KASSEL. Für sieben Männer endete ihr Arbeitstag in einer Logistikhalle im Raum Kassel vergangene Woche vorzeitig. Nach einem anonymen Hinweis kontrollierten Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit gemeinsam mit der zuständigen Ausländerbehörde die Beschäftigten.
Beteiligt waren Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Gießen, Standort Kassel, sowie die zuständige Ausländerbehörde. Bei der Kontrolle stellten die Einsatzkräfte fest, dass sechs moldauische und ein ukrainischer Staatsangehöriger weder die erforderlichen Arbeitspapiere noch gültige Aufenthaltsdokumente vorlegen konnten.
Gegen die sieben Männer wurden Strafverfahren eingeleitet. Ihre Ausweispapiere wurden sichergestellt. Über ihren weiteren Aufenthalt entscheidet nun die zuständige Ausländerbehörde. Auch gegen die jeweiligen Arbeitgeber wurden strafrechtliche Ermittlungen aufgenommen.
„Anonyme Hinweise sind für unsere Ermittlungen häufig ein wichtiger Ansatzpunkt. Bestätigen sich Verdachtsmomente, gehen wir diesen konsequent nach“, sagt Stephanie Auerswald, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Gießen. „Wer Personen illegal beschäftigt oder einer unerlaubten Beschäftigung nachgeht, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.“
Neben den eingeleiteten Strafverfahren stellten die Zöllner weitere Verstöße fest. So kamen nahezu zwei Drittel der kontrollierten Arbeitnehmer ihrer gesetzlichen Pflicht, in der Logistikbranche ein Ausweisdokument mitzuführen, nicht nach.
Darüber hinaus ergab die Überprüfung eines ukrainischen Staatsangehörigen, dass gegen ihn ein Haftbefehl zur Vollstreckung einer Ersatzfreiheitsstrafe vorlag. Der Mann wurde festgenommen und der zuständigen Polizeistation übergeben. Von dort erfolgte die Überstellung in eine Justizvollzugsanstalt.
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