1,3 Promille: Den Bahngleisen entlang zur Freundin

Montag, 09 März 2015 20:17 geschrieben von

KASSEL. Mit Kopfhörern und 1,3 Promille Alkohol im Blut war am Sonntag gegen 10.30 Uhr ein 21-Jähriger an den Gleisen der Schnellfahrstrecke in unmittelbarer Nähe des Kasseler Rangierbahnhofs unterwegs. Zwar kam es glücklicherweise zu keinem Unfall, wegen des Vorfalls kam es bei 13 Zügen letztlich aber zu Verspätungen von jeweils rund 15 Minuten. Gegen den 21-Jährigen hat die Bundespolizei inzwischen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Wie die Bundespolizei mitteilte, hatte der Lokführer eines ICE den Mann direkt neben den Gleisen in Richtung Ihringshausen bemerkt. Bei langsamer Vorbeifahrt versuchte der Lokführer zwar, den jungen Mann per Zuruf zu warnen. Erfolglos: Durch die Kopfhörer war jegliche Verständigung unmöglich.

Während der 21-Jährige unbekümmert an den Gleisen entlang weiterging, alarmierte der Lokführer per Notruf die Bundespolizei. Die Folge: Alle nachfolgenden Züge mussten auf der Strecke bis zum Ergreifen des Mannes extrem langsam fahren. Gegenüber den Beamten erklärte der unter Alkoholeinfluss stehende Kasseler, dass er auf dem Weg zur Freundin gewesen sei und eine Abkürzung nehmen wollte. Über sein lebensgefährliches Verhalten haben ihn die Bundespolizisten anschließend belehrt.

Erst am vergangenen Dienstag hatte ein 76 Jahre alter Mann aus Stuttgart für Aufregung am Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe und auch am Kasseler Hauptbahnhof gesorgt. Der Rentner hielt zwischen Hauptbahnhof und Wilhelmshöhe auf halber Strecke zunächst einen Nahverkehrszug an, dann stieg er aus und lief an den Gleisen zurück nach Wilhelmshöhe. Eine Streife der Bundespolizei zog ihn bei seiner Gleiswanderung im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Verkehr.
 
Ein Hinweis der Bundespolizei: Kommt es durch solches Verhalten zu einem Unfall im Bahnverkehr, können ein Strafverfahren sowie zivilrechtliche Schadensersatzansprüche auf die Verursacher zukommen. "Schon die Verspätungen der Züge können erhebliche Kosten für den Verursacher bedeuten", so die Polizei.


Über den genannten 76-Jährigen berichtete 112-magazin.de ebenfalls:
Auf freier Strecke: Senior hält Zug an, zu Fuß zum Bahnhof (04.03.2015)

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Letzte Änderung am Dienstag, 10 März 2015 00:45

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