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BAD WÜNNENBERG. Mit einer Machete soll ein 57-Jähriger einen anderen Mann im Streit schwer verletzt haben. Ein Spezialeinsatzkommando nahm den Tatverdächtigen in der Nacht zu Freitag fest undstellte zahlreiche Waffen und Munition in seinem Haus sicher.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei waren der 57-jährige Hofbesitzer abends mit einem 39-Jährigen aus Dalheim auf dem Hof im Friedrichsgrund nordöstlich von Bad Wünnenberg in Streit geraten. Beide Personen waren alkoholisiert. Gegen 20.30 Uhr eskalierte die Auseinandersetzung, als der Hofbesitzer eine Machete gegen seinen Kontrahenten einsetzte. Der 39-jährige erlitt schwere Verletzungen, konnte sich aber gegen den Angreifer wehren. Auch der 57-Jährige trug Verletzungen davon. Eine Bewohnerin des Hofes alarmierte Polizei und Rettungsdienst. Zur Versorgung der Schnittwunden wurde der 39-Jährige mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Der Tatverdächtige hatte sich nach dem Machetenangriff in sein Wohnhaus zurückgezogen, wo er als Sportschütze mehrere Lang- und Kurzwaffen aufbewahrt. Zur Festnahme des Tatverdächtigen setzte die Einsatzleitung der Paderborner Polizei ein Spezialeinsatzkommando (SEK) ein. Gegen Mitternacht wurde der 57-Jährige vorläufig festgenommen. Er kam nach der medizinischen Versorgung seiner am Abend erlittenen Verletzungen in das Paderborner Polizeigewahrsam.

Die Polizei durchsuchte noch in der Nacht den Hof und stellte mehrere Schusswaffen, Munition sowie Macheten sicher. Die Ermittlungen dauern derzeit noch an. Was genau zu dem Streit der beiden Männer geführt hatte, teilte die Polizei am Freitag nicht mit.

Gegen den Tatverdächtigen wurden Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Waffengesetz eingeleitet. Er wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aus dem Gewahrsam entlassen. (ots/pfa)

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Publiziert in PB Polizei
Samstag, 27 Oktober 2012 08:34

500 Waffen im Landkreis zerstört

WALDECK-FRANKENBERG. 500 Schusswaffen wurden von Juni 2011 bis heute zur Vernichtung im Landkreis abgegeben. Die Zahl der zerstörten Waffen ist damit leicht gesunken. Im Jahr zuvor waren es noch 564 Waffen. Das teilte Helmut Möller von der unteren Jagdbehörde des Landkreises jetzt mit.

"Rund 500 Waffen werden pro Jahr abgegeben. Das ist der Normalfall", sagte Möller. Die Gründe, warum es im vergangenen Jahr weniger waren, konnte er nicht nennen. Im gesamten Landkreis sind etwa 25 000 erlaubnispflichtige Schusswaffen aller Gattungen ( Kurz- und Langwaffen) registriert. Diese verteilen sich auf etwa 4200 Waffenbesictzer einschließlich der Schützenvereine. "Am meisten werden hier Kleinkaliber-Gewehre abgegeben, die Ende der 60er- beziehungsweise Anfang der 70er- Jahre frei erworben wurden", erklärte Möller. Darüber hinaus defekte oder zumindest nicht mehr zu gebrauchende Waffen. Mehrere Male im Jahr ist Möller mit Kollegen unterwegs, um die Waffenbesitzer zu überprüfen. "Bei der Kontrolle vor Ort stellen wir häufig fest, dass kein entsprechender Waffenschrank vorhanden ist", sagte Möller. Dem Betroffenen werde dann aufgegeben, sich innerhalb einer gewissen Frist einen zertifizierten Schrank zuzulegen oder aber die Waffen an einen Händler oder Berechtigent (Jäger,Sportschütze) abzuliefern. Wenn das nicht geschehe, werden die Waffen bei der Behörde abgegeben. Anlaufstelle für die Abgabe der Waffen ist der Fachdienst Korbach und in Frankenberg. Nach den Amokläufen in Winnenden und Erfurt wurde das Waffenrecht im Jahr 2009 erneut verschärft. Seidem müssen Waffenbesitzer auch ohne begründete Zweifel an einer sicheren Aufbewahrung einen Überprüfung ihrer Wohnungen erlauben.

WAFFEN IM LANDKREIS: 4200 Personen besitzen in Waldeck-Frankenberg 25000 registrierte Schusswaffen verschiedener Gattungen. Zwischen Juli 2011 und Juli 2012 wurden 500 Waffen in Frankenberg und Korbach abgegeben. 2009 waren es 363, im folgenden Jahr 521 und 2011 sogar 564. Schusswaffen müssen abgegeben werden, wenn sie nicht vorschriftsmäßig in einem Waffenschrank aufgewahrt werden oder die Anschaffung eines Waffenschranks nicht in Betracht kommt. Annahmestelle ist der Landkreis mit den zuständigen Waffenbehörde in Korbach und Frankenberg. Die Schusswaffen können auch von einem Außendienstmitarbeiter abgeholt werden. 

 

AUFBEWAHRUNG VON WAFFEN: Das Aufbewahren von Waffen und Munition  ist im Gesetz klar geregelt. Zur Durchsetzung des öffentlichen Interesses und der Sicherheit , ist die untere Waffenbehörde  berechtigt, auch unangemeldet Waffen zu kontrollieren. Dabei schauen die Mitarbeiter besonders auf folgende Punkte:

  • Entsprechen die Waffenschränke den gesetzlichen Anforderungen ?
  • Ist die Munition abschliessbar von den Waffen gelagert ?
  • Sind Lang und Kurzwaffen voneinander getrennt ?
  • Stimmen die Waffen mit der Waffenbesitzkarte überein ?
  • Sind die Waffenummern an der Waffe identisch ?
  • Wer befindet sich im Besitz des Waffenschrankschlüssels ?

 

Quelle: HNA/112-magazin/Untere Waffenbehörde

 

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