Mutmaßlicher Einbrecher täuscht Raub vor

Donnerstag, 10. November 2011 07:32 geschrieben von  Migration

MARBURG-WEHRDA. Ein 26-jähriger Mann versuchte, der Polizei einen Bären aufzubinden und mit einem vorgetäuschten Raub von seinen eigenen Taten abzulenken. Dreistigkeit siegt jedoch nicht immer und der Mann muss sich demnächst zumindest wegen Hausfriedensbruch und wegen Vortäuschens einer Straftat verantworten. 

In der Nacht zum Dienstag überraschte eine 23-jährige Frau gegen 2 Uhr einen wildfremden Mann in ihrem Appartement. Sie erschrak, schrie und trieb den ungebetenen Gast in eine überstürzte Flucht, bei der er sein Handy verlor.

Die Frau informierte die Polizei und gab eine Personenbeschreibung des Mannes ab. Noch während der Anzeigenaufnahme erreichte die Polizei ein
Notruf mit der Meldung eines Raubüberfalls in der Magdeburger Straße. Der Täter habe ein Handy erbeutet und das Opfer an der Schulter verletzt. Der "Tatort" liegt nur etwa 100 Meter vom Wohnort der jungen Frau entfernt.

Die Nummer des angeblich geraubten Handys war mit der Nummer des vom Flüchtigen verlorenen Mobiltelefons identisch. Obwohl die von der Frau abgegebene Personenbeschreibung auf das angebliche Raubopfer zutrifft und sich das Raubgut (Handy) bereits in den Händen der Polizei befand, blieb der Mann auch nach einer Belehrung bei seiner wenig glaubwürdigen Aussage.

Mittlerweile gab der Mann zu, dass ihn persönliche Gründe zu der Geschichte mit dem erfundenen Raubüberfall veranlassten. Er gab zudem zu, in der Wohnung der Frau gewesen zu sein, ohne jedoch einen genauen Grund dafür zu nennen. Bei der Flucht zog er sich die Schulterverletzung zu.

Er muss sich demnächst zumindest wegen Hausfriedensbruch und Vortäuschen einer Straftat verantworten. (ma)

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