PADERBORN. Eine Serie von Unfällen auf der B 64 hat am Vormittag zu massiven Behinderungen und mehreren Verletzten geführt. Infolge eines Überholvorgangs kam es zu einer Kettenreaktion, die umfangreiche Maßnahmen von Rettungsteams und Polizei erforderlich machte.
Erster Unfall mit mehreren Schwerverletzten
Gegen 7.44 Uhr ereignete sich zwischen dem George-Marshall-Ring und der Warburger Straße ein Überholunfall. Beteiligt waren nach polizeilichen Erkenntnissen ein 27-jähriger Opel-Fahrer aus dem Kreis Gütersloh, ein 47-jähriger Paderborner in einem VW Golf sowie ein weiterer 27-jähriger Mann in einem Honda. Zudem waren eine 52-jährige Kia-Fahrerin und ein am Fahrbahnrand geparkter Baustellenkran involviert.
Der Golf-Fahrer, der Honda-Fahrer und der Opel-Fahrer erlitten schwere Verletzungen und wurden in Krankenhäuser transportiert. Die Kia-Fahrerin und der 52 Jahre alte Kranführer blieben unverletzt.
Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst
Um 7.43 Uhr alarmierte die Leitstelle am 12. Mai mit dem Meldebild einer eingeklemmten Person die Feuerwehr. Von der Feuer- und Rettungswache Süd rückten ein Einsatzleitwagen, ein Hilfeleistungslöschfahrzeug, ein Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter Rüst sowie zwei Rettungswagen aus. Zusätzlich wurden ein Hilfeleistungslöschfahrzeug und ein Einsatzleitwagen der Wache Nord sowie Mitglieder des Löschzugs Stadtmitte beordert. Ein Notarzt aus Hövelhof unterstützte die medizinische Versorgung vor Ort.
An der Einsatzstelle fanden die Teams zunächst vier Pkw vor, wobei ein VW Tiguan auf der Beifahrerseite lag. Insgesamt waren laut Feuerwehr sieben Personen in sieben Fahrzeugen betroffen. Drei Personen befanden sich noch in ihren Fahrzeugen, waren jedoch nicht eingeklemmt und wurden patientenorientiert gerettet. Ein weiterer Notarzt und ein zusätzlicher Rettungswagen wurden nachgefordert. Einsatzkräfte sicherten die Stelle ab, stellten den Brandschutz sicher und führten ein Batteriemanagement durch.
Zwei weitere Unfälle in unmittelbarer Nähe
In unmittelbarer Nähe kam es in etwa 20 Meter Entfernung zu einem Folgeunfall mit drei weiteren Fahrzeugen, bei dem es bei Blechschäden blieb. Ein dritter Vorfall ereignete sich in Höhe Dahl, wobei die Beteiligten beim Eintreffen der Fachleute nicht mehr anzutreffen waren.
Sperrung bis in den Mittag
Sperrungen der B 64 blieben bis 11.20 Uhr in beide Fahrtrichtungen bestehen. Ein Unfallaufnahmeteam der Polizei sicherte Spuren, während die Staatsanwaltschaft die Sicherstellung des Mobiltelefons des Opel-Fahrers anordnete. Rückstaus behinderten die Anfahrt der Rettungsfahrzeuge, da einige Autofahrer gefährliche Wendemanöver vollzogen. Auf 35.000 Euro wird der Gesamtsachschaden geschätzt. (ots/r)








