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DIEMELSEE. Ausgebildet worden ist die Wachtelhündin "Haska von der Diemel" für die Jagd auf Hase, Reh, Sauen und Flugwild - doch das reichte weder dem Besitzer und Hundeführer noch der Hündin selbst. Nach einer fundierten Jagdhundeausbildung und Anlagenprüfungen in den vergangenen zwei Jahren, absolvierten Ausbildungsprogrammen in Schweden, sowie unzähligen Nachsuchen auf angefahrenes und angeschossenes Wild, hat das Duo eine zusätzliche Herausforderung gefunden: Die Ausbildung zum Rettungshund.

Zu manchen Dingen gehören immer zwei Partner. Das ist bei der Jagd so und auch bei der Suche nach vermissten Menschen, sagt der 58-jährige Besitzer der Hündin. Bei der Ausbildung zum Rettungshund, wird nicht nur das Tier gefordert, sondern auch sein Besitzer. Aufmerksam geworden ist der Hundeführer auf die Arbeit der Retter, als er zufällig im Mai bei Eimelrod auf eine Rettungshundestaffel aus dem Schwalm-Eder-Kreis traf, die dort ihre Hunde ausbilden durften. Der Jagdpächter hatte der Staffel das Jagdrevier an diesem Tag zur Ausbildung der Hunde überlassen.

Menschenrettung im unwegsamen Gelände 

In den vergangenen Wochen wurde geübt was die Nase des Hundes und die Kondition des Führers hergab. Wurden zunächst Kleidungsstücke über Wiesen und Wälder gezogen, die der Hund finden und apportieren musste, traten mit fortschreitender Ausbildung Menschen in den Vordergrund. Da diese nicht apportiert werden können, musste eine andere Lösung gefunden werden: Der Hund wird auf der Fährte einer vermissten Person angesetzt und ist ab diesem Moment vorerst auf sich allein gestellt. Der imaginären Spur des Vermissten folgend, soll der Hund den Menschen finden, ein sogenanntes Bringsel in den Fang nehmen und zum Führer zurückkehren. Mit dem Zeigen des Bringsels erkennt der Hundeführer, dass die vermisste Person durch den Vierbeiner gefunden wurde. Im Anschluss daran soll der Hund den Führer zur vermissten Person bringen. Dieses geschieht auf Sichtweise, also in etwa 12 bis 15 Meter Entfernung, ohne dass der Führer auf den Hund einwirken muss. 

Übung mit lebender Person erfolgreich

Am 1. Juli war Premiere für das Gespann: Eine junge Frau hatte sich nach einem Streit am Diemelsee von ihrem Freund entfernt und war in einem Waldstück verschwunden, so die Übungsanlage. Die 20-Jährige hatte ihre Jacke zurückgelassen, ein wichtiger Gegenstand, den der Hundeführer sofort nutzte. Er legte der Hündin die rote Halsung mit dem Bringsel an, umgehend wurde der Hund in dem Bereich geschnallt, wo die Frau zuletzt gesehen worden war. Nach kurzem Bewinden der Jacke suchte der Hund konzentriert die Umgebung ab und verschwand im dichten Unterholz des Waldes. Etwa 500 Meter hatte die Gesuchte zurückgelegt und sich hinter einer umgestürzten Fichte versteckt. Diesen Weg verfolgte die Hündin und nach etwas mehr als sechs Minuten war Haska bei der vermissten Person, nahm dort das Bringsel in den Fang und kehrte zum Führer zurück. Der Weg durch das dichte Unterholz zur Vermissten war zwar beschwerlich, die Wiedersehensfreude aber umso größer.

Information zum Mantrailing

Die häufige Frage, ob der Rettungshund einen Socken der vermissten Person vor die Nase gehalten bekommt, damit er weiß, wen er suchen soll, ist für diese Sparte der Rettungshundearbeit mit einem deutlichen "Ja!" zu beantworten. Der Mantrailer sucht immer eine ganz bestimmte Person. Den Suchauftrag erhält er anhand eines Gegenstandes, an dem der Geruch der vermissten Person haftet. In der Regel beginnt die Suche an der Stelle, an der die Person zuverlässig das letzte Mal gesehen wurde oder losgegangen ist. Ab dieser Position verfolgt der Mantrailer die Spur der Person.

Von der menschlichen Haut lösen sich ständig winzige Hautschuppen ab. Auf diesen haften Bakterien der individuellen Hautflora des Menschen, die einen einmaligen Geruch besitzt. Hunde sind grundsätzlich in der Lage, diesen Geruch wahrzunehmen und zwischen den Individualgerüchen einzelner Menschen zu differenzieren. In der Suchart Mantrailing ausgebildete Rettungshunde lernen, die Spur eines Menschen anhand dieser mikroskopisch kleinen Zellverbände zu verfolgen. Sie unterscheiden sie von der Spur anderer Menschen und folgen ihr auch durch bewohnte Gebiete. Witterung, Untergrund, Wind, Alter der Spur, Ausbildungsstand und Rasse bestimmen neben vielen weiteren Faktoren den Schwierigkeitsgrad dieser Spur und beeinflussen so die Wahrscheinlichkeit, ob der Hund die ihm gestellte Aufgabe lösen kann oder nicht. Die Ausbildung ist sehr umfangreich. Neben den Schwierigkeiten, die dem Hund während seiner Arbeit auf der Spur begegnen, muss sichergestellt werden, dass der Hund nur die aufgezeigte Spur verfolgt. Auch unter Ablenkung muss der Hund in der Lage sein, die richtige Person anhand des Geruchsbildes zu identifizieren. Er muss zeigen, wenn er die Spur verloren hat, sie plötzlich endet (Person ist in ein Transportmittel wie Bus oder Auto gestiegen) oder sich am Startpunkt gar keine Spur von der vermissten Person befindet. Ablenkungen wie Personenverkehr, andere Hunde oder Wild dürfen ihn nicht an der Erfüllung seiner Aufgabe hindern, beschreibt der Bundesverband für Rettungshunde das Ausbildungsspektrum der Vierbeiner.

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Publiziert in Retter

KNÜLLWALD. Am Montagabend ereignete sich in der Straße Hüttenmühle in Knüllwald-Wallenstein eine Explosion in einem Wohnhaus, bei der das Wohnhaus einstürzte.

Das Wohnhaus, in dem drei Personen gemeldet sind, wurde dabei komplett zerstört und fiel in sich zusammen. Eine zur Unglückszeit im Haus anwesende 74-Jährige Hausbewohnerin wurde durch die Explosion tödlich verletzt und bereits am Montagabend geborgen, ihr 87-jähriger Ehemann wird zurzeit noch vermisst. Eine 79-jährige Hausbewohnerin wurde durch die Explosion und das einstürzende Haus ebenfalls tödlich verletzt und am Dienstagmorgen in den Haustrümmern aufgefunden und geborgen.

Ein 12-jähriges Mädchen, welches im Nachbarhaus wohnt, wurde durch umherfliegende Splitter verletzt. Sie wurde durch Rettungswagen in das Kasseler Klinikum eingeliefert. Die Schwere der Verletzungen ist momentan nicht bekannt, es sind jedoch keine lebensbedrohenden Verletzungen. Ein weiterer Nachbar erlitt in der Folge der Ereignisse einen Schwächeanfall und wurde in einer Klinik ambulant behandelt.

Insgesamt beteiligten sich 350 Rettungskräfte der Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuz, des Technischen Hilfswerks, der Rettungshundestaffel und der Bundeswehr an den Rettungsmaßnahmen. Die Kriminal- und die Schutzpolizei waren ebenfalls jeweils mit mehreren Beamten vor Ort, sowie ein Polizeihubschrauber, der am Abend im Einsatz war.

Die Angehörigen wurden vor Ort durch mehrere Notfallseelsorger betreut. Das eingestürzte Haus wurde bisher zweimal erfolglos von den Hunden der Rettungshundestaffel abgesucht. Daraufhin begannen THW und Feuerwehr damit, das Haus von oben herab abzutragen. Der 87-Jährige wurde bisher nicht aufgefunden.

Die Ursache für die Explosion steht zurzeit nicht fest, Brandursachenermittler der Kriminalpolizei Homberg waren bei den Rettungsmaßnahmen zugegen. Am Dienstag begannen Fachleute des Hessischen Landeskriminalamtes und der örtlichen Kriminalpolizei damit, eine Spurensuche bezüglich der Explosionsursache durchzuführen.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand entstand an dem eingestürzten Wohnhaus ein Sachschaden in Höhe von 150.000 - 200.000 Euro. (ots/r)

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Publiziert in HR Polizei

KORBACH/EHRINGEN. Die DRK-Rettungshundestaffel informiert an zwei Abenden in der kommenden Woche über ihre Arbeit und möchte damit Interessierte für die segensreiche Tätigkeit begeistern.

Die Rettungshundestaffel Korbach besteht seit Herbst 2008. Aktuell besteht die Staffel aus zehn Teams - jeweils ein Hund und sein Hundeführer - sowie zwei Helfern ohne Hund. Vier der Teams haben die Rettungshundeprüfung (Fläche) bestanden und sind damit auch einsatzfähig.

Die Staffel unter der Leitung von Stephan Gündling bildet Flächensuchhunde aus, die bei Bedarf über die Polizei angefordert werden, um Menschen zu suchen - zum Beispiel weil sie orientierungslos oder verletzt sind. Die Teams sind an 365 Tagen rund um die Uhr ehrenamtlich einsatzbereit, um schnelle Hilfe zu leisten und im Zweifelsfall auch Menschenleben zu retten.

Infoabende: Donnerstag in Ehringen, Freitag in Korbach
Die Rettungshundestaffel Korbach veranstaltet am kommenden Donnerstag, 16. April, um 19 Uhr einen Informationsabend im DRK Ehringen, Im Pollengrün 4, in Volkmarsen-Ehringen. Einen Tag später, am Freitag, 17. April, findet ab 20 Uhr ein weiterer Infoabend im DRK-Kreisverband in der Arolser Landstraße 23 in Korbach statt.

An diesen Abenden wollen die Mitglieder interessierten Besuchern die Arbeit und Ausbildung näher vorstellen. Die ehrenamtliche Tätigkeit in der Staffel eignet sich besonders für Hundehalter, die mit ihren Tieren eine anspruchsvolle und zugleich wichtige Aufgabe übernehmen wollen. Die Mitglieder stehen an den Abenden Rede und Antwort zu allen Aspekten der Arbeit.

Trainingszeiten
Die Staffel trifft sich mittwochs ab 17.30 Uhr und freitags ab 17 Uhr auf dem Trainingsgelände im ehemaligen Bundeswehrdepot auf der Helmscheider Höhe bei Flechtdorf sowie sonntags ab 10 Uhr in wechselnden Waldgebieten.


Weitere Infos gibt es hier:
Homepage Rettungshundestaffel

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Publiziert in Retter

SCHEID. Wie sich Rettungshunde auf einem Boot verhalten, haben neun Hundeführer der DRK-Rettungshundestaffel mit insgesamt zehn Vierbeinern geübt. Die Fahrt mit der Edersee-Fähre führte von der Halbinsel Scheid zur Liebesinsel und nach einem Aufenthalt zurück zum Festland. Weder von dem für sie ungewöhnlichen Transportmittel noch von den besonderen Eindrücken auf dem Wasser ließen sich die Tiere beirren.

"Es waren alle sehr souverän", sagt Stephan Gündling, der mit seiner Ehefrau Beatrix die Staffel leitet, über das erstmals durchgeführte Training. Dass es dabei am Mittwochabend weniger um einen Ausflug im Spätsommer als vielmehr um einen wichtigen Teil in der Ausbildung von Hunden und Hundeführern ging, machte Gündling im Gespräch mit 112-magazin.de deutlich: "Es kann immer passieren, dass wir zu einer Personensuche auf eine Insel gebracht werden müssen". Die Staffel war in der Vergangenheit bereits häufiger am Edersee im Einsatz.

Von Scheid zur Liebesinsel und zurück
Nach einem Fußmarsch auf der Halbinsel Scheid sammelten sich die Staffelmitglieder an der Edersee-Fähre und gingen mit den Hunden an Bord. Das Schiff, das üblicherweise Touristen nach Rehbach und zurück schippert, nahm an diesem Abend Kurs auf die Liebesinsel zwischen Scheid und Bringhausen, wo ein Zwischenstopp anstand. Nachdem dort verschiedene Gehörsamsübungen durchweg gut klappten, stach Kapitän Karl Suck mit seinen menschlichen und tierischen Gästen erneut in See.

Nicht die Pfote in die Wunde legen
Zurück auf Scheid demonstrierte Hundeführerin Beatrix Gündling mit Rettungshund Merlin vor den Augen einiger Zuschauer, wie sich die Suche nach einem am Boden liegenden "Opfer" darstellt. "Der Hund sucht die Person und verbellt sie", erklärt Stephan Gündling. Das Verbellen zeige dem Hundeführer die Position an. Dabei müsse der Hund stets bei der aufgefundenen Person bleiben, auch wenn diese - beispielsweise im Schockzustand - umherirre. "Berühren darf der Hund die Person aber auf keinen Fall", erklärt der Staffelleiter weiter. "Stellen Sie sich vor, da liegt jemand mit einem offenen Bruch, und plötzlich steht der Hund mit einer Pfote in der Wunde", schildert Gündling einen Extremfall.

Diese und viele weitere Verhaltensweisen müssten den Hunden in zahlreichen Trainingseinheiten immer wieder beigebracht werden. Alle 18 Monate würden Hunde und Hundeführer zudem auf ihre Einsatztauglichkeit überprüft. Nur die geprüften Hunde dürften eine entsprechende Marke tragen, wie auf dem Archivbild links zu sehen.

Die Arbeit in der Rettungshundestaffel im DRK-Kreisverband Korbach-Bad Arolsen ist ehrenamtlich. Das war auch der Grund für Fährmann Karl Suck, die Staffel unentgeltlich über den See zu fahren und so das besondere Training zu unterstützen. "Die Mitglieder arbeiten uneigennützig für eine gute Sache, da ist es für uns selbstverständlich, dass ich die Gruppe kostenlos gefahren habe", sagt Suck.

Hubschraubereinsatz im Visier
Nach dem Übungsabend am Edersee hat Staffelleiter Stephan Gündling schon die nächste Idee für ein Training, das ebenfalls als sehr realistisch einzustufen ist: "Wir wollen gern mit den Hunden im Helikopter fliegen und in einem Einsatzgebiet abgesetzt werden". Weniger spektakulär, aber durchaus interessant für Besucher dürfte der nächste öffentliche Termin im Jahresplan der Staffel sein: Hundeführer und Tiere zeigen beim Tag der offenen Tür beim DRK in Korbach am Sonntag, 8. September, zwischen 11 und 17 Uhr ihr Können. Gäste sind zu der Veranstaltung, bei der sich das heimische DRK umfassend präsentiert, herzlich willkommen.


Links:
Rettungshundestaffel
DRK Korbach-Bad Arolsen
Edersee-Fähre bei Facebook

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Publiziert in Retter

NIEDER-WAROLDERN. Damit hätte nach der schlechten Nachricht von Samstag niemand gerechnet: Rettungshund Cooper, der vermutlich Rattengift zu sich genommen hatte und in akuter Lebensgefahr schwebte, kehrt schwanzwedelnd ins Leben zurück. Seit Sonntagabend ist der zweijährige Labrador wieder zu Hause bei seinen Besitzern Andrea und Christian Skibak.

"Als am Sonntag die Tierklinik anrief und ich die Nummer im Display sah, rutschte mir das Herz in die Hose", sagt Andrea Skibak, Leiterin der Rettungshundestaffel im DRK Korbach/Bad Arolsen, "den Rest wollte ich gar nicht mehr hören - ich dachte, Cooper wäre tot". Doch die Nachricht vom Veterinär war alles andere als niederschmetternd: "Der Tierarzt sagte, ich könnte Cooper abholen". Voller Freude machte sich die 30-Jährige auf den Weg in die Tierklinik nach Kassel.

Die Freude war auch bei dem Labrador riesengroß: Beim Betreten des Wartezimmers "rannte Cooper auf mich zu, und der Tierarzt flog an der Leine hinterher", erzählt Andrea Skibak, "er ist einfach ein Kämpfer". Nach der Fahrt nach Hause in Nieder-Waroldern legte sich die Freude des körperlich noch angeschlagenen Hundes aber zunächst wieder: "Er verbindet sein Zuhause wohl noch mit den Schmerzen, die das Gift in ihm ausgelöst haben", erzählt Christian Skibak. Auch ihm sind die Bilder noch nicht aus dem Kopf gegangen, die seine Frau und er am Freitagabend ansehen mussten: "Cooper hat sich durch die Wohnung geschleppt und zog eine Blutspur hinter sich her". Den Hund nun, einige Tage später, "so zu sehen, ist einfach nur wunderschön".

Infusionen, Tabletten und Kartoffelbrei
Unter anderem mit Infusionen versorgte die Tierklinik den Labrador der seltenen Farbe Foxred - dazu musste der Arzt das Fell an beiden Vorderläufe stellenweise abrasieren, um einen Zugang zu legen. "Die Klinik hat super Arbeit geleistet", lobt Christian Skibak das behandelnde Team. Dass für die Behandlung eine Rechnung von gut 450 Euro anfallen wird, stört Andrea Skibak nicht: "Hauptsache, Cooper lebt". Um seine Genesung weiter voranzubringen, muss sie dem Hund nun täglich zahlreiche Tabletten verabreichen, unter anderem um die vom Gift angegriffene Darmflora zu behandeln.

Feste Nahrung bekommt der Rettungshund vorerst nicht. "Mit Kartoffelbrei wollen wir ihn nun wieder an normales Futter gewöhnen", sagt Andrea Skibak. Am Montagvormittag sollte der Hund lediglich eine Messerspitze Brei bekommen, im Laufe des Tages etwas mehr. In den folgenden Tagen könnten dann andere Inhaltsstoffe hinzukommen, erklärt die 30-Jährige. Sie hofft, dass sich Cooper in einigen Wochen vollends von der Vergiftung erholt hat.

Auf die Arbeit in der Rettungshundestaffel muss der kräftige Labrador vermutlich bis zum Frühjahr verzichten. Falls die Staffel in dieser Zeit für Sucheinsätze angefordert werden sollte, stehen noch zwölf andere Hunde zur Verfügung. Außerdem kooperiert die hiesige Staffel mit den Kollegen im Schwalm-Eder-Kreis, so dass im Ernstfall immer genügend Hunde und Führer bereitstehen. Im vergangenen Jahr war die Gruppe um Andrea Skibak dreimal alarmiert worden, um nach vermissten Menschen in Not zu suchen. Damit Menschen und Tiere fit sind für ihre anspruchsvolle Aufgabe, haben die acht aktiven Mitglieder der Staffel im vergangenen Jahr 5100 Stunden trainiert. Und schon bald darf auch Cooper wieder üben, um im Ernstfall Menschenleben zu retten...

Hintergrund:
Rattengift hemmt die Blutgerinnung und führt nach Auskunft des Korbacher Tierarztes Dr. Thomas Liedtke dazu, dass "die Tiere innerlich verbluten". Neuere Gifte würden erst nach einigen Tagen wirken, um bei Ratten einen Lerneffekt zu verhindern. Um Menschen vor der Gefahr von Rattengift zu warnen, sind die Körner rot oder violett gefärbt. Dass Tiere das Rattengift fressen, liege am Geruch - der ist ähnlich wie bei Getreide oder Haferflocken. Labradore wie Cooper seien sehr verfressen und würden daher eher Gefahr laufen, Gift zu fressen, als andere Hunde. Als Gegenmittel würde er einem betroffenen Hund das Vitamin K1 verabreichen, erklärte Dr. Liedtke von der Tierärztlichen Gemeinschaftspraxis Liedtke und Kolberg auf Anfrage 112-magazin.de.


Noch immer werden Zeugen gesucht, die Angaben darüber machen können, wer das Gift in Nieder-Waroldern ausgelegt hat. Hinweise nimmt die Korbacher Polizei unter der Rufnummer 05631/971-0 entgegen.

112-magazin.de berichtete über Coopers Fall:
Rattengift: Rettungshund Cooper vergiftet (23.02.2013)
Rattengift: Rettungshund Cooper lebt (24.02.2013)

Link: Möbelkreis

Publiziert in Retter
Sonntag, 24 Februar 2013 19:00

Rattengift: Rettungshund Cooper lebt

NIEDER-WAROLDERN. "Er hat die Nacht überstanden und auch kein Blut mehr verloren" - Worte, die wie eine Erlösung klingen: Rettungshund Cooper, der durch Rattengift in einen lebensbedrohlichen Zustand gekommen war (wir berichteten), scheint die Vergiftung zu überleben.

Besitzerin Andrea Skibak aus Nieder-Waroldern, die die Rettungshundestaffel im Deutschen Roten Kreuz Korbach/Bad Arolsen leitet und selbst mehrere Rettungshunde ausgebildet hat und führt, ist erleichtert: "Es geht Cooper auf jeden Fall besser und ich denke, dass er das Ganze überstehen wird. Er ist halt ein Kämpfer". Noch am Samstag waren Andrea Skibak und ihr Mann Christian in großer Sorge um den zweijährigen Labrador, der vermutlich am Donnerstag oder Freitag in der Feldgemarkung Hasenberg ausgelegtes Rattengift aufgenommen hatte.

Der Rettungshund, der aus derselben Züchtung stammt wie ein beim Zoll am Frankfurter Flughafen eingesetzter Artenschutzhund, musste sich in der Folge erbrechen und bekam Durchfall - dabei schied das Tier auch größere Mengen Blut aus. Skibaks brachten den Hund in eine Kasseler Tierklinik, wo er unter anderem mit Infusionen behandelt wurde.

Dank für Anteilnahme und Daumendrücker
Was dem Ehepaar Skibak in den bangen Stunden half, waren die "vielen Anteilnahmen und Daumendrücker", die unter anderem auf der Facebook-Seite von 112-magazin.de gepostet wurden. "Dafür wollen wir uns auf diesem Wege recht herzlich bedanken", sagte Andrea Skibak am Sonntag.

Sie und ihr Mann bitten weiterhin um Zeugenangaben dazu, wer das Rattengift im Bereich Nieder-Waroldern ausgelegt haben könnte. Hinweise nimmt die Korbacher Polizeistation unter der Rufnummer 05631/971-0 entgegen. Nicht zuletzt warnen sie andere Hundebesitzer erneut vor der Gefahr durch das ausgelegte Gift.


112-magazin.de berichtete über den schockierenden Fall:
Rattengift: Rettungshund Cooper vergiftet (23.02.2013)

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Publiziert in Retter
Samstag, 23 Februar 2013 21:26

Rattengift? Rettungshund Cooper vergiftet

NIEDER-WAROLDERN. Ein zwei Jahre alter Rettungshund ist vermutlich mit Rattengift vergiftet worden und schwebt in akuter Lebensgefahr.

Betroffen ist der Hund Cooper von Andrea Skibak, die die Rettungshundestaffel im DRK Korbach/Bad Arolsen leitet. "Vermutlich wird unser Hund die Vergiftung nicht überleben", sagte am Abend Ehemann Christian Skibak gegenüber 112-magazin.de. Er warnt auf diesem Wege andere Hundebesitzer vor der Gefahr durch Rattengift in Nieder-Waroldern. Cooper, ein Labrador der seltenen Farbe Foxred, habe das Gift vermutlich in den vergangenen 36 Stunden in der Gemarkung Hasenberg aufgenommen.

Als Cooper am Freitagabend Blut erbrach, brachten Andrea und Christian Skibak den Hund in eine Tierklinik nach Kassel. "Dort konnte man und allerdings nicht sehr viel Hoffnung machen", sagte der Rettungsassistent am Abend weiter. Dem treuen Vierbeiner seien Infusionen verabreicht worden, doch der Hund blute aus dem Darmtrakt heraus. "Das lässt auf Rattengift schließen".

Dass jemand einen Hund vergifte, sei schon schlimm genug, verlieh Skibak seiner Betroffenheit am Abend Ausdruck. Dass allerdings ein Rettungshund getötet werden soll, der in anderthalbjähriger Ausbildung darauf trainiert wird, Menschenleben zu retten, mache ihn und seine Frau fassungslos. Der Wert eines solchen Hundes betrage durch die intensive Ausbildung mehrere zehntausend Euro. "Aber darum geht es nicht", sagte Skibak, "Cooper ist uns einfach ans Herz gewachsen". Besonders bitter ist die Tatsache, dass der Labrador an diesem Samstag zwei Jahre alt geworden ist.

Wer Angaben dazu machen kann, wer das Gift ausgelegt haben könnte, wendet sich an die Korbacher Polizeistation. Die Beamten sind zu erreichen unter der Rufnummer 05631/971-0.

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Publiziert in Retter

KORBACH/TREYSA. Die Marke mit der Aufschrift "Geprüfter Rettungshund" ist so etwas wie die TÜV-Plakette am Auto: Nur geprüfte Vierbeiner und ihre Hundeführer dürfen im Ernstfall nach Menschen in Not suchen. Neun dieser Teams haben sich in Waldeck-Frankenberg der Abnahme gestellt und wurden in Theorie und Praxis auf Herz und Nieren geprüft.

Ein ganzes Wochenende lang stand im Zeichen der Prüfung, die die Rettungshundestaffel des DRK Korbach/Bad Arolsen ausgerichtet hat. Während im theoretischen Teil die Hundeführer ihr Wissen zu allen Aspekten der Personensuche zu beweisen hatten, mussten im praktischen Teil Herrchen, Frauchen und Hunde ihr Können gemeinsam demonstrieren. In einem 300 mal 100 Meter großen Suchgebiet im Wald bei Volkhardinghausen galt es, bis zu zwei Vermisste innerhalb von 20 Minuten zu finden und gegebenenfalls Hilfe zu leisten. In dem für alle Teilnehmer völlig unbekannten Arreal hatten die Teams zuvor fünf Minuten Zeit, sich anhand von Kartenmaterial zu orientieren.

Unter den kritischen Augen der Prüfer Josef Graap und Gerd-Holger Siebert hatten die Tiere bei der sogenannten Flächenprüfung auch Unterordnung und Gehorsam zu zeigen, um die Plakette zu bekommen. Alle 18 Monate müssen die Spürnasen und ihre Hundeführer diese Prüfung wiederholen. "Das ist schließlich keine Spielerei", verteidigt Matthias Wolf die strengen Anforderungen, "wenn wir alarmiert werden, dann geht es um Menschenleben". Wolf, stellvertretender Leiter der Rettungshundestaffel im Schwalm-Eder-Kreis, war mit seiner Hündin Cheyenne ebenfalls zur Prüfung in Korbach angetreten - und erhielt die Plakette, die die Hunde am Halsband tragen.

Zu Vermisstenfall am Edersee gerufen
Die Rettungshundestaffel aus dem Schwalm-Eder-Kreis unter Vorsitz von Bettina Weidemann und die ausrichtende Staffel des DRK Korbach/Bad Arolsen unter Leitung von Andrea Skibak kooperieren seit mehreren Monaten und werden im Ernstfall stets gemeinsam alarmiert. So steht stets eine ausreichende Zahl an Suchhundeteams bereit - zuletzt waren die beiden Staffeln am 13. Juni zum Edersee gerufen worden, wo ein 43-Jähriger vermisst war (112-magazin.de berichtete). Teams dieser beiden Staffeln waren in Korbach ebenso zur Prüfung angetreten wie zwei Hunde und Herrchen aus Kassel und ein Team aus dem Münsterland.

Zum Ende des Prüfungswochenendes überreichte DRK-Kreisbereitschaftsleiter Michael Bradtke den Teilnehmern Urkunden und Präsente, die beiden Prüfer händigten die Plaketten aus. Mit dabei waren: Michael Halberstadt mit Anax, Detlef Ernst mit Sparky, Bettina Weidemann mit Django, Stephan Steiger mit Finja, Andrea Skibak mit Rico, Beatrix Gündling mit Janosch, Stephan Gündling mit Merlin, Sabrina Schenk mit Dorado und Matthias Wolf mit Cheyenne. Im Schwalm-Eder-Kreis sind derzeit 20 Mitglieder und 13 Hunde in der Staffel aktiv.


Mehr Informationen:
Rettungshundestaffel Schwalm-Eder

Publiziert in KS Retter

FLECHTDORF/VOLKHARDINGHAUSEN. Die Marke mit der Aufschrift "Geprüfter Rettungshund" ist so etwas wie die TÜV-Plakette am Auto: Nur geprüfte Vierbeiner und ihre Hundeführer dürfen im Ernstfall nach Menschen in Not suchen. Neun dieser Teams haben sich in Waldeck-Frankenberg der Abnahme gestellt und wurden in Theorie und Praxis auf Herz und Nieren geprüft.

Ein ganzes Wochenende lang stand im Zeichen der Prüfung, die die Rettungshundestaffel des DRK Korbach/Bad Arolsen ausgerichtet hat. Während im theoretischen Teil die Hundeführer ihr Wissen zu allen Aspekten der Personensuche zu beweisen hatten, mussten im praktischen Teil Herrchen, Frauchen und Hunde ihr Können gemeinsam demonstrieren. In einem 300 mal 100 Meter großen Suchgebiet im Wald bei Volkhardinghausen galt es, bis zu zwei Vermisste innerhalb von 20 Minuten zu finden und gegebenenfalls Hilfe zu leisten. In dem für alle Teilnehmer völlig unbekannten Arreal hatten die Teams zuvor fünf Minuten Zeit, sich anhand von Kartenmaterial zu orientieren.

Unter den kritischen Augen der Prüfer Josef Graap und Gerd-Holger Siebert hatten die Tiere bei der sogenannten Flächenprüfung auch Unterordnung und Gehorsam zu zeigen, um die Plakette zu bekommen. Alle 18 Monate müssen die Spürnasen und ihre Hundeführer diese Prüfung wiederholen. "Das ist schließlich keine Spielerei", verteidigt Matthias Wolf die strengen Anforderungen, "wenn wir alarmiert werden, dann geht es um Menschenleben". Wolf, stellvertretender Leiter der Rettungshundestaffel im Schwalm-Eder-Kreis, war mit seiner Hündin Cheyenne ebenfalls zur Prüfung in Korbach angetreten - und erhielt die Plakette, die die Hunde am Halsband tragen.

Zu Vermisstenfall am Edersee gerufen
Die Rettungshundestaffel aus dem Schwalm-Eder-Kreis unter Vorsitz von Bettina Weidemann und die ausrichtende Staffel des DRK Korbach/Bad Arolsen unter Leitung von Andrea Skibak kooperieren seit mehreren Monaten und werden im Ernstfall stets gemeinsam alarmiert. So steht stets eine ausreichende Zahl an Suchhundeteams bereit - zuletzt waren die beiden Staffeln am 13. Juni zum Edersee gerufen worden, wo ein 43-Jähriger vermisst war (112-magazin.de berichtete). Teams dieser beiden Staffeln waren in Korbach ebenso zur Prüfung angetreten wie zwei Hunde und Herrchen aus Kassel und ein Team aus dem Münsterland.

Zum Ende des Prüfungswochenendes überreichte DRK-Kreisbereitschaftsleiter Michael Bradtke den Teilnehmern Urkunden und Präsente, die beiden Prüfer händigten die Plaketten aus. Mit dabei waren: Michael Halberstadt mit Anax, Detlef Ernst mit Sparky, Bettina Weidemann mit Django, Stephan Steiger mit Finja, Andrea Skibak mit Rico, Beatrix Gündling mit Janosch, Stephan Gündling mit Merlin, Sabrina Schenk mit Dorado und Matthias Wolf mit Cheyenne. Mit dem Erfolg von Andrea Skibak sowie Beatrix und Stephan Gündling mit ihren Hunden verfügt die Rettungshundestaffel des DRK Korbach/Bad Arolsen nun über drei geprüfte Teams, die jederzeit zum Einsatz gerufen werden können, zum Beispiel auf Anforderung der Polizei.


Mehr Informationen:
Rettungshundestaffel im DRK Korbach/Bad Arolsen

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