PADERBORN. Reizgas in einem Zug der Nordwestbahn hat am Samstag für einen größeren Einsatz in Sennelager gesorgt. Mehrere Personen mussten medizinisch begutachtet werden, nachdem der Lokführer eine Notbremsung eingeleitet hatte.
Gegen 16.45 Uhr erfolgte die Alarmierung zum Bahnübergang Pater-Ewald-Straße. Zuvor war in einem Waggon vermutlich Reizgas versprüht worden. Da die Substanz in die einzelnen Abteile sowie in den Führerstand zog, sah sich der Lokführer gezwungen, die Notbremse zu ziehen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der betroffene Zug mit geöffneten Türen auf den Schienen. Insgesamt befanden sich 105 Personen im Inneren.
Im weiteren Verlauf wurden zwei Personen vom Rettungsdienst gesichtet und medizinisch untersucht. Eine Person musste zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus nach Paderborn gebracht werden. Warum die Substanz versprüht wurde, ist derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
Neben den hauptamtlichen Kräften der Feuer- und Rettungswachen Süd und Nord befanden sich auch die ehrenamtlichen Einheiten aus Sande und Schloss Neuhaus vor Ort. Insgesamt waren etwa 35 Einsatzkräfte mit vier Hilfeleistungslöschfahrzeugen, einem Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter Gefahrgut, einem Einsatzleitwagen, einem Rettungswagen sowie einem Notarzt im Einsatz.
Polizei und ein Notfallmanager der Deutschen Bahn koordinierten die weiteren Schritte an der Einsatzstelle. Gegen 17.30 Uhr konnten die Maßnahmen beendet werden. Während des Einsatzes kam es zu Einschränkungen im Bahnverkehr.
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