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Sonntag, 07 Oktober 2012 07:53

Jagd in Schweden - Teil 9

SCHWEDEN/DEUTSCHLAND. In dieser Nacht verführt mich Sestrid und ich bin trotz aller guten Vorsätze -meiner Frau die Treue zu halten -  nicht in der Lage, mich gegen dieses blonde Gift zu wehren. Erschöpft schlafen wir nach vielen Stunden auf dem Bärenfell ein. Wir merken nicht einmal, das der Kamin erlischt denn unsere nackten Körper wärmen sich gegenseitig.

Fast gleichzeitig wachen wir - das Bärenfell bis an den Hals gezogen - auf. Mir ist die Situation sichtlich peinlich, Sestrid allerdings überhaupt nicht. Als wäre bis vor wenigen Stunden nichts passiert, wirft sie den Kamin mit Birkenholz an, entfacht das Feuer im Herd und nachdem ich in meine Hose gestiegen bin, frühstücken wir ausgiebig. Zu allem Überfluss erhalte ich einen Guten Morgen Gruß aus einer Entfernung von fast 2600 Kilometern von meiner Frau.  Seestrid fragt, wem ich schreibe und als ich ihr die Mail vorlese sagt sie, dass Frauen so etwas merken. Wenn ich Zuhause ankomme, soll ich meiner Frau alles beichten meint Sestrid. Dann wird alles halb so schlimm!!!  Nun verschlägt es mir die Sprache. Ich werfe ihr vor, dass sie die Initiative ergriffen habe, vorauf Sie ganz kühl antwortet, dass ich 51 und sie erst 23 wäre. Sie grinst und gern würde ich ihr jetzt den süssen Hals umdrehen.

Wir packen unsere Sachen, treten den Rückweg zum Vehikel an, fahren den Weg ins Bergdorf zurück und verladen die Ausrüstung und  mein Gewehr in meinen Geländewagen. Aus ihren Wagen erklingt Dr. Schiwagos "Schicksalsmelodie" und mir wird schwermütig ums Herz. Die tollen Tage mit Per-Anders und Tobjoerne, die Jagd mit den Elchhunden die verzaubernden Landschaften, die Seen und Wälder, Elch -und Bärenjagd, die Nacht mit Sestrid und nun der Abschied. Sestrid hantiert noch in ihrem Wagen und abrupt dreht sie sich um. Wir müssen Abschied nehmen sagt sie. Sie küsst mich auf die rechte Wange und steigt in ihr Auto. Ohne den Blick noch einmal auf mich zu richten fährt sie davon. Ich werde sie nicht wiedersehen denke ich mir...

Vom Norden in den Süden fahre ich auf der Autobahn entlang der Küste um in der Mitte die Bundesstraße 26 zu erreichen. Håkan Bengtsson erwartet mich im Jagdhaus in Kinnared. Ich bedanke mich bei ihm für die grandiosen Jagdtage  und berichte ihm bei einem gemütlichen Abendessen ausführlich von  den Ereignissen. Am Ende des Gespräches stellt Håkan süffisant die Frage nach Sestrid und ob es mir mit ihr gefallen habe...??!! Oh dieses gemeine Miststück, dieses Luder°°° denke ich mir, sie hat alles erzählt. Håkan sichert mir allerdings größte Loyalität und Verschwiegenheit zu. Die Trophäen und das Bärenfell werden im November nach Deutschland gebracht, dort sind die Bengtssons bei der Familie von Dalwigk zur Jagd eingeladen.

Fazit: Wer in Schweden unbeschwerte Jagd -und Naturtage genießen möchte hat mit Sicherheit bei Håkan und Per Anders Bengtsson die größtmöglichen Chancen auf Elch, Bär, Sau und Muffel zu waidwerken. Dieses Jagderlebnis ist mit all denen der Vergangenheit - Russland, Ukraine, Ungarn, Rumänien, Kanada...- nicht zu vergleichen. Die Preise bei den Bengtssons müssen selbst verhandelt werden. Mit Sicherhei sind diese nicht günstig, bleiben aber für den Rest des Lebens in positiver Erinnerung. Ich selbst habe für die Reise nur das Benzingeld und die Fahrt mit der Fähre und die Maut der Öresundbrücke übernehmen müssen. Der Rest war kostenlos.

Wer Interesse an einer Jagd in den Revieren der Bengtssons hat, dem lasse ich gern die Kontaktdaten zukommen. Anfragen bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden mit dem Vermerk: Schwedenjagd. 

Damit endet die Berichterstattung der Schwedenjagd. Ihnen allen viel Waidmannsheil und fette Beute !  

 

Publiziert in Archiv - Sammlung
Dienstag, 18 September 2012 16:33

Jagd in Schweden - Teil 2

DIEMELSEE/KINNARED. Die Fahrt über die Öresundbrücke war allein schon ein Erlebnis, die Maut war schnell in Euro bezahlt und so fahre ich gegen 9 Uhr in Schweden ein. Hier zeigte mein Navi noch 430 Kilometer bis Kinnared im Süden Schwedens. Nach vier Tankfüllungen erreichte ich total übermüdet das Haus von Per-Anders Bengtsson und erhalte sogleich eine kulinarische Stärkung in Form von Kaffee und belegten Brötchen. Mir werden die Schlüssel für das Jagdhaus überreicht und schon bin ich auf dem Weg ins 15 Kilometer entfernte Kinnared. Zu meiner Überraschung ist nicht nur das Bett bezogen, nein, auch der Kühlschrank ist mit allerlei Köstlichkeiten wie Elchschinken und Elchwurst gefüllt. Total übermüdet falle ich in einen Tiefschlaf, aus dem mich ein Telefonanruf gegen 17 Uhr holt. Die Frau von Hakan Gry (eine norwegische Schönheit) teilt mir kurzum mit, dass sie um 18 Uhr mit dem Essen auf mich warte. Pünktlich treffe ich bei Gry ein, werde von ihm und den Hunden begrüßt, Schuhe aus und ab in den Gästesalon. Es gibt Elchmedallions mit Kartoffeln, Dipps und Salat. Einfach köstlich das Ganze und dazu noch die sympathische Erscheinung der gebürtigen Norwegerin. Wie tauschen uns über die Jagd, die Familie und Hunde aus. Gry verabschiedet mich herzlich an der Tür und bin auf dem Weg zurück in das Jagdhaus nach Kinnared... 

Teil 3 erscheint in wenigen Stunden

Publiziert in Archiv - Sammlung
Dienstag, 18 September 2012 15:51

Jagd in Schweden - Teil 1

DIEMELSEE/KINNARED. Die Einladung zur Jagd in Schweden kam für mich überraschend. Hakan und Per-Anders Bengtsson besitzen einige Jagdreviere in Süd -und Nordschweden. Die drei Besten davon wurden mir samt Elchhund und Jagdführer zur Verfügung gestellt. Insgesamt standen rund 34.000 Ha zur Verfügung. Hier das Erlebte:  Am 30.08.2012 erhalte ich die Mail von Per-Anders Bengtsson aus der Kommune Hylte in Südschweden dass ich am Mittwoch, den 05.09.2012 in Kinnared im Jagdhaus erwartet werde. Nun hieß es sich sputen, ich wollte diesmal die M03 im Kaliber 9,3 x 62 führen und so fragte ich im Fachhandel in Bad Arolsen, ob die Munition vorrätig sei. Ist sie, sagte mir Marvin Lemke, und schon hatte ich 2 Packungen in der Tasche und schoss die Waffe im Revier an. Der Haltepunkt stimmte, die Treffpunktlage ebenfalls. Also, Jagdschein, Waffenbesitzkarte und EU-Waffenfeuerpass in den Jimny verstaut, dazu Jagdrucksack, Verpflegung, Mauser und Geld. In der Kürze der Zeit war ein Umtausch in schwedische Kronen nicht möglich als ich am Dienstag, 4.9.2012, gegen 22.00 Uhr die Fahrt vom Diemelsee nach Puttgarden zur Fähre antrat. Gegen 4.50 Uhr traf ich in Puttgarden ein und zu meiner Überraschung konnte ich gleich die Fähre nach Rödby in Dänemark befahren. Die 20-minütige Überfahrt (40 Minuten mit Ein- und Ausladen) ließ mich das Morgenrot Dänemarks erblicken...

Teil 2 folgt in wenigen Stunden

Publiziert in Archiv - Sammlung

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