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Mittwoch, 19 September 2012 18:59

Jagd in Schweden - Teil 4

KINNARED/ORE. Den Rest des Tages verbringe ich mit der Vorbereitung zur Fahrt in das ca. 1200 Kilometer entfernte Hammarstrand in der Provinz Jämtland direkt am Fluss Nissan. Zwischenstopp ist in Ore, 120 Kilometer von Hammarstrand entfernt. Hier liegt die neue Jagdhütte der Bengtssons. Ich fahre von Kinnared aus nach Drängsered um Euros gegen Kronen zu tauschen (Kurs 1:8), erwerbe in einem Outletstore günstig ein paar Muckboots und tanke den Jimny voll. Morgen in der Früh um vier holt mich Tobjörne, der Jagdführer, ab um die lange Reise zu beginnen. Es ist 3 Uhr, als der Wecker klingelt und ich verschlafen aus den Federn krieche. Schnell wird der Wasserkocher angeschmissen und ich erfreue mich des köstlichen Kaffees. Waffe, Rucksack usw. habe ich gestern schon gepackt. Tobjörne klingelt an der Tür und im Nu sind wir auf der Route Nr. 26 Richtung Norden unterwegs. Diese Route, mitten durch Schweden ist einmalig und mit nichts zu vergleichen. Einzigartig schön die Natur. Tobjörne hat seinen Elchhund "Diesel" dabei. Ich muss noch dreimal tanken. Ein Problem, mit dem, ich nicht gerechnet habe, sind die Tankstellen, die zu 80 % nur mit Karte bedient werden können. Aber auch hier hat Tobjörne wie immer einen Ausweg parat. Ich gebe ihm das Geld, er lässt mich auf seine Karte tanken. Die Fahrt endet nach 12 Stunden direkt an einem großen See. Die Jagdhütte ist wirklich ganz neu, die Inneneinrichtung mit moderner Küche ausgestattet, dazu fließendes Wasser und endlich die langersehnte Dusche. Morgen soll ich in diesem Gebiet noch einen Elch strecken, bevor wir ins 120 Kilometer entfernte Hammarstrand aufbrechen.

Davon berichte ich morgen ausführlich im 5 Teil der Jagdreise nach Schweden.

Publiziert in Archiv - Sammlung
Dienstag, 18 September 2012 17:14

Jagd in Schweden - Teil 3

DIEMELSEE/KINNARED. Per-Anders besucht mich noch spät am Abend und bringt den erfahrenen Jagd- und Hundeführer Torbjörne mit. Einige Schnäpse machen die Runde und mir wird für den Morgenansitz auf starke Muffelwidder ein 80 % Jagderfolg zugesagt. Die Nacht verbringe ich mit Träumen von Bärenjagd, der Elchjagd und den Hunden und wache um 6 Uhr in der Früh auf, um mir einen starken Kaffee zu brühen. Das Frühstück wird mit Elchschinken bereichert und gegen halb sieben steht Torbjörne vor der Tür, um mich in seinem Geländewagen abzuholen. Wir erreichen nach 40 Minuten ein riesiges Wald- und Feuchtgebiet mit steilen Hängen, durchzogen von sehr vielen Basaltbrocken, manche so groß wie ein Haus. Nach ca. 30 Minuten Fußmarsch erreichen wir einen Hochsitz, hier werde ich von Torbjörne eingewiesen. Eine Nachfrage zur Begrenzung der Trophäe wird verneint, ich darf erlegen, was ich möchte. Nebel ziehen von dem feuchten Untergrund gen Himmel und die Morgensonne wärmt mich auf dem Sitz, als ich gegen 8.30 Uhr mehrere Muffel am gegenüberliegenden Hang ausmache. Das Zeiss zeigt mir 4 starke Widder, die abwärts ziehen. Die Entfernung schätze ich auf 180 Meter. Zu meiner Freude kommt die Korona direkt auf mich zu. Als sich die Widder auf ca. 90 Meter meinem Sitz nähern, backe ich die Mauser an, steche ein und schicke das 16 Gramm KS-Geschoss im Kaliber 9,3 x 62 auf den Weg. Das erreicht die Kammer des Widders und lässt ihn auf der Stelle verenden. Nun schüttelt mich das Jagdfieber und erst nach 30 Minuten bin ich in der Lage mit Torbjörne zu telefonieren. Waidmannsheil...

Teil 4 folgt morgen!

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Dienstag, 18 September 2012 16:33

Jagd in Schweden - Teil 2

DIEMELSEE/KINNARED. Die Fahrt über die Öresundbrücke war allein schon ein Erlebnis, die Maut war schnell in Euro bezahlt und so fahre ich gegen 9 Uhr in Schweden ein. Hier zeigte mein Navi noch 430 Kilometer bis Kinnared im Süden Schwedens. Nach vier Tankfüllungen erreichte ich total übermüdet das Haus von Per-Anders Bengtsson und erhalte sogleich eine kulinarische Stärkung in Form von Kaffee und belegten Brötchen. Mir werden die Schlüssel für das Jagdhaus überreicht und schon bin ich auf dem Weg ins 15 Kilometer entfernte Kinnared. Zu meiner Überraschung ist nicht nur das Bett bezogen, nein, auch der Kühlschrank ist mit allerlei Köstlichkeiten wie Elchschinken und Elchwurst gefüllt. Total übermüdet falle ich in einen Tiefschlaf, aus dem mich ein Telefonanruf gegen 17 Uhr holt. Die Frau von Hakan Gry (eine norwegische Schönheit) teilt mir kurzum mit, dass sie um 18 Uhr mit dem Essen auf mich warte. Pünktlich treffe ich bei Gry ein, werde von ihm und den Hunden begrüßt, Schuhe aus und ab in den Gästesalon. Es gibt Elchmedallions mit Kartoffeln, Dipps und Salat. Einfach köstlich das Ganze und dazu noch die sympathische Erscheinung der gebürtigen Norwegerin. Wie tauschen uns über die Jagd, die Familie und Hunde aus. Gry verabschiedet mich herzlich an der Tür und bin auf dem Weg zurück in das Jagdhaus nach Kinnared... 

Teil 3 erscheint in wenigen Stunden

Publiziert in Archiv - Sammlung
Dienstag, 18 September 2012 15:51

Jagd in Schweden - Teil 1

DIEMELSEE/KINNARED. Die Einladung zur Jagd in Schweden kam für mich überraschend. Hakan und Per-Anders Bengtsson besitzen einige Jagdreviere in Süd -und Nordschweden. Die drei Besten davon wurden mir samt Elchhund und Jagdführer zur Verfügung gestellt. Insgesamt standen rund 34.000 Ha zur Verfügung. Hier das Erlebte:  Am 30.08.2012 erhalte ich die Mail von Per-Anders Bengtsson aus der Kommune Hylte in Südschweden dass ich am Mittwoch, den 05.09.2012 in Kinnared im Jagdhaus erwartet werde. Nun hieß es sich sputen, ich wollte diesmal die M03 im Kaliber 9,3 x 62 führen und so fragte ich im Fachhandel in Bad Arolsen, ob die Munition vorrätig sei. Ist sie, sagte mir Marvin Lemke, und schon hatte ich 2 Packungen in der Tasche und schoss die Waffe im Revier an. Der Haltepunkt stimmte, die Treffpunktlage ebenfalls. Also, Jagdschein, Waffenbesitzkarte und EU-Waffenfeuerpass in den Jimny verstaut, dazu Jagdrucksack, Verpflegung, Mauser und Geld. In der Kürze der Zeit war ein Umtausch in schwedische Kronen nicht möglich als ich am Dienstag, 4.9.2012, gegen 22.00 Uhr die Fahrt vom Diemelsee nach Puttgarden zur Fähre antrat. Gegen 4.50 Uhr traf ich in Puttgarden ein und zu meiner Überraschung konnte ich gleich die Fähre nach Rödby in Dänemark befahren. Die 20-minütige Überfahrt (40 Minuten mit Ein- und Ausladen) ließ mich das Morgenrot Dänemarks erblicken...

Teil 2 folgt in wenigen Stunden

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