Bilanz der Feuerwehr Paderborn zum Jahreswechsel

Donnerstag, 01. Januar 2026 17:39 geschrieben von  Michael Fränkel
Durch die starke Hitzeentwicklung bei einem PKW-Brand in der Südstadt wurden am 1. Januar 2026 auch Gebäudeteile beschädigt, sodass eine Familie ihr Zuhause verlassen musste. Durch die starke Hitzeentwicklung bei einem PKW-Brand in der Südstadt wurden am 1. Januar 2026 auch Gebäudeteile beschädigt, sodass eine Familie ihr Zuhause verlassen musste. Foto: Feuerwehr Paderborn

PADERBORN. Der Jahreswechsel stellte die Feuerwehr wie jedes Jahr vor zahlreiche Herausforderungen.

Das erhöhte Einsatzaufkommen im Rettungsdienst, Brandschutz und der Hilfeleistung wurde frühzeitig antizipiert, weshalb das Personal bereits im Vorfeld verstärkt wurde. Die Notfallrettung war durch insgesamt acht Rettungswagen (RTW) und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) rund um die Uhr besetzt. Im Krankentransport stand ein Fahrzeug ganztägig im Dienst, während weitere vier Fahrzeuge tagsüber zum Einsatz kamen. Der Brandschutzdienst erhielt in der Einsatzzentrale und durch einen weiteren Einsatzführungsdienst zusätzliche Verstärkung.

Die ersten zwölf Stunden des letzten Tages des Jahres waren bereits sehr einsatzreich. Zwischen 8 Uhr und 20 Uhr am 31. Dezember erfolgten insgesamt 74 Alarme. Die Einsätze gliederten sich in folgende Kategorien:

  • 6 Brandeinsätze (Kleinbrände im Freien, Brandnachschau, Brandmeldeanlagen)

  • 5 Hilfeleistungseinsätze (z.B. Tragehilfe, Absicherung von Rettungsdiensten, Ölspuren)

  • 18 Krankentransporteinsätze

  • 42 Einsätze der Notfallrettung (Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge)

  • 2 Intensivtransporte

  • 1 Einsatz der Notfallseelsorge

Einige dieser Brandeinsätze standen in Zusammenhang mit unsachgemäßem Umgang mit Feuerwerkskörpern.

Der Silvesterabend verlief vergleichsweise ruhig. Zwischen 20 Uhr und Mitternacht wurden lediglich ein Krankentransport, zwei Einsätze der Notfallrettung sowie ein Brandeinsatz abgewickelt.

Um 0.09 Uhr erhielt die Feuerwehr den ersten Einsatz des Jahres. Zwischen Mitternacht und 6 Uhr am 1. Januar wurde die Feuerwehr zu insgesamt 32 Einsätzen gerufen. Der Schwerpunkt lag in der Kernstadt und umfasste:

  • 11 Brandeinsätze (u.a. Kleinbrände im Freien, Müllcontainer, Kellerbrand, PKW-Brand an einem Gebäude)

  • 19 Einsätze der Notfallrettung (Verletzungen nach Feuerwerkskontakten, Stürze, internistische Notfälle)

  • 2 Krankentransporteinsätze

Zwei Einsätze erwiesen sich als besonders umfangreich und erforderten den Einsatz zahlreicher Kräfte und Mittel. In der Kernstadt brannte eine Wohneinheit im Keller eines Mehrfamilienhauses. Alle Bewohner wurden vorsorglich aus dem Objekt evakuiert, während mehrere Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz den Brand löschten. Umfangreiche Lagermengen verlängerten die Einsatzdauer auf etwa drei Stunden. Nach Abschluss der Maßnahmen konnten die anderen Wohnungen wieder freigegeben werden.

In der Südstadt drohte ein Brand zweier PKW auf ein angrenzendes Wohnhaus überzugreifen. Dank schnellem Eingreifen konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Die starke Hitzestrahlung verursachte jedoch zum Teil erhebliche Schäden an Gebäudeteilen und benachbarten Fahrzeugen. Brandrauch drang durch zerborstene Fensterscheiben in die Wohnung einer sechsköpfigen Familie ein. Bedauerlicherweise wurde die Wohnung hierdurch aktuell unbewohnbar, so dass die Familie in einem Hotel unterkommen musste. Der Rettungsdienst untersuchte alle Betroffenen vor Ort; glücklicherweise gab es keine Verletzten.

Neben den hauptamtlichen Feuer- und Rettungswachen waren auch die ehrenamtlichen Einheiten Benhausen, Elsen, Stadtheide, Stadtmitte und Schloß Neuhaus in das Einsatzgeschehen eingebunden und unterstützten die Abarbeitung dieser Einsätze. Trotz des hohen Einsatzaufkommens verlief die Silvesternacht insgesamt ruhig – Übergriffe auf Einsatzkräfte wurden nicht gemeldet. Die Feuerwehr bedankt sich bei den Bürgerinnen und Bürgern für ihr besonnenes Verhalten zum Jahreswechsel. (ots/r)

Zuletzt bearbeitet am Donnerstag, 01. Januar 2026 17:51
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