Dämpfe im Schulbus - 18 Kinder in Klinik

Samstag, 23. Mai 2026 02:15 geschrieben von  Michael Fränkel
Nach dem Vorfall in einem Schulbus in Hofgeismar ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Körperverletzung. Nach dem Vorfall in einem Schulbus in Hofgeismar ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Körperverletzung. Foto: Symbolfoto / KI-generiert

HOFGEISMAR. Beschwerden durch ausgetretene Dämpfe in einem Schulbus haben einen Polizeieinsatz und Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung nach sich gezogen. Mehrere Kinder und Jugendliche mussten anschließend in Krankenhäusern behandelt werden.

Am Donnerstag (21. Mai) wurde die Polizei gegen 11.40 Uhr darüber informiert, dass in einem Schulbus, der am frühen Morgen gegen 7 Uhr von Hofgeismar-Hümme nach Bad Karlshafen fuhr, mehrere Schüler über einen verdächtigen, unangenehmen Geruch und Unwohlsein geklagt hatten. In der Folge stiegen mehrere Kinder und Jugendliche vorzeitig aus.

Im weiteren Verlauf des Tages klagten immer mehr Schüler über Beschwerden wie Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen. Insgesamt 18 betroffene Schüler im Alter zwischen 10 und 15 Jahren wurden gemeinsam mit ihren Eltern in Krankenhäusern in Höxter und Kassel vorstellig. Ein Großteil von ihnen wurde zur Beobachtung über Nacht stationär aufgenommen, inzwischen sind jedoch alle Betroffenen wieder nach Hause entlassen worden. Nach derzeitigem Sachstand wurde kein Schüler schwerer verletzt.

Die Polizei veranlasste umgehend eine erste Überprüfung des inzwischen aus dem Verkehr gezogenen Busses durch die Kasseler Feuerwehr. Diese ergab, dass offenbar durch einen technischen Defekt unbemerkt Batteriesäure ausgetreten war, was mutmaßlich durch die Freisetzung von Dämpfen zu dem Geruch im Innenraum des Busses geführt hatte.

Zur genauen Untersuchung des Fahrzeugs wurde ein Gutachter eingeschaltet. Das endgültige Fahrzeuggutachten steht derzeit noch aus. Die Ermittlungen der Behörden dauern an.

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