

Nach dem Eintreffen eines GABC-Fachberaters folgten weitere Messungen. Da sich im Außenbereich keine erhöhte Strahlung nachweisen ließ, führten Kräfte mit speziellen Messgeräten anschließend auch im Gebäude weitere Messungen durch. Dort ergaben sich ebenfalls keine Hinweise auf gefährliche radioaktive Strahlung.

Im weiteren Verlauf konnte der Behälter eindeutig identifiziert werden: Es handelte sich um einen leeren Transportbehälter für radioaktive Medizinprodukte. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt, sodass der Einsatz beendet werden konnte.

Insgesamt waren 48 Kräfte beteiligt. Die Feuerwehr Fritzlar rückte mit einem Einsatzleitwagen (ELW 1), einem Staffellöschfahrzeug (StLF 20), einem Gerätewagen Logistik (GW-L mit Strahlenschutzausrüstung) sowie einem Mannschaftstransportwagen (MTW) an.

Neben der Feuerwehr Fritzlar, der Freiwilligen Feuerwehr Felsberg sowie den Feuerwehren Felsberg-Lohre, Felsberg-Niedervorschütz und Felsberg-Böddiger waren der GABC-Zug der Feuerwehr Melsungen-Kernstadt, ein GABC-Fachberater, der U-Dienst des Schwalm-Eder-Kreises und die Polizei Nordhessen beteiligt.

Die Zusammenarbeit aller beteiligten Einheiten verlief reibungslos.

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