20-Tonnen-Rohr auf Sattelzug nur schlecht gesichert

Freitag, 29. August 2014 14:40 geschrieben von  Migration

BAUNATAL. Lediglich mit maroden Spanngurten gesichert war ein 20 Tonnen schweres Metallrohr, das ein Lkw-Fahrer an den Rhein transportieren wollte. Die Polizei stoppte den Lastwagen und ließ ihn erst nach entsprechender Sicherung weiterfahren.

Der Laster aus der Slowakei hatte laut Polizeibericht von Freitag am Dienstag gegen 15 Uhr einen Teil seiner Ladung in Baunatal abgeliefert. Als der Fahrer seine Tour fortsetzen wollte, stoppte ihn die Polizei zu einer Kontrolle. Beim ersten Blick in den Laderaum fiel den Beamten sofort die sehr schlecht gesicherte Ladung auf, eine "detaillierte Überprüfung förderte ein erschreckendes Bild zu Tage", wie ein Polizeisprecher sagte.

Ein 20-Tonnen-Metallrohr, das bereits von Graz (Österreich) nach Kassel transportiert wurde und noch bis Werl am Rhein gefahren werden sollte, war so unzureichend gesichert, dass die Beamten eine Weiterfahrt unter diesen Umständen nicht erlaubten. Nicht nur, dass das 20-Tonnen-Frachtstück mit maroden Spanngurten gesichert und auf weichen Kiefernholzkeilen gelagert war, eine Aluschiene sollte das schwere Eisenrohr gegen das Verrutschen in Richtung Führerhaus sichern. Nach hinten gab es gar keine Sicherung.

Weiterfahrt am nächsten Tag nach Freigabe von Polizei und Gutachter
Die Polizei informierte die Grazer Spedition über die Kontrolle und teilte mit, eine Weiterfahrt sei erst nach ausreichender Sicherung möglich. Die Baunataler Beamten zogen einen Gutachter mit in die Sicherheitsbewertung ein. Die beiden slowakischen Fahrer, 48 und 59 Jahre alt, begleiteten die Arbeiten einer Schreinerei, die vom Spediteur mit der Herstellung der Sicherungseinrichtungen beauftragt wurde. Nachdem die Arbeiten am Mittwochabend abgeschlossen waren, ein Kran hatte zwischenzeitlich die Fracht zur Installation der aus Hartholz bestehenden Sicherungseinrichtung angehoben, gaben Gutachter und Polizei gegen 18 Uhr für die Weiterfahrt grünes Licht. Die Kosten für die Umladung trägt der Spediteur, den Gutachter und eine Sicherheitsleistung von 85 Euro mussten die beiden Fahrer noch an Ort und Stelle begleichen.

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Zuletzt bearbeitet am Freitag, 29. August 2014 15:05

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