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Freitag, 20 Juli 2012 22:03

Frontal gegen Baum: Fahrer wohl alkoholisiert

OBERWALGERN. Am Freitagabend wurde ein 39 Jahre alter Mann aus Marburg verletzt, als er mit seinem Renault frontal gegen einen Baum prallte. Prekär: Der Mann stand offenbar unter Alkoholeinfluss.

Gegen 20.15 Uhr war der Marburger von Reimershausen in Richtung Oberwalgern unterwegs. Am Ende der Serpentinen fuhr der Mann laut einem direkt hinter ih fahrenden Zeugen in der letzten scharfen Rechtskurve geradeaus - offenbar, ohne zu schnell gefahren zu sein oder vorher auf die Bankette zu geraten.

Der 39-Jährige kam auf der Gegenspur von der Straße ab und prallte frontal gegen einen Baum. Dies bedeutete für ihn aber offenbar Glück in Unglück: Der Baum am Rand einer steilen Böschung hielt den Renault auf. "Hätte der nicht dort gestanden, hätte sich der Wagen wohl die Böschung hinab überschlagen", sagte ein Polizist an der Unfallstelle.

So stand der Wagen im wahrsten Sinne des Wortes auf der Kippe: Die Rettungskräfte konnten kaum zu dem Verletzten vordringen. Einerseits klemmte die Fahrertür, andererseits machte der steile Hang den Rettern zu schaffen. Sie konnten den Verletzten zwar über die Beifahrerseite erreichen - es bestand aber die Gefahr, dass der Renault noch den Abhang herunter rutschte.

Aus diesen Gründen wurde die Feuerwehr Fronhausen Mitte alarmiert. Die Kameraden fingen den Wagen kurzerhand mit Stahlseilen ab. "Wir haben den Rettungsdienst unterstützt, indem wir auch einige kleinere Bäume abgesägt haben, damit der Zugang erleichtert wurde", erläutert Stefan Feußner, stellvertretender Gemeindebrandinspektor von Fronhausen. "Nachdem der Verletzte medizinisch versorgt war, haben wir die Fahrertür mit hydraulischem Gerät geöffnet und dann geholfen, den Mann möglichst schonend aus dem Fahrzeug zu bringen."

Erschwert wurde die Rettung jedoch dadurch, dass der Mann sich nicht helfen lassen wollte, als er wieder wach und ansprechbar war. Denn offenbar war er alkoholisiert - zumindest "war deutlicher Alkoholgeruch bemerkbar", so ein Polizist. Der Marburger fuchtelte umher und stieß die Sanitäter immer wieder weg - selbst als er auf der Trage lag und zum Rettungswagen gebracht werden sollte. Letztendlich schafften die Retter den Mann jedoch in ihren RTW und brachten ihn ins Klinikum.

Publiziert in MR Retter

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