Krankenhauspatient sticht mit abgebrochener Glasflasche zu - Polizei muss von der Schusswaffe Gebrauch machen

Sonntag, 08 April 2012 11:53 geschrieben von

SIEGEN. Aus bislang ungeklärten Gründen griff in der Nacht zu Sonntag ein 83-jähriger Patient des Siegener Marienkrankenhauses mit einer Glasflasche zunächst eine 38-jährige Krankenschwester an. Durch den Schlag mit der Flasche erlitt die Krankenschwester eine leichte Verletzung. Allerdings zerbrach die Flasche bei dem Angriff.

Die Krankenschwester ergriff nach dem Angriff die Flucht. Der 83-Jährige, in der Hand die nun abgebrochene Glasflasche haltend, verfolgte sie. Der Krankenschwester gelang es dann, sich in einem Stationszimmer in Sicherheit zu bringen, dort einzuschließen und zunächst telefonisch krankenhausintern Verstärkung anzufordern.

Der 83-jährige begab sich dann - aus ebenfalls bislang ungeklärten Gründen - zu einem anderen, mit zwei Patienten belegten Patientenzimmer, betrat dieses und hielt dann von innen die Tür zu.

Als der 83-jährige von einem der beiden dort liegenden 45-jährigen Patienten angesprochen wurde, stach der 83-jährige dem Patienten den abgebrochenen Flaschenhals vollkommen unvermittelt in den Bauch.

Die zwischenzeitlich alarmierte Polizei forderte den 83-jährigen Täter mehrfach vergeblich auf, mit seinem Tun aufzuhören und die zerbrochene Flasche niederzulegen. Auch der Einsatz von Pfefferspray gegen den 83-jährigen verblieb ohne Wirkung. Als er dann auch die Polizisten mit der zerbrochenen Flasche attackieren wollte, setzten die Polizisten den Angreifer durch einen Schuss ins Bein außer Gefecht.

Der 83-jährige Siegener musste wegen der Schussverletzung anschließend im Krankenhaus versorgt werden.

Das 45-jährige Opfer erlitt durch die Attacke des Seniors glücklicherweise nur eine leichte Verletzung, die im Krankenhaus ärztlich versorgt wurde.

Staatsanwalt Patrick Baron von Grotthuss erschien noch in der Nacht zu Sonntag am Einsatzort und ordnete gegen den 83-Jährigen strafrechtliche Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts an.

Eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Hagen unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Norbert Rautenberg ist eingerichtet und hat ihre Ermittlungen unverzüglich aufgenommen.

Konkrete Angaben zur Motivlage des 83-Jährigen Täters kann die Polizei derzeit noch nicht machen.

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