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Mittwoch, 04 August 2021 10:42

Neues Waffenrecht - Abgeben oder Antrag stellen

LANDKREIS WALDECK-FRANKENBERG. Personen, die bestimmte Schusswaffen, Waffenteile und Magazine besitzen, können diese noch bis zum 1. September 2021 abgeben oder ihren Besitz durch Anzeige bei der Waffenbehörde legalisieren. 

Grundlage ist das Waffenrechtsänderungsgesetz vom 17. Februar 2020. Nach dem neuen Gesetz sind bestimmte Schusswaffen, Waffenteile und Magazine verboten oder unterliegen einer Erlaubnispflicht. Anlass für die Neuregelung war eine im Jahr 2017 geänderte EU-Richtlinie, mit der die Nutzung von Schusswaffen durch Terroristen erschwert werden sollte.

Magazine für Langwaffen mit einer Kapazität von über zehn Schuss sowie Magazine für Kurzwaffen mit einer Kapazität über 20 Schuss sind nunmehr verboten. Mit der Gesetzesänderung wurde jedoch eine Besitzstandregelung geschaffen. Personen, die die betroffenen großen Magazine bereits vor dem 13. Juni 2017 – dem Tag des Inkrafttretens der EU-Richtlinie - erworben haben, können diese bis zum 1. September 2021 bei der zuständigen Waffenbehörde anzeigen und dürfen sie dann auch weiterhin behalten.

Magazine, die erst nach dem Stichtag erworben wurden, können noch bis zu 1. September 2021 straffrei z.B. bei der Polizei abgegeben werden. Alternativ können Besitzer bis zum selben Termin eine Ausnahmegenehmigung beim Bundeskriminalamt (BKA) beantragen, um die Magazine weiter behalten zu dürfen. Salutwaffen sind ehemals scharfe Schusswaffen, die nach einem Umbau nur noch Platzpatronen verschießen können. Diese sind aufgrund der Waffenrechtsänderung nun rechtlich wie die Ausgangswaffe eingestuft, d.h. sie sind in der Regel erlaubnispflichtig. Besitzer solcher erlaubnispflichtigen Salutwaffen, die noch keine Waffenbesitzkarte haben, können diese noch bis zum 1. September 2021 bei ihrer Waffenbehörde beantragen.

Teile von Schusswaffen wie etwa Gehäuse von Langwaffen sowie alle Teile des Verschlusses einer Waffe sind künftig als wesentliche Waffenteile eingestuft. Damit sind bspw. Gehäuse und Verschlussträger von vollautomatischen Schusswaffen (u.a. Sturmgewehre) verbotene Gegenstände. Besitzer solcher Waffenteile können noch bis zum 1. September 2021 eine Ausnahmegenehmigung beim BKA beantragen oder das Waffenteil straffrei bei der Polizei abgeben. Bei Fragen zu den Regelungen können sich die betroffenen Waffenbesitzer an die Waffenbehörde des Landkreises Waldeck-Frankenberg in Korbach wenden. Die Telefonnummer lautet 05631/9540.

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Publiziert in Polizei

WALDECK-FRANKENBERG. Die Ereignisse von Hanau werfen ihre Schatten auch in den Landkreis Waldeck-Frankenberg. Aufgrund einer Gesetzesänderung zum Waffenrecht werden Jagdscheine in Hessen zurzeit nicht verlängert. Das könnte bedeuten, dass ein Jahresjagdschein, der am 31. März 2020 seine Gültigkeit verliert, nicht fristgerecht verlängert werden kann.

Das bestätigte auf Anfrage unserer Redaktion ein Mitarbeiter der Jagdbehörde im Korbacher Kreishaus. Allerdings versucht die untere Jagdbehörde die Gemüter zu beruhigen: Kein Jäger muss am 1. April seine Waffen abgeben, auch die Jagdpachtfähigkeit ohne gültigen Jagdschein bleibt von der ungewöhnlichen Maßnahme unberührt. Ob die Jagd ohne das grüne Dokument weiterhin ausgeübt werden kann, ist aber fraglich - schließlich ist die Berechtigung eine Waffe zu führen an einen gültigen Jahresjagdschein gebunden.

Derzeit müssen nach neuer Gesetzeslage sämtliche Jäger (m/w/d) vom Verfassungsschutz und vom Bundeskriminalamt überprüft werden. Leider stehen den Behörden derzeit die technischen Möglichkeiten nicht zur Verfügung. Es wird aber mit Hochdruck daran gearbeitet, versichert die untere Jagdbehörde und gibt ein Zeitfenster von vier Wochen vor. Ob allerdings sämtliche Jagdscheine zum 1. April verlängert werden können, steht nicht fest.   (112-magazin)

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Publiziert in Polizei
Samstag, 27 Oktober 2012 08:34

500 Waffen im Landkreis zerstört

WALDECK-FRANKENBERG. 500 Schusswaffen wurden von Juni 2011 bis heute zur Vernichtung im Landkreis abgegeben. Die Zahl der zerstörten Waffen ist damit leicht gesunken. Im Jahr zuvor waren es noch 564 Waffen. Das teilte Helmut Möller von der unteren Jagdbehörde des Landkreises jetzt mit.

"Rund 500 Waffen werden pro Jahr abgegeben. Das ist der Normalfall", sagte Möller. Die Gründe, warum es im vergangenen Jahr weniger waren, konnte er nicht nennen. Im gesamten Landkreis sind etwa 25 000 erlaubnispflichtige Schusswaffen aller Gattungen ( Kurz- und Langwaffen) registriert. Diese verteilen sich auf etwa 4200 Waffenbesictzer einschließlich der Schützenvereine. "Am meisten werden hier Kleinkaliber-Gewehre abgegeben, die Ende der 60er- beziehungsweise Anfang der 70er- Jahre frei erworben wurden", erklärte Möller. Darüber hinaus defekte oder zumindest nicht mehr zu gebrauchende Waffen. Mehrere Male im Jahr ist Möller mit Kollegen unterwegs, um die Waffenbesitzer zu überprüfen. "Bei der Kontrolle vor Ort stellen wir häufig fest, dass kein entsprechender Waffenschrank vorhanden ist", sagte Möller. Dem Betroffenen werde dann aufgegeben, sich innerhalb einer gewissen Frist einen zertifizierten Schrank zuzulegen oder aber die Waffen an einen Händler oder Berechtigent (Jäger,Sportschütze) abzuliefern. Wenn das nicht geschehe, werden die Waffen bei der Behörde abgegeben. Anlaufstelle für die Abgabe der Waffen ist der Fachdienst Korbach und in Frankenberg. Nach den Amokläufen in Winnenden und Erfurt wurde das Waffenrecht im Jahr 2009 erneut verschärft. Seidem müssen Waffenbesitzer auch ohne begründete Zweifel an einer sicheren Aufbewahrung einen Überprüfung ihrer Wohnungen erlauben.

WAFFEN IM LANDKREIS: 4200 Personen besitzen in Waldeck-Frankenberg 25000 registrierte Schusswaffen verschiedener Gattungen. Zwischen Juli 2011 und Juli 2012 wurden 500 Waffen in Frankenberg und Korbach abgegeben. 2009 waren es 363, im folgenden Jahr 521 und 2011 sogar 564. Schusswaffen müssen abgegeben werden, wenn sie nicht vorschriftsmäßig in einem Waffenschrank aufgewahrt werden oder die Anschaffung eines Waffenschranks nicht in Betracht kommt. Annahmestelle ist der Landkreis mit den zuständigen Waffenbehörde in Korbach und Frankenberg. Die Schusswaffen können auch von einem Außendienstmitarbeiter abgeholt werden. 

 

AUFBEWAHRUNG VON WAFFEN: Das Aufbewahren von Waffen und Munition  ist im Gesetz klar geregelt. Zur Durchsetzung des öffentlichen Interesses und der Sicherheit , ist die untere Waffenbehörde  berechtigt, auch unangemeldet Waffen zu kontrollieren. Dabei schauen die Mitarbeiter besonders auf folgende Punkte:

  • Entsprechen die Waffenschränke den gesetzlichen Anforderungen ?
  • Ist die Munition abschliessbar von den Waffen gelagert ?
  • Sind Lang und Kurzwaffen voneinander getrennt ?
  • Stimmen die Waffen mit der Waffenbesitzkarte überein ?
  • Sind die Waffenummern an der Waffe identisch ?
  • Wer befindet sich im Besitz des Waffenschrankschlüssels ?

 

Quelle: HNA/112-magazin/Untere Waffenbehörde

 

Publiziert in Archiv - Sammlung
Montag, 13 August 2012 15:14

Mandern: Schuss auf Campingplatz

MANDERN. "Aus Spaß" hat ein 51-jähriger Camper einen Schuss aus einer Pistole angegeben und damit die anderen Camper in Angst und Schrecken versetzt.

Zu dem Vorfall war es am Samstagabend gegen 21 Uhr auf einem Campingplatz in Mandern gekommen, wie Polizeisprecher Volker König am Montag berichtete. Der 51-Jährige hatte aus einer Pistole einen Schuss abgegeben. Ein couragierter Camper nahm dem Edertaler daraufhin die Waffe ab und verständigte die Polizei.

Die Beamten stellten fest, dass es sich bei der Pistole um eine Schreckschusswaffe handelte. Der Edertaler gab an, aus Spaß in die Luft geschossen zu haben. Bei der anschließenden Durchsuchung des Wohnwagens fanden die Polizisten dann noch ein Luftgewehr mit dazugehöriger Munition und eine Softair-Waffe. Da der Edertaler keine waffenrechtlichen Genehmigungen dafür vorweisen konnte, stellten die Beamten die Waffen sicher. Demnächst muss sich der Edertaler wegen dieser waffenrechtlichen Verstöße verantworten.

Publiziert in Polizei

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