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KIRCHHAIN. Das Großfeuer in einer Tapetenfabrik in Kirchhain ist vorsätzlich gelegt worden. Die Polizei nahm noch am Sonntag einen polizeibekannten 21 Jahre alten, in Gießen gemeldeten Mann vorläufig fest. Er steht unter dem dringenden Tatverdacht, das Feuer gelegt zu haben.

Die Festnahme erfolgte um kurz nach 14 Uhr in einem Lebensmittelmarkt in Amöneburg. Der mutmaßliche Täter war dort eingebrochen, stand aber plötzlich dem zufällig anwesenden Marktleiter gegenüber, der ihn festhalten und der Polizei übergeben konnte.

Der Mann behauptete noch am Tatort des Einbruchs, das Feuer in der Tapetenfabrik in Kirchhain gelegt zu haben. Eine frühzeitigere Information zur Festnahme unterblieb wegen notwendiger Ermittlungen zur Glaubwürdigkeit seiner Aussage. Bis zum frühen Abend ergaben diese weiteren Ermittlungen nun hinreichende Anhaltspunkte, die seine Angaben bestätigen.

Weitere Informationen machte die Polizei wegen der noch andauernden Ermittlungen zunächst nicht. Weitere Angaben zu dem Fall behält sich die Staatsanwaltschaft Marburg ab Montag vor.

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Publiziert in MR Polizei
Sonntag, 24 März 2013 18:13

Millionenschaden bei Brand in Tapetenfabrik

KIRCHHAIN. Mehrere Millionen Euro Schaden sind am Sonntag bei einem Großbrand in einer Tapetenfabrik in Kirchhain entstanden. Weit mehr als 200 Feuerwehrleute waren zeitweise im Einsatz, einer von ihnen wurde verletzt.

Seit 11.38 Uhr wütete am Sonntag das Feuer in einer Halle einer Tapetenfabrik. Starke Feuer- und Rauchentwicklungen behinderten zeitweise die Brandbekämpfung. Weit mehr als 200 Feuerwehrleute von etwa 20 verschiedenen Wehren aus Kirchhain und Umgebung, die eigene Werksfeuerwehr und eine weitere Betriebsfeuerwehr aus Marburg, zwei Messtrupps und ein Statiker waren im Einsatz.

Die Polizei aus Stadtallendorf hat das Einsatzgebiet gesperrt und leitete den Verkehr um. Luftmessungen wurden ebenso eingeleitet wie Warnmeldungen über den Rundfunk. Am Mittag hieß es von der Polizei, es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung. 11 Personen wurden jedoch vorsorglich aus umliegenden Häusern evakuiert und insgesamt 16 Personen durch die Einsatzkräfte betreut, verletzt wurde bis auf einen Feuerwehrmann niemand.

Vertreter von Fachbehörden trafen im Laufe des Nachmittags am Brandort ein, ein Statiker geht davon aus, dass die Halle einsturzgefährdet ist. Ersten Angaben zu Folge beläuft sich der Gebäudeschaden auf mehrere Millionen Euro. Die zuständige Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Experten des Landeskriminalamtes Wiesbaden wurden angefordert.

Ein Polizeihubschrauber unterstützte die Einsatzmaßnahmen aus der Luft. Das Schadensgebiet bleibt weiterhin für die Dauer der Löscharbeiten weiträumig abgesperrt. Die Bevölkerung wird gebeten, Fenster und Türen nach wie vor geschlossen zu halten. Alle Evakuierten konnten nach weiteren Messungen wieder in ihre Wohnungen zurück.

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Publiziert in MR Feuerwehr

KIRCHHAIN. Ein Großaufgebot an Feuerwehrleuten bekämpfte am Freitagmorgen ab 8 Uhr ein Feuer auf dem Dach eines Gebäudes der Marburger Tapetenfabrik: Dort waren offenbar bei Wartungsarbeiten aus noch ungeklärter Ursache drei Tanks mit Thermo-Öl in Brand geraten.

Verletzt wurde glücklicherweise niemand, die Höhe des Schadens konnte gestern noch nicht beziffert werden.

Schon von Weitem war die meterhohe Flamme auf dem Dach des Gebäudes sichtbar, begleitet von einer dichten Rauchsäule. Die Feuerwehr musste nicht nur die Flammen löschen sondern gleichzeitig auch verhindern, dass das Öl austrat. „Wir mussten zunächst einmal schauen, wie die sinnvollste Taktik aussah, denn es sollten auch größere Schäden an den Anlagen vermieden werden“, erläuterte Kreisfeuerwehrsprecher Stephan Schienbein.

Daher sei Schaummittel eingesetzt worden – zunächst, um die Flammen von außen zu ersticken. „Danach haben wir über die geöffneten Domdeckel das Mittel in die Behälter eingebracht und das Feuer so gelöscht“. Schaum biete den Vorteil, dass es im Gegensatz zu Wasser zu keinen so genannten Fettexplosionen kommen könne. Denn beim Einsatz von Wasser kann dieses schlagartig verdampfen und dann brennend Öltröpfchen mit sich nehmen. „Außerdem kann das Öl beim Einsatz von Schaum keine weiteren brennbaren Dämpfe bilden“, sagte Schienbein.

Um 10.22 Uhr war der erste Behälter gelöscht, insgesamt waren die rund 60 Kräfte aus Kirchhain und den Stadtteilen etwa viereinhalb Stunden im Einsatz. Unterstützung erhielten sie auch von der Werksfeuerwehr Ferrero aus Stadtallendorf: Die Kameraden brachten zusätzliches Ölbindemittel, um das Thermo-Öl aufzunehmen. Außerdem war die Messgruppe der Feuerwehr Marburg vor Ort, um Schadstoffmessungen vorzunehmen.

„Beim Löschen gab es eine erhöhte Rauch- und Dampfentwicklung, daher wurden die Anwohner über das Radio aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten“, erklärte Schienbein. Die Messungen seien jedoch allesamt negativ ausgefallen: „Es konnten keine Schadstoffe in der Luft nachgewiesen werden, eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit.“ (as)

Publiziert in MR Feuerwehr

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