Millionen-Fund durch Spürnase Lemmy

Donnerstag, 05. Februar 2026 15:36 geschrieben von  Michael Fränkel
Diensthund Lemmy erschnüffelte das ungewöhnliche Versteck in verpackten Solarpaneelen. Diensthund Lemmy erschnüffelte das ungewöhnliche Versteck in verpackten Solarpaneelen. Fotos: Kreispolizeibehörde Höxter

BEVERUNGEN. Ein außergewöhnlicher Fund von rund 65 Kilogramm chemisch erzeugter Drogen gelang Ermittlern nach der Einlieferung eines zweijährigen Kleinkindes in ein Krankenhaus.

Mitte Januar suchte eine 24-jährige Frau mit ihrer Tochter das St. Ansgar Krankenhaus in Höxter auf, da das Kind unter Übelkeit litt. Mediziner stellten fest, dass das Mädchen unter dem Einfluss von Amphetaminen stand. Wie die Polizei mitteilte, schaltete das Personal daraufhin die Beamten ein. Zunächst gab die Mutter an, das Kind habe möglicherweise Substanzen in einem Sandkasten auf einem Spielplatz gefunden.

Zweifel an dieser Geschichte führten nach einer ergebnislosen Absuche des Spielplatzes zu einer Wohnungsdurchsuchung in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Paderborn. Während der Maßnahmen im Haus der Frau schlug Diensthund „Lemmy“ an einem Stapel Kartons mit Solarpaneelen an. Erst bei einer genaueren Kontrolle entdeckten die Beamten das Versteck auf der Rückseite der Paneele, wo die illegalen Tabletten in Epoxidharz eingegossen worden waren.

Insgesamt entdeckten die Ermittler 14 solcher Paneele, von denen der Großteil bereits fertig präpariert war. In der Wohnung fanden die Beamten zudem weitere Beutel mit Captagon-Tabletten. Die Sicherstellung umfasste in der Summe etwa 65 Kilogramm der Rauschmittel. Der Wert der Gegenstände liegt schätzungsweise im siebenstelligen Bereich.

Bereits am 16. Januar ordnete ein Ermittlungsrichter die Untersuchungshaft für die Frau und ihren 27-jährigen Lebensgefährten an. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Um die Betreuung des Kindes, das die Klinik wieder verlassen konnte, kümmert sich nun das zuständige Jugendamt. (ots/r)

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