KASSEL. Besorgte Anwohner haben am Mittwochnachmittag die Polizei zur Haltestelle „Liegnitzer Straße“ gerufen, da dort ein Mann mehrfach mit einer Waffe geschossen haben soll.
Die alarmierten Streifen entdeckten den beschriebenen Schützen am 31. Dezember gegen 15.50 Uhr noch direkt an der Haltestelle. Unter größter Vorsicht näherten sich die Beamten der Person an und nahmen den 48-Jährigen schlagartig fest. Wie sich im Zuge des Einsatzes herausstellte, handelte es sich bei der Waffe um eine Schreckschusswaffe. Diese wurde zusammen mit der Munition sichergestellt.
In unmittelbarer Nähe des Vorfalls hatten sich zum Zeitpunkt der Schussabgaben Kinder aufgehalten. Zeugenangaben zufolge soll der Mann nicht nur in die Luft und in den Boden geschossen, sondern die Kinder möglicherweise auch verbal bedroht haben. Bei dem Festgenommenen aus Kassel ergab ein Atemalkoholtest einen Wert von rund 1,6 Promille. Er musste die Einsatzkräfte für weitere Maßnahmen auf das Revier begleiten.
Da der 48-Jährige nicht über den erforderlichen kleinen Waffenschein verfügt und das Schießen in der Öffentlichkeit ohnehin untersagt ist, wurde ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Ob zudem eine Bedrohung vorliegt, wird derzeit geprüft. Die Ermittlungen zum genauen Hergang dauern an. (ots/r)







