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SÖMMERDA/WREXEN. Eine Jägerin aus einem Diemelstädter Ortsteil (Landkreis Waldeck-Frankenberg) musste am Samstag um ihr Leben kämpfen - ein Wildschwein griff die 52-Jährige an, es kam zum ungleichen Duell, bei dem die Jägerin mit multiplen Verletzungen davonkam.

Unter Corona-Bedingungen begann die Jagd im Thüringer Wald, an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt, pünktlich um 10 Uhr. Nachdem die Schützin ihre beiden Wachtel geschnallt hatte, müdeten die Stöberhunde einen 80 Kilogramm schweren Keiler auf, den die 52-Jährige mit einem sauberen Schuss auf die Seite legte. 

Gegen 12.30 Uhr nahmen die beiden Wachtel, unterstützt von einer steirischen Bracke und einer deutschen Bracke ein Wildschwein an, das sich in die Buchenrauschen, etwa 70 Meter vom Stand der Jägerin entfernt, eingeschoben hatte. Zu diesem Zeitpunkt glaubte die Hundeführerin, dass es sich um eine angeschweißte Sau handelt - kurzum verständigte sie sich mit den Standnachbarn, nahm ihr Abfangmesser sowie ihre teilgeladene Waffe und wollte die scheinbar verletzte Sau von ihren Leiden erlösen.

Beim Herantreten an die etwa 80 Kilogramm schwere Bache wurde diese schnell aktiv - die Hunde ignorierend, stürzte sich die Bache auf die Jägerin, diese kippte zur Seite und verlor dabei ihr Messer. Lediglich ihre Büchse konnte die 52-Jährige festhalten. Im weiteren Verlauf schüttelte die Sau, die nun ebenfalls in Aktion getretenen Hunde ab und führte den nächsten Angriff auf die Diemelstädterin durch. Mit vorgehaltener Waffe versuchte die Frau die Sau abzuwehren, dabei biss der Schwarzkittel in den Vorderschaft der Büchse. Auch Schläge mit dem Kolben der Waffe führten nicht zum Erfolg, immer wieder wurde die 52-Jährige attackiert, bis der Jägerin ein Schuss auf die Sau gelang, ohne die Hunde zu gefährden. 

Tödlich getroffen blieb die Sau wenige Meter von der Jägerin entfernt und pünktlich zum Jagdende liegen -  Standnachbarn halfen beim Bergen der Sauen, während die Jägerin ihre Blessuren begutachtete. Trotz ihrer eingeschränkten motorischen Fähigkeiten erschien die Frau pflichtbewusst am Montag an ihrer Arbeitsstelle.  (112-magazin.de)

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Montag, 28 Oktober 2019 07:00

Ferdinand ist entlaufen und wird vermisst

BORLINGHAUSEN/KLEINENBERG. Am Sonntag ist der Deutsche Wachtelhund Ferdinand in Borlinghausen entlaufen. Seitdem ist er verschwunden.

Die eingeleitete Suche brachte bislang keinen Erfolg, daher erhofft sich der Besitzer nun Hinweise aus der Bevölkerung. Ferdinand ist fünf Jahre alt und verschwand gegen 15 Uhr. Zuletzt soll er wohl in Kleinenberg gesichtet worden sein. 

Hinweise zu Ferdinands Aufenthaltsort bitte an den Besitzer unter der Telefonnummer 01705603064.

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Publiziert in Retter
Sonntag, 02 September 2012 10:15

Nachsuche auf einen angeschweissten Rehbock

 

DIEMELSEE/BENKHAUSEN. Nachdem ich heute meinen 17. Hochzeitstag mit meiner Fau zusammen gefeiert und  köstlich bei Wiele´s Montecatini in Korbach gegessen habe, schiebe ich mich auf dem Sofa ein als das Telefon klingelt und der alte Weltkriegsveteran Karl Wilke aus Benkhausen anruft um mich am nächsten Tag mit meinen Hunden zur Nachsuche bittet. Ein Jagdgast hat einen  Bock angeschweisst, er ist in das Nachbarrevier gewechselt, Schweiss ( Blut ) wurde allerdings nicht gefunden. Nun, gesagt, getan, am nächsten Morgen um 08:00 Uhr stehe ich Gewehr bei Fuss und die Hunde am Riemen bei Karl in seiner Werkstatt.  Ich habe mich für die Mauser 66 s im Kaliber 8 x 68 entschieden, ich kenne das Revier genau, habe ich doch etliche Jahre das Revier gepachtet, geleitet und bejagd. Im übrigen ein sehr gutes Sauenrevier. Die revierübergreifende Nachsuche hat Karl Wilke bereits geklärt, als wir mit 4 Jägern aufbrechen um den Anschuss zu begutachten. Der Schütze erklärt mir vor Ort, wo der Anschuss ist, das Trefferbild und die Fluchtrichtung schildert er mir genau. Das ist gut, so weiss ich, wie schwer die Verletzung des Stückes ist. Ich nehme die Schweisshalsung samt Riemen, lege die Halsung der alten Hündin an und die junge Hündin, die noch viel lernen muss kommt an meine linke Seite . Schweiss ist nicht zu sehen also lasse ich die erfahren Hündin am Riemen die Arbeit allein machen. Wie gewohnt findet die Hündin auf Anhieb den ( für uns unsichtbaren ) Anschuss, überwindet einen Stacheldrahtzaun und legt sich in den Riemen, 50 Meter durch Buchenhochwald, weiter Bergauf über einen Weg und  weitere 70 Meter Bergauf in ein Fichtenstangengehölz. Überall findet man Stellen wo Sauen gebrochen oder sich Malbäume ausgesucht haben. Nach weiteren 30 Metern bleibt die Hündin abrupt stehen, ein Zeichen, dass vor uns Wild liegt. Ich schnalle die Hündin und zu meiner Überraschung bögelt sich die Hündin über den Kamm in eine weitere Fichtenschonung ein. Ich laufe hinterher und es geht nun bergab.  Nun ist die Hündin Standlaut, die junge Wachtelhündin  muss ich jetzt schnallen, diese ich nicht mehr zu halten, beide Hunde geben Standlaut als ich ausser Atem die Fichtenschonung an der Grenze zu Schweinsbühl erreiche. Die junge Hündin apportiert mir den Rehbock...oder, das was davon noch übrig ist. Die Sauen haben hier ganze Arbeit geleistet und ausser dem Hinterlauf und dem Rücken nichts mehr von dem Bock übrig gelassen. Der Schütze ist erleichtert, dass die Qualen des Rehbocks beendet wurden. Mit den Resten des Bocks mache ich die Hunde genossen, die sichtlich zufrieden sind. Das Haupt des Bocks hingegen bleibt verschollen.

Text und Fotos: Klaus Rohde

 

Publiziert in Archiv - Sammlung
Donnerstag, 04 August 2011 15:18

Ein Wachteljahr in Waldeck-Frankenberg

WALDECK-FRANKENBERG. So häufig wie noch nie zuvor hörten Vogelkundler in diesem Jahr den „Wachtelschlag“. Kreisweit wurden bisher 215 rufende Wachtelmännchen festgestellt. Der NABU ruft alle Naturbeobachter auf, beim abendlichen Spaziergang in der Feldflur auf das typische „Pick-per-wick“ zu hören.

Wachtel, Wachteln, Wachteln …  beim NABU gingen in den vergangenen Wochen viele Meldungen ein. Während der bisherige Rekord im Landkreis bei 110 Revierhinweisen im Jahr 2009 lag, wurde in der vergangenen Woche das 200. rufende  Männchen entdeckt. Die meisten Vögel meldete Erika Höhle aus Mehlen: 19 rufende Männchen in der Gemarkung Böhne, 18 bei Buhlen, 15 bei Geismar und 13 bei Hundsdorf. Aus allen Teilen des Kreisgebietes gingen schon Meldungen ein. Die meisten Wachteln hielten sich in Gersten- und Weizenfeldern auf. Auch Raps- und Haferflächen sowie Wiesen gehören zum Lebensraum. Maisäcker werden dagegen kaum besiedelt. 


Scheu, verborgen und zudem gut getarnt leben die kleinen Hühnervögel meist am Boden. Dort scharrt das Weibchen eine Erdmulde, polstert sie mit Gras oder Laub aus und lebt ab Mai bis zu einem Dutzend Eier. Schon bald nach dem Schlüpfen verlassen die Küken das Nest und sind mit den Eltern unterwegs. Sie ernähren sich von Gras- und Wildkräutersamen, aber auch von Insekten, Spinnen und grünen Pflanzenteilen.


In diesem Jahr finden sie vermutlich ideale Lebensbedingungen in der Landschaft. Begünstigt durch die Trockenheit im Frühjahr fanden die Zugvögel gut Brutbedingungen. Lichte Getreidebestände und der magere Aufwuchs auf Wiesen und Weiden kamen den Wachteln sicher zugute, vermuten die Ornithologen. Während die Ernte der Wintergerste vielerorts schon abgeschlossen ist, sind die Rufe jetzt in Roggen- oder Weizenfeldern zu hören. Bis Anfang August lohnt sich laut NABU also ein abendlicher Spaziergang durch die Feldgemarkung. „Ohren auf, wo erklingt das Pick-wer-wick ?“, ruft der NABU auf. Weitere Reviere können per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gemeldet werden. Auch ein Eintrag in der Beobachtungsdatenbank auf der Homepage des NABU-Kreisverbandes www.nabu-waldeck-frankenberg.de ist möglich. Laut Wolfgang Lübcke vom NABU Edertal hängt die Rufaktivität von der Witterung ab. Sie häuft sich nach Regenfällen, auch bei niedrigen Temperaturen. Gewitterschwüle scheint die Aktivität noch anzuregen.


Im Rahmen einer landesweiten Kartierung für den Brutvogelatlas für Hessen wurde der Bestand auf 1000 bis 3000 Paare geschätzt. Starke Bestandsschwankungen sind schon aus der Vergangenheit bekannt. Hessen besitzt für die Verbreitung der Wachtel eine besondere Verantwortung. Sie ist von der Entwicklung der Agrarlandschaft abhängig. Der NABU befürchtet durch die Zunahme des Maisanbaus den Rückgang von Feldlerche, Rebhuhn oder Wachtel. Neben dem Lebensraumverlust im Brutgebiet gehört die Bejagung in den Winterquartieren Südeuropas und Nordafrikas zu den Hauptgefährdungsfaktoren. Die kleinen Hühnchen gehören dort zu den Delikatessen. In Deutschland werden sie häufig auch als Käfig- und Volierenvögel gehalten.

Publiziert in Archiv - Sammlung

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