PADERBORN. Sturmböen und umgestürzte Bäume haben im gesamten Stadtgebiet für ein massiv erhöhtes Aufkommen an Rettungsmaßnahmen gesorgt. Die Einheiten der Feuerwehr waren über mehrere Stunden im Dauereinsatz.
Die Leitstelle registrierte am Freitag, 29. Mai, zwischen 19.42 Uhr und etwa 23.30 Uhr insgesamt 77 wetterbedingte Vorfälle im Stadtgebiet. Ein deutlicher Schwerpunkt zeichnete sich im nördlichen Bereich mit den Ortsteilen Sande, Schloß Neuhaus und Elsen ab.
Bereits beim Aufziehen des Sturms wurden alle zehn ehrenamtlichen Löschzüge in Bereitschaft versetzt, um die Schäden der Unwetterlage zeitnah abzuarbeiten. Unterstützt wurden die Freiwilligen von den hauptamtlichen Kräften der Wachen Nord und Süd. Die Besatzung der Südwache hielt parallel den Grundschutz für zeitkritische Notfälle wie Brände oder Menschenrettungen aufrecht. Zur Koordinierung der rund 120 Einsatzkräfte vor Ort wurde auch die Einsatzzentrale personell durch den Lagedienst und weitere Führungskräfte verstärkt.
Die stürmischen Böen ließen zahlreiche Bäume umstürzen. Dadurch wurden Häuser, Fahrzeuge sowie die Infrastruktur mit Strom- und Telefonleitungen sowie Bahngleisen stark beschädigt.
An der Mastbruchstraße geriet eine etwa 20 Meter hohe Eiche in eine gefährliche Schieflage und drohte auf die Fahrbahn, den Gehweg und ein angrenzendes Mehrfamilienhaus zu stürzen. Da die Wetterlage ein sofortiges Arbeiten unmöglich machte, evakuierten die Kräfte das Gebäude vorsorglich. Die Bewohner kamen vorübergehend in einem Hotel oder bei Angehörigen unter.
Erst nach dem Abflauen des Windes in den Nachtstunden fällte der Löschzug Schloß Neuhaus den Baum kontrolliert mithilfe einer Drehleiter und zwei Hilfeleistungslöschfahrzeugen.
Zu einem weiteren Schwerpunkt kam es im Bereich der Fischteiche, wo drei Fahrzeuge unter umgestürzten Bäumen begraben wurden. Während zwei Autos von den Einheiten befreit werden konnten, blieb ein dritter Wagen so massiv unter den Holzmassen eingeschlossen, dass für die anstehende Bergung eine Fachfirma angefordert werden muss.
Dank der frühzeitigen Warnungen des Deutschen Wetterdienstes und des umsichtigen Verhaltens der Bürger wurden bei dem Unwetter keine Personen verletzt. Angaben zur genauen Schadenshöhe liegen noch nicht vor. (ots/r)








