BIELEFELD. Dank eines aufmerksamen Postzustellers haben Kriminalbeamte einen Tatverdächtigen nach einem Betrugsversuch identifiziert. Der Mann soll versucht haben, mit einem gefälschten Ausweis ein Paket entgegenzunehmen.
Identifiziert wurde der Tatverdächtige am Freitag, 17. Juli 2026. Der vorausgegangene Betrugsversuch ereignete sich am Samstag, 16. Mai 2026, als ein 39-jähriger Postzusteller auf seiner Route unterwegs war und in der Ravensberger Straße Post zustellte.
Vor einem Haus nahe der Teutoburger Straße wartete ein ihm unbekannter Mann auf ihn und wollte ein Paket in Empfang nehmen. Er zeigte dem Zusteller einen Ausweis mit dem Namen eines Mannes, für den an dieser Anschrift ein Paket mit einer multifunktionalen Küchenmaschine eines bekannten Unternehmens zugestellt werden sollte.
Dem Postboten waren jedoch alle Bewohner des Hauses persönlich bekannt. Daher wusste er, dass der Unbekannte dort nicht wohnte, und schöpfte Verdacht.
Der Zusteller übergab das Paket nicht, fertigte ein Foto des Mannes an und informierte die Polizei über den Sachverhalt. Die Ermittlungen ergaben, dass die auf dem Paket vermerkten Personaldaten nicht existieren. Der Mann hatte dem Postboten demnach einen gefälschten Ausweis vorgelegt.
Anhand des Fotos identifizierten Kriminalbeamte den zunächst unbekannten Mann am 17. Juli 2026 im Polizeipräsidium als einen 41 Jahre alten, polizeibekannten Bielefelder mit bulgarischer Staatsangehörigkeit, teilt die Polizei mit. (ots/r)
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